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Stadt plant 580 neue Wohnungen
Sowohl das Vickers-Areal als auch der innerstädtische Klinik-Standort sollen bebaut werden
Als wichtigstes Projekt dieser Wahlperiode bezeichnet OB Korwisi den Bau neuer Wohnungen. Allerdings besteht noch Gesprächsbedarf mit dem Kreis.
Von Marc Kolbe
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Das Vickers-Baugelände (Archivbild) Bad Homburg. Nicht kleckern, klotzen – so könnte man das Motto der jüngsten Pläne des Magistrats umschreiben. Es geht um Wohnraum, eines der drängendsten Themen in der Kurstadt. Die Stadt hat gestern die Planungen für die innerstädtischen Areale auf dem ehemaligen Vickers-Grundstück und dem bisherigen Klinik-Standort vorgestellt. Rund neue 580 Wohneinheiten sollen dort in den kommenden Jahren entstehen. "Damit lösen wir eines unserer Versprechen ein", so Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne).
Im Magistrat wurden jetzt die Aufstellungsbeschlüsse für die entsprechenden B-Pläne verabschiedet. "Wir wollen eine verdichtete Wohnbebauung", erklärte Korwisi. Auf dem 2,5 Hektar großen Vickers-Gelände sollen 250 bis 300 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen.
Grundstücke tauschen
Gerne würde Korwisi auch die alte Turnhalle der Humboldtschule (HUS) in das Baugebiet integrieren – die aber ist in Besitz des Kreises. "Die Halle ist 45 Jahre alt und müsste ohnehin von Grund auf saniert werden", so der OB. Als neuen Standort für die Halle, aber auch für eine mögliche Erweiterung der HUS schlägt er den im städtischen Besitz befindlichen Standort der Kerschensteiner-Schule vor. Ein Grundstückstausch wäre denkbar – auch wenn das Kerschensteiner-Areal mit seinen rund 8000 Quadratmetern mehr als doppelt so groß ist wie das Hallen-Gelände. Korwisi: "Da würden wir eine Lösung finden." Zumal sich die Stadt auch finanziell am Bau einer neuen Halle zur Hälfte beteiligen würde.
Auf dem 3,2 Hektar großen Klinik-Areal an der Urseler Straße könnten nach Vorstellungen des Magistrats rund 280 Wohneinheiten entstehen. Eine Blockrandbebauung an der Urseler Straße könnte als Lärmschutz für dahinter liegende Mehrfamilien- und Einzelhäuser dienen. Allerdings hat die Stadt auf diesem Gelände "nur" Planungsrecht. Der Abriss der alten Klinikbauten inklusive der angrenzenden Wohnblöcke sowie der Verkauf des Areals an einen Investor sind Sache des Kreises.
Kreis ist irritiert
Diese Überlegungen, so Korwisi, habe er dem Kreis bereits im Frühjahr vergangenen Jahres mitgeteilt, bislang aber keine abschließende Reaktion darauf erhalten. "Wir wollen bis zum Auszug der Kliniken im kommenden Jahr Planungsrecht haben", erklärte der OB, warum die Stadt jetzt aufs Tempo drücke. Vonseiten des Kreises wurden Gespräche auf Fachebene bestätigt. Dennoch ist Landrat Ulrich Krebs (CDU) überrascht, dass der Homburger Magistrat jetzt so vorprescht. "Auch der Kreis will auf dem Krankenhaus-Areal eine Wohnbebauung, aber die Planungen sind noch nicht ausgestaltet", sagte Kreissprecherin Pamela Ruppert auf Nachfrage der TZ. Da besteht offensichtlich noch Klärungsbedarf zwischen der Stadt und dem Kreis . . .
Wenn auf dem Vickers-Areal Wohnungen gebaut werden, muss die Stadt noch rund 3,9 Millionen Euro an den ehemaligen Eigner des Grundstücks nachbezahlen. 2009 hatte die Stadt einen Kaufpreis von 6,5 Millionen Euro bezahlt – damals jedoch für eine Fläche für Gemeinbedarf. Die CDU hat die Planungen im Magistrat übrigens abgelehnt. Allerdings mit einer irritierenden Begründung: Obwohl sich die Union stets für eine Wohnbebauung des Vickers-Areals ausgesprochen hatte, forderte sie jetzt plötzlich, dort ein neues Kongress-Centrum zu bauen.



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