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Geldsegen ermöglicht Baubeginn
Mit 50 000 Euro unterstützt die Rheinberger-Stiftung den neuen Spielraum im Victoriapark – Lob für bürgerliches Engagement
Die Liselott- und Klaus Rheinberger-Stiftung fördert das Projekt "Spielraum Victoriapark" mit 50 000 Euro. Gestern wurde der Scheck übergeben – somit kann im kommenden Jahr das "große Buddeln" beginnen.
Von Alexander Schneider
Kronberg. ![]()
Bislang war es nur ein hehres Ziel mit ungewissem Weg. Seit gestern steht fest: 2012 geht es los, dann werden all die in zahlreichen offenen Diskussionsrunden gesammelten Ideen, mit dem "Spielraum Victoriapark" ein neuartiges, generationsübergreifendes Spiel- und Freizeitkonzept umgesetzt. Was auf Papier schon schmuck wirkt, soll so Realität werden.
Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) nahm gestern an einem für Pressekonferenzen mit erwachsenen Medienvertretern eher ungewöhnlichen Ort – dem Spielplatz im Stadtpark – einen mit 50 000 Euro dotierten Scheck entgegen, überreicht durch den Vorsitzenden der Liselott- und Klaus Rheinberger-Stiftung, Hans Dieter Heeb. Der hatte den großen Scheck zwar zusammengerollt in der Jackentasche, maß den Knitterfalten aber keine Bedeutung bei, "Hauptsache er ist gedeckt!". Heeb sagte, er sei dankbar dafür, dass ihn Bürgermeister Temmen auf das Projekt "Spielraum Victoriapark" angesprochen habe. Dadurch, dass hier Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement im engsten Wortsinn betrieben und gefördert werde, sei der Stiftungszweck erfüllt. Das Ehepaar Rheinberger habe mit der Stiftung ausdrücklich solche Projekte fördern und nicht "einfach Geld geben" wollen, sagte Heeb. Er sei auch persönlich froh, dass mit dem Geld ein Grundstock für das auf 180 000 Euro Kosten geschätzte Projekt gelegt werden kann.
Steine gegen Spende
Auch Temmen zeigte sich erleichtert: "50000 Euro, damit lässt sich einiges anfangen, einfach grandios." Vor allem hofft er, dass die großzügige Zuwendung ("Das ist die Ankerspende") auch andere Spender animiert, das Projekt ihren Möglichkeiten entsprechend zu fördern. Möglicherweise gibt es noch von anderer Seite Geld. Wie Yvonne Richter, Leiterin des Umweltreferats der Stadt, erklärte, hat sich Kronberg an einigen Wettbewerben zu den Themen Stadtentwicklung, Baukultur und Bauen für Kinder beteiligt. Mit etwas Glück gebe es da ordentlich Preisgeld, das in die Finanzierung des Konzeptes einfließen könnte.
Einen Beitrag sollen auch die für 30 Euro angebotenen Pflastersteine leisten. Die mit den Initialen ihrer Spender versehen Steine sollen in den durch den großzügigen Spielpark führenden Wegen verbaut werden.
Bertram Richter – organisatorisch für das Projekt Spielraum Victoriapark verantwortlich – erläuterte Heeb das Konzept, das "Sinnesweg", "Barfußweg" sowie generationsübergreifende Begegnungsmöglichkeiten beinhaltet. Erhalten bleibt unter anderem die Seilbahn, die durch neue Seile und Rollen aber wesentlich leiser werde.
Geplant ist, das Projekt zügig umzusetzen. Zum Auftakt werde es ein großes Aktionswochenende geben, an dem alle Bürger mit anpacken können. Sollte nicht gleich die volle Finanzierungs-Summe zusammenkommen, könne das Projekt auch schrittweise umgesetzt werden, so Richter. Auch Ute Neumann, eine von fünf Müttern, die sich besonders für das Projekt eingesetzt haben, dankte der Stiftung für ihr Engagement. Es unterstütze nicht nur die Spielplatz-Idee, sondern auch den Bürgersinn. "Jetzt freuen wir uns auf das große Buddeln", sagte Neumann.



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