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Der Schlüssel zur Lernwelt
Neue Campus-Gebäude der Feldbergschule offiziell eingeweiht
Mit den beiden neuen Gebäude der Feldbergschule an der Karl-Hermann-Flach-Straße ist ein Anfang gemacht. Schulleiter Selesnew hofft weiter auf eine Gesamtlösung, sprich, dass in absehbarer Zeit die gesamte Einrichtung dorthin zieht.
Von David Schahinian
Oberursel. ![]()
Architekt Andreas Janouschkowetz (rechts) überreichte Schulleiter Peter Selesnew (Mitte) und Dr. Wolfgang Müsse den Schlüssel. Fotos: Reichwein"Wir haben den Termin der Eröffnung bewusst auf den heutigen Tag gelegt", erklärte Peter Selesnew, Schulleiter der Feldbergschule (FSO), gestern bei der feierlichen Eröffnung der beiden neuen Campusgebäude im Gewerbegebiet "Drei Hasen". Schließlich begann direkt danach ein Berufsinformationstag für kaufmännische Ausbildungsberufe, in dessen Verlauf sich Schüler der umliegenden Bildungseinrichtungen bei Vertretern der Wirtschaft über Chancen und Anforderungen moderner Berufsbilder informieren konnten. Die Arbeitswelt wandele sich immer stärker, was auch veränderte Strukturen in den Schulen erfordere, ergänzte der Schulleiter vor 150 Gästen.
Die Freude und Erleichterung war Selesnew bei der Schlüsselübergabe durch Andreas Janouschkowetz vom Darmstädter Architekten- und Ingenieurbüro Loewer & Partner anzumerken. Schließlich hat mit den Neubauten, die bereits im Dezember bezogen wurden, auch die Pendelei zwischen der Feldbergschule und dem Ausweichquartier in Bad Homburg ein Ende. "Gleichzeitig ist es ein starkes und lautes Signal zum Aufbruch, dass es in absehbarer Zeit eine Gesamtlösung geben wird und muss."
Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) zeigte sich unterdessen etwas zurückhaltender, hält ein "Hineinwachsen in ein berufliches Campusmodell" gleichwohl für erstrebenswert. "In Zeiten knapper Kassen ist das nicht so einfach, aber wir haben zumindest diese konkrete Utopie." Auch Günter Donath vom Staatlichen Schulamt stellte heraus, dass eine "Besinnung auf das Mögliche" geboten sei, wenngleich "Wünsche die besten Brückenbauer" wären. Viel hat sich getan seit jenem 7. Juli 1850, an dem der Vorläufer der Berufsschule im Saal des Oberurseler Brauhauses gegründet wurde. Heute, 162 Jahre später, öffne sich die Schule Selesnew zufolge immer stärker dem beruflichen Umfeld. "Das ganzheitliche Lernen, wie es in Betrieben üblich ist, wird betont." So würden die neuen Räume flexible Lernlandschaften bieten, in denen sowohl Gruppen- als auch Partner- oder Einzelarbeiten gleichermaßen gefördert würden.
Hessenweit einmalig
In einem Lernladen können die Berufsschüler beispielsweise Verkaufssituationen simulieren. Das Lernlager der Schuler Form sei sogar hessenweit einmalig, erklärte der Schulleiter. Dort können praktische Elemente der Lagerwirtschaft und Logistik geübt werden. Mit einem Lächeln ergänzte Bürgermeister Hans-Georg Brum, selbst einst Schüler der Feldbergschule: "Nicht auszudenken, was aus uns geworden wäre, wenn wir diese Möglichkeiten auch schon gehabt hätten."
Millionen investiert
Insgesamt betrug das Investitionsvolumen rund 11 Millionen Euro. Der Großteil davon, 8,3 Millionen Euro, stammte aus dem Konjunkturprogramm. Die Finanzspritze sei einer der beiden Glücksfälle bei der Realisierung des Projekts gewesen, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Wolfgang Müsse (FDP), der Landrat Ulrich Krebs (CDU) vertrat. Der zweite Glücksfall: "Das Konzept ist erprobt, die topographischen Voraussetzungen glichen dem Projekt an der Altkönigschule in Kronberg." Dort wird heute Einweihung gefeiert.
Allen Unkenrufen zum Trotz werde die Schulbauinitiative des Hochtaunuskreises fortgeführt, stellte Müsse klar: "Vielleicht etwas langsamer, aber das Ziel werden wir nicht aufgeben."



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