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Frauen außer Rand und Band
Die Hundstädterinnen verstehen was vom Feiern. Das war unübersehbar. Bei der Weiberfastnacht brodelte der Saal im Dorfgemeinschaftshaus.
Von Dorit Lohrmann
Hundstadt. ![]()
"Eigentlich sind wir ein Traktorverein", feixte Katja Knorz. Vor wenigen Jahren erst hatte sie gemeinsam mit anderen Frauen der "Heckeschlepper" beschlossen, eine Weiberfastnacht ins Leben zu rufen. Am Donnerstag war’s das vierte Mal, und der Erfolg konnte sich sehen lassen. Im Saal tobte der Bär. Das heißt, die Gestalten, die da zu den Rhythmen von Hundstadts Vereinsmusiker Bernd Schütz stampften, klatschten und sangen, waren Clowns und Teufel, Burgfräuleins und Cowgirls, Sträflinge, Tiergestalten und allerhand andere lustige Gesellen.
"Die Frauen lassen es sich heute gut gehen – die Männer müssen arbeiten", erklärte Katja Knorz gleich zu Beginn des bunten Abends. Und wie sah der Arbeitseinsatz der Herrschaften aus? Klar, sie saßen an der Kasse und verkauften Eintrittskarten. Sie zapften auch Getränke für die Weiberschar. Aber den eigentlichen Applaus verdienten sich die Männer mit bühnenreifen Auftritten. Aus Brandoberndorf waren sie gekommen, aus Hirschhausen und aus Freienfels und präsentierten Showeinlagen, welche die Weiberschar mit begeistertem Beifall und lautem Gejohle quittierte. Schon der Auftakt sorgte für Verzückung, als die männlichen Angehörigen der Heckeschlepper in pinkfarbenen Bauschröckchen das "Schwanensee"-Ballett mimten. "Dabei haben die Jungs bloß zwei Mal geprobt", hieß es. Zum Höhepunkt erklomm das Hundstädter Männerballett "Green Boys" die Bühne.



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