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Die neue Mappesmühle
Jetzt wird gezockt statt getanzt
Als Frank Wüstenberg im vergangenen Jahr die Räumlichkeiten der Mappesmühle kaufte, wusste er noch nicht so recht, was er damit anfangen sollte. Inzwischen weiß er es.
Von Alexander Schneider
Neuweilnau. ![]()
Frank Wüstenberg und Siggi Pehr freuen sich auf den morgigen Samstag. Dann wird die neue Spielstätte, das Automaten-Casino Mappesmühle, offiziell eröffnet. Fotos: SchneiderFrank Wüstenberg eröffnet am morgigen Samstag in der ehemaligen Discothek Kornkammer der Mappesmühle im Weiltal eine Spielstätte. Die Schilder für das Automaten-Casino Mappesmühle sind bereits montiert, die 24 sogenannten Multigamer-Spielautomaten der jüngsten Generation sind geliefert und haben ihren Probelauf "spielend" durchlaufen. Wüstenberg ist zuversichtlich, dass bis zur offiziellen Eröffnung alle Restarbeiten erledigt sind und alles an seinem Platz steht, damit die ersten Gäste kommen können.
Die Gestaltung des Ambientes der neuen Spielstätte, der ersten in Weilrod, hat die heimische Künstlerin Siggi Pehr übernommen. Rot, Grau und Schwarz sind die Grundfarben. Ein großer Teil des alten Fachwerks der früheren Discothek wurde erhalten und kontrastiert mit moderner Wand- und Deckengestaltung sowie Lichttechnik. Pehr hat außerdem das Marketing für die Mappesmühle übernommen und wird demnächst auf der Empore über dem Spielsalon Wechselausstellungen mit internationalen Künstlern veranstalten.
Zum Konzept der Mappesmühle zählen von kommendem Frühjahr an auch die Vermietung von E-Bikes sowie geführte Touren mit Segways für Ausflüge auf dem Weiltalweg und in die nähere Umgebung. Basis dafür soll der frühere Heuboden sein. Den Strom für die Elektrofahrzeuge liefert die eigene Photovoltaikanlage.
Der Gemündener Softwareentwickler Wüstenberg und Pehr hoffen, durch die Kombination aus Unterhaltung, Sport und Kunst den Tourismus in und um Weilrod fördern und ein Stück weit neu definieren zu können.
Wüstenberg hat zwei Spielstättenkonzessionen erworben. Heißt: Es wird zwei räumlich voneinander getrennte Räume mit jeweils zwölf Automaten mit jeweils rund 30 verschiedenen Spielmöglichkeiten geben. Die räumliche Trennung ist vom Gesetz ebenso vorgeschrieben wie die Mindeststellfläche von zwölf Quadratmetern pro Gerät.
Dem Schutz der Spieler dienen auch gesetzliche Vorgaben, wonach ein Spieler pro Stunde maximal 80 Euro verspielen kann. Danach schaltet das Gerät erst einmal ab. Genau geregelt sind auch die Geldflüsse. Eingeworfenes Spielgeld muss im Automat erst zeitaufwendig umgebucht werden, bevor es verspielt werden kann, dasselbe gilt für die Auszahlung gewonnener Münzen.
Gewinn "gedeckelt"
Geschützt wird jedoch nicht nur der Gast, sondern auch der Betreiber. Die maximale Gewinnsumme ist ebenfalls "gedeckelt", auf 500 Euro. "Das sind alles Dinge, auf die der Betreiber einer Spielstätte keinen Einfluss hat, die Geräte werden vom Hersteller nach den gesetzlichen Vorschriften programmiert und verplombt, da kann man nichts dran drehen", betont Wüstenberg, dass in seinem Casino die höchstmögliche Spielersicherheit garantiert ist und alle baurechtlichen Vorgaben eingehalten werden.
Zunächst wird das Casino rund um die Uhr geöffnet sein: "Das könnte sich bereits im kommenden Jahr ändern, möglicherweise werden dann gesetzliche Sperrzeiten verfügt", sagte Wüstenberg.
Das Casino wird vorerst mit drei Vollzeit- und drei Teilzeitkräften geführt. Bei Bedarf kann Wüstenberg auf Aushilfen zurückgreifen. Alkohol gibt es im Casino nicht, ebenfalls eine gesetzliche Vorgabe. Klar sei auch, dass die Gäste mindestens 18 Jahre alt sein müssen.



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