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Projekt Rodelbahn wiederbelebt
Ausschuss will Planung vorantreiben
Ein kleiner Schritt in Richtung Sommerrodelbahn und Bike-Park am Feldberg ist getan. Einstimmig sprach sich am Donnerstag der Schmittener Tourismusausschuss dafür aus, einen B-Plan aufzustellen.
Von Nadine Klein
Schmitten. ![]()
Vom Feldberg per Alpine-Coaster ins Tal rauschen – das würde sicher vielen gefallen. Der Alpine-Coaster fährt auf Rohren oberhalb der Erde, was ihn von anderen Systemen unterscheidet, bei denen eine Rinne in den Boden eingelassen wird. Foto: Wiegand GmbH Schon viele Jahre wird immer wieder über eine Sommerrodelbahn am Feldberg gesprochen, Konzepte wurden erarbeitet, eine Machbarkeitsstudie erstellt. Doch getan hat sich bisher nichts. Das könnte sich nun ändern. Der Tourismusausschuss der Gemeinde Schmitten hat sich am Donnerstag einstimmig dafür ausgesprochen, die Planungen für ein Gesamtkonzept Sommerrodelbahn/Bike-Park voranzutreiben. Der Gemeindevorstand soll damit beauftragt werden. Ziel ist es, einen Bebauungsplan aufzustellen. Dass das nicht irgendwann, sondern möglichst zeitnah passieren soll, zeigt sich daran, dass im Haushalt für das kommende Jahr 30 000 Euro für die B-Plan-Aufstellung zur Verfügung stehen sollen.
Bereits vor der Ausschusssitzung hatte eine Ortsbegehung mit Vertretern von Forst und Umweltbehörde, dem Tourismus- und Kulturverein (TKV) Schmitten sowie möglichen Investoren stattgefunden. Letztere sind keine Unbekannten: Sowohl Feldberghof-Wirt Peter Stürtz als auch die Wiegand GmbH aus Rasdorf hatten schon Interesse an dem Projekt bekundet. Nach wie vor wird an eine Realisierung auf der Nordbahn, also der früheren Skipiste, gedacht. "Der Limes wird nicht tangiert", erläuterte Stürtz im TZ-Gespräch. Er verlaufe etwa auf halber Höhe der Strecke. Entweder werde die Bahn unterhalb oder aber oberhalb gebaut. Sie könnte dann eine Länge von rund einem Kilometer haben.
Gedacht sei an einen Alpine-Coaster. "Das ist das, was man heutzutage baut", sagte Stürtz. Dieses System bietet etwa bei Regen gegenüber einer Bahn, die in einer Rinne im Boden verläuft, Vorteile. Beim Alpine-Coaster (Foto) fahren die Schlitten auf Rohren oberhalb der Erde. Die Firma Wiegand sei sehr erfahren, sie habe etwa die Bahn auf der Wasserkuppe gebaut. Näher wollte er nicht auf das Projekt eingehen. "Es war nun erst einmal ein erstes großes Gespräch, um die Sache wieder zum Laufen zu bringen", sagte er.
Bike-Park parallel zur Bahn
So sah es auch Ausschussvorsitzender Denis Knappich (CDU). Die Gemeinde müsse jetzt das Projekt als Planungsträger angehen, sagte er am Rande der Sitzung. "Bei dem Ortstermin ging es auch darum zu sehen, was ein Investor hier realisieren könnte, was für ihn wichtig ist." Eine Mountainbiker-Strecke sei parallel zur Sommerrodelbahn angedacht. Einen interessierten Investor dafür gibt es noch nicht.
Neben einer großen Downhill-Strecke müsse es auch weitere Trails geben, sagte der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, Tilman Kluge. Derzeit gebe es illegale Trails, die auch durch Rotwildeinstandsgebiet verlaufen. Ziel ist es, die Biker auf einer ausgewiesenen Strecke zu bündeln. Kluge ist zuversichtlich, dass sich ein Bike-Park an der Nordbahn umsetzen lässt. Ein Vorteil sei, dass dort "kein Wald abgehackt werden muss".
TKV-Geschäftsführer Gerhard Heere zeigte sich ebenfalls zuversichtlich, dass die Sache nun vorangeht. "Ich bin guten Mutes", sagte er gestern. Und auch der Taunus Touristik Service sieht es positiv, dass Schmitten das Projekt wieder angeht, wie Nadine Schnitzer mitteilte.



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