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Schultheiß gibt Gas auf der Datenschiene
Nidderau. Weil nicht alle Ortsteile über einen schnellen Internetzugang verfügen, will der Magistrat die Initiative des Landrats, mit einer kreiseigenen Firma die Breitbandversorgung vorantreiben zu wollen, unterstützen. Dies sollte der der Stadtverordnetenversammlung auf ihrer jüngsten Sitzung ohne weitere Diskussionen zur Kenntnis gebracht werden.
Doch dagegen regte sich Widerstand ganz besonders in den Reihen der CDU-Fraktion. Denn aus dem Stadtteil Eichen, in dem erst kürzlich in der Ortsbeiratssitzung darüber beraten worden war, waren interessierte Bürger nur wegen dieses Tagesordnungspunktes in die Stadtverordnetenversammlung gekommen. Deshalb erläuterte Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) die geplante Aktion zum flächendeckenden Ausbau der Breitbandverkabelung im Main-Kinzig-Kreisgebiet näher.
Danach sollen alle Städte und Gemeinden des Kreises der Initiative von Landrat Erich Pipa (SPD) beitreten, durch die bis 2015 eigenverantwortlich ein flächendeckendes Breitbandsystems vorangetrieben werden soll. Der Landrat hatte erst kürzlich eine Studie zum Ausbau des lückenhaften Breitbandnetzes anfertigen lassen.
Auf Grund dieser Studie beabsichtigt der Kreis, einen eigenen Ausbau durchzuführen. Dazu will der Kreis eine Infrastrukturgesellschaft gründen und Bürgschaften zur Absicherung der notwendigen Kredite – die Rede ist von 58 Millionen Euro – beim Land beantragen. Da es sich nach Angaben Pipas um ein sehr umfangreiches Projekt handelt, bei denen rund 1700 Glasfaser-Kabelverzweiger der Telekom eingebunden werden müssen,bedarf es der politischen und organisatorischen Unterstützung durch alle Städte und Gemeinden.
Die Kommunen müssen dafür zwar kein Geld in die Hand nehmen, aber Grundstücke für Verteilerkästen und die Mitarbeit der Verwaltung zur Verfügung stellen. Für Schultheiß stellt sich die flächendecke Versorgung als Angelegenheit der Daseinsvorsorge dar. Und da laut Auskunft des Landes Nidderau derzeit keine andere Möglichkeit habe, eine Verbesserung der Infrastruktur aus eigener Kraft herbeizuführen, sehe er den zukunftsorientierten Ausbau von hochbitratigen Netzen nur im größeren Verbund von Kommunen. Deshalb seien die Landkreise gefragt.
Die Initiative Pipas greife genau diesen Wunsch vieler Gemeinden und Bürger auf. Und da das Vorhaben sich zudem für die Stadt zunächst als kostenneutral darstelle, werde die Stadt die Initiative des Landrates unterstützen. Dies nahmen schließlich alle Fraktionen geschlossen zur Kenntnis.jwn



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