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Heiß begehrte Schatzinsel
Kita im Hammergarten hat eine lange Warteliste – Neues Logo symbolisiert naturpädagogisches Konzept
Nach der Namenstaufe vor ein paar Monaten hat die Kita Schatzinsel seit gestern auch ein Logo und kann ihr Profil abrunden. Dieses scheint generell bei den Oberurseler Eltern ziemlich gut anzukommen, wie sich an der Nachfrage zeigt.
Oberursel. ![]()
Mit neuem Logo schmeckt die Grillwurst doppelt so gut. Kita-Leiterin Monica Lieberth (r.) und die Kinder feiern das neue Symbol zusammen mit dem Ersten Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) und Daniela Neuhäuser (2. v.l.) von der Stadtverwaltung. Foto: jrAn einem langen Stock hält der vierjährige Nico ein Würstchen über die schwarze Feuerschale, in der Holzscheite mit roter Glut vor sich hin glimmen. Das kleine Lagerfeuer ist überhaupt die Attraktion für viele Kinder. Dick vermummt mit Mütze, Winterjacke und Thermohose stehen sie um den einzigen warmen Ort hier auf dem Spielgelände herum, während andere mit Bobbycars herumsausen oder trotz der Eiseskälte im Sandkasten spielen. All das ist allemal interessanter als die neue Errungenschaft der Kita Schatzinsel, die an diesem Tag präsentiert wird.
Diese besteht aus einem großen Schild, auf dem eine fröhliche, in Orange gehaltene Kinderfigur zu sehen ist, die durch ein dickes Fernrohr schaut. Unter ihr befindet sich ein großes grünes Blatt und über dem Ensemble spannt sich ein gelber Bogen. Es handelt sich um das neue Logo der Kindertagesstätte im Hammergarten, mit dem die noch junge Einrichtung im Gewerbegebiet Süd nun auch ein Gesicht hat. Entworfen wurde es von Yvonne Schwehm, einer Kita-Mutter mit Grafik-Design-Kenntnissen. Diese griff in ihrem Werk nicht nur die Farben der orangen, grünen und gelben Gruppe auf, die es in der Kita gibt. Die einzelnen Elemente des Logos symbolisieren auch die naturpädagogische Philosophie der Schatzinsel, erklärt Leiterin Monica Lieberth.
Neben der Enthüllung des neuen Logos gab es gestern auch noch eine nachträgliche Belohnung für die Namensgeberin der Kita, Heidi Merten. Die Idee der Thomas-Cook-Mitarbeiterin war im vergangenen Jahr aus 91 Vorschlägen von Mitarbeitern des Reiseveranstalters und Eltern ausgewählt und dann bei der offiziellen Eröffnungsfeier am 27. August bekanntgegeben worden. In Betrieb ist die 888 Quadratmeter große Kita mit ihrer Grundstücksfläche von rund 5500 Quadratmetern seit Mai vorigen Jahres (die TZ berichtete).
Mittlerweile besuchen 71 Kinder die Schatzinsel, davon 54 die Kita und 17 die Krippe. Betreut werden sie von elf Erzieherinnen, einer Praktikantin sowie zwei Azubis. Für Touristikkonzern Thomas Cook, der das Gelände gegenüber seiner Zentrale zur Verfügung gestellt hatte, steht ein Kontingent von 30 Plätzen zur Verfügung. "Diese werden auch rege genutzt, das Kontingent ist aber noch nicht ausgeschöpft", sagt Rathaussprecherin Nina Kuhn.
Garten und Feuer
Neben Thomas Cook gibt es zwei weitere Firmen aus dem Gewerbegebiet am Zimmersmühlenweg, die die Kita subventionieren und sich damit Plätze sichern können, darunter die Firma Outotec. Sie bezuschusst vier Plätze.
Insgesamt ist die Kita für 96 Kinder ausgelegt. Darunter befinden sich drei Krippegruppen mit jeweils zehn Plätzen sowie drei altersgemischte Gruppen à 20 Plätzen nebst jeweils zwei Plätzen für Kinder ab zwei Jahren. "Das Angebot wird von den Oberurseler Familien sehr gut angenommen, es gibt eine lange Warteliste", sagt Kuhn.
Die Kinder selbst können sich schon mal auf das nächste Frühjahr freuen. Denn dann können sie Rosmarin, Thymian, Salbei und andere Kräuter sowie auch Gemüse in eigenen Beeten auf dem im Moment noch nackten Außengelände anlegen. Einige Pflanzen haben die Kleinen in abgeschnittenen Milchtüten ausgesät, die zuvor mit Erde gefüllt wurden. Derzeit stehen sie noch im Warmen auf einem Holzregal im Gebäude.
Überhaupt dürfte es für die Mädchen und Jungen ein spannendes Jahr werden, lauten die Schwerpunkte der Kita doch "Gartenbau und Kräuter" sowie "Feuer machen und kochen". Um Letzteres mit Leben zu füllen, steht in den kommenden Monaten eine weitere Neuerung ins Haus, die bei den Kindern wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit erregen dürfte als ein künstlerisch wertvolles Logo. Es handelt sich um eine feste Feuerstelle, die die jetzige mobile Feuerschale ersetzen soll. ks



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