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Sie haben heute die Wahl
Taunus-Vertreter sagen, wem sie in der Bundesversammlung ihre Stimme geben
Sie wählen den Bundespräsidenten: Berthold Huber, Dorothea Henzler, Holger Haibach, Petra Fuhrmann, Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Dr. Stefan Ruppert und Heinz Riesenhuber (v.l.n.r.).
Was bedeutet es Ihnen persönlich, den neuen Bundespräsidenten zu wählen?
RUPPERT: Ich freue mich auf diesen Tag und will das Besondere des Wahlvorgangs bewusst auf mich wirken lassen. Für mich ist es die erste Teilnahme an einer Bundesversammlung, und ich nehme meine Wahlentscheidung sehr ernst. Besonders freut mich, dass es zwei herausragende Bewerber gibt.
HAIBACH: Es ist für mich eine große Ehre, die Wahl des deutschen Staatsoberhauptes mit zu bestimmen. Auch nach beinahe acht Jahren im Bundestag und zwei Bundespräsidentenwahlen ist das immer noch ein ganz besonderes, festliches Ereignis.
RIESENHUBER: Ich werde zum achten Mal unseren Bundespräsidenten wählen. Die Bundesversammlung war für mich immer ein Hochfest der Demokratie, mit Frauen und Männern aus allen Parteien, aus dem Bund und aus den Bundesländern. Und trotz der immer wieder streitigen Entscheidungen: Es ist eine Freude, am Rande der Bundesversammlung mit vielen Frauen und Männern zu sprechen, die sich aus ganz unterschiedlichen Motiven und Zielen, aber im gleichen Geist der Verantwortung für unser Land engagieren.
HENZLER: Für mich ist die Teilnahme an der Bundesversammlung etwas ganz Besonderes. Die Wahl des Staatsoberhauptes ist eine sehr wichtige Entscheidung, die ganz Deutschland mit Spannung erwartet. Ich bin stolz, diese Entscheidung mit treffen zu können.
STRENGMANN-KUHN: Das ist etwas ganz Besonderes, schließlich ist es das höchste Amt des Staates, und auch das Verfahren ist außergewöhnlich. Schließlich trifft sich die Bundesversammlung ausschließlich, um den Bundespräsidenten zu wählen.
FUHRMANN: Ich empfinde es als große Ehre, mit 1243 anderen Wahlfrauen und -männern an der Bundesversammlung teilzunehmen und das künftige Staatsoberhaupt zu wählen. Ich freue mich, dass meine Fraktion mich benannt hat.
Haben Sie sich schon für einen Kandidaten entschieden? Wenn ja: für wen? Welche Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale bringt dieser Kandidat mit, die in Deutschland jetzt besonders gefragt sind?
RUPPERT: Ich werde Christian Wulff wählen. Mein erster Impuls war es, durchaus auch eine Wahl Joachim Gaucks zu erwägen. Nach einer Phase des Überlegens ist mir aber bewusst geworden, dass Christian Wulff mitunter ob seines integrativen Politikstils unterschätzt wird und dass er genau die Themen benennt und verkörpert, die für die Zukunft unseres Landes so wichtig sind: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine moderne, tolerante und weltoffene Gesellschaft sowie eindeutige Reformen für solidere Staatsfinanzen und die Erneuerung der sozialen Marktwirtschaft.
HAIBACH: Es handelt sich zwar um eine geheime Wahl, aber ich bekenne offen, dass ich Christian Wulff meine Stimme geben werde. Er erfüllt meine Erwartungen an einen Bundespräsidenten. Wir brauchen aus meiner Sicht einen Kandidaten, der unser Land und uns alle überparteilich repräsentieren kann und trotzdem einen klaren Standpunkt hat. Der weiß, wie Politik funktioniert und trotzdem sich bewusst ist, dass er in seiner Funktion über den tagespolitischen Ereignissen steht. Der integrieren kann und über den Tag hinaus denkt.
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