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Der Wink mit dem Koffer
Wer Freizeit hat, hat auch Zeit zum Genießen. Ein Grund mehr für Landrat Ulrich Krebs (CDU), dem scheidenden Bürgermeister Hellwig Herber während der etwas anderen Gemeindevertretersitzung am Donnerstag im Dorfgemeinschaftshaus in Hundstadt einen Apfelweinträger samt Inhalt zum Abschied zu schenken.
Hundstadt. ![]()
Der Koffer, den Eike von der Heyden (l.) Hellwig Herber schenkte, sollte ein Indiz für Freiheit und Freizeit sein. Für den neuen Grävenwiesbacher Bürgermeister Roland Seel (CDU) hatte Krebs übrigens einen Brieföffner dabei.
Alle waren sie gekommen, die Hellwig Herber in seinen 24 Amtsjahren begleitet hatten. Dazu gehörten natürlich die Bürgermeister des Hochtaunuskreises. Für sie übernahm der Neu-Anspacher Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) als Vorsitzender der Kreisversammlung des Städte- und Gemeindebundes Hochtaunus das Wort. Es schwinge Wehmut mit, leitete Hoffmann seine Abschiedsworte ein. "Wir haben dich als engagierten, erfolgreichen, zeitweise nicht ganz einfachen, dennoch sympathischen Kollegen kennengelernt", wandte er sich an Hellwig Herber. Mit einer herzlichen Umarmung verabschiedeten sich die beiden Bürgermeister voneinander.
Auch Usingens Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) wandte sich an Hellwig Herber. "Lieber Altbürgermeister Herber", lautete die neue und noch ungewohnte Anrede. "Du hast ein neues Rathaus gebaut und gehörst eigentlich da rein", sagte er. Wernard erinnerte an einen Spruch Herbers. "Geht es Usingen gut, geht es auch Grävenwiesbach gut."
Die Stunde des endgültigen Abschieds war gekommen, als Parlamentschef Eike von der Heyden (SPD) sagte: "Das Leben ist die Zukunft." Und mit diesen Worten blickte er zurück zum 19. Februar 1988, als der junge Hellwig Herber genau um 20.12 Uhr am gleichen Ort, nämlich im Hundstädter DGH, zum neuen Bürgermeister von Grävenwiesbach benannt wurde. "Es endet hier in Hundstadt", sagte Eike von der Heyden. Dazwischen lagen 8760 Tage, die Hellwig Herber der Gemeinde diente.
Zu den Erfolgen des amtsältesten Bürgermeisters im Hochtaunuskreis zählte der Parlamentschef die Verlängerung der Taunusbahn. Und: Herber habe dem IB eine Heimat gegeben und für neue Baugebiete gesorgt.
Um die neue Mobilität des scheidenden Bürgermeisters und die neu gewonnene Freizeit zu unterstützen, überreichte er ihm einen Koffer, den Herber versprach, oft zu benutzen. msc



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