Mit Sonnenenergie Geldbeutel füllen

Niederdorfelder Bürgermeisterkandidat Daniel Christ informiert über Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Dach

Mit Sonnenenergie auf dem eigenen Dach Strom erzeugen und Geld verdienen. Dass dies möglich ist, ließ der parteiunabhängige Bürgermeisterkandidat Daniel Christ von Fachleuten erklären.

Von Jürgen W. Niehoff

Niederdorfelden. Rat vom Fachmann. Bürgermeisterkandidat Daniel Christ erklärt, wie im Brandfall mit Photovoltaikanlagen umzugehen ist. Foto: NiehoffNach dem verheerenden Reaktorunglück in Japan im Frühjahr und dem anschließenden Beschluss zum Atomausstieg in Deutschland suchen nach Ansicht des parteiunabhängigen Bürgermeisterkandidaten Daniel Christ immer mehr Menschen nach dem Ausbau alternativer Energiequellen.

Förderung vom Staat

Da beispielsweise die Sonne rund 5000 Mal mehr Energie auf die Erde abstrahlt, als deren Bewohner derzeit verbrauchen würden, sei sie eine ideale Quelle zur Gewinnung neuer Energien. Dafür biete sich die Photovoltaik an. Denn auf den Dächern der meisten Häuser sei ausreichend Platz, um sich eine derartige Anlage installieren zu lassen. Wie dies vom Staat gefördert würde, das erklärte der Steuerfachmann Bruno Bauscher. Insgesamt sei eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach oder auf dem Dach eines Nachbarn eine lohnende Angelegenheit. Denn aufgrund des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) sei eine derartige Anlage eine gut kalkulierbare Kapitalanlage, weil sie vom Staat aufgrund der garantierten Strom-Einspeisevergütung 20 Jahre lang abgesichert ist. Dabei spielt es nach Auskunft Bauschers keine Rolle, ob der Inhaber einer Photovoltaikanlage sich als künftiger Klein-Unternehmer beim Finanzamt anmelde oder ganz einfach die Einspeisevergütungen vom zuständigen Energieträger nur in seiner jährlichen Einkommensteuererklärung vermerke.

Eine zweite Möglichkeit, den auf dem Dach erzeugten Sonnenstrom gleich selber zu verbrauchen und auch dafür noch Geld vom Finanzamt zu kassieren, ende dagegen mit Ablauf dieses Jahres. Dies war dem Staat dann doch zu viel der Förderung, so Bauscher. Anschließend ging dann der Diplom-Ingenieur Andreas Vogt auf technische Einzelheiten ein. Ausführlich beantwortete er auch Fragen der rund 50 Zuhörer nach Preisen, Wartung und der Lebensdauer von Photovoltaikanlagen. Da Bürgermeisterkandidat Christ auch Gemeindebrandinspektor ist, kam das Thema fast wie von selbst auf Brandschutzfragen bei dem Betrieb dieser Anlagen. Jetzt war Christ Fachmann und konnte deshalb die Fragen selber beantworten.

Sicherer Umgang

Sicherlich sei eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eine neue Gefahrenquelle für die Feuerwehr, denn schließlich handele es sich um eine Elektroanlage, die in nicht unerheblichen Umfange Strom erzeuge. Hierzu liefen derzeit noch Untersuchungen, wie am besten und am sichersten mit dieser Gefahr umzugehen sei. "Trotz allem können Sie aber sicher sein, dass wir ihr Haus nicht ganz abbrennen lassen, nur weil Sie eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach haben", beruhigte Christ am Ende die Zuhörer, die zwei Stunden genutzt hatten, sich intensiv mit der Materie zu beschäftigen und Auskünfte über die Installation von Solaranlagen einzuholen.

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