Von Gier, dem Euro und fünf Morden

Autor Markus A. Will liest bei Bad Vilbeler Rotariern aus seinem Finanz-Thriller „Der Schwur von Piräus“

Aus dem "Schwur von Piräus", seinem Buch über die Schuldenkrise, las Markus A. Will in Bad Vilbel. Die Rotarier erlebten einen Finanz-Thriller.

Von Christine Fauerbach

Bad Vilbel. Will erfüllte zahlreiche Signierwünsche, unter anderem für Besucherin Marlies Rohnfelder. Foto: Christine Fauerbach Ein Buch zu schreiben, das sich mit der Finanzkrise beschäftigt, sei angesichts sich überschlagender Ereignisse an den Finanzmärkten ein Wagnis. Der promovierte Volkswirt Will ist dieses Risiko eingegangen. Er las beim Rotary Club Bad Vilbel aus seinem zweiten Finanz-Thriller "Der Schwur von Piräus" vor.

Böse Politiker

Das Buch ist die Fortsetzung seines erfolgreichen Erstlingswerkes "Bad Banker", dem Rolf Breuer, Ex-Chef der Deutschen Bank, bescheinigte: "Es wird so geschildert, wie es sich abgespielt hat." Waren in ersten Krimi Banker die Schurken, sind dieses Mal die Politiker die Bösen, weil sie nicht die geeigneten Maßnahmen finden, um die Dynamik der Schuldenkrise zu beenden.

Den Bankern zur Seite stellte Will, der mit seiner Familie von 1991 bis 1995 im alten Ortskern von Dortelweil wohnte, die Edelprostituierten Diana und Camilla, von denen eine sich als eiskalte Mörderin entpuppt. Mächtige Männer, teuflische Spione und bildschöne Frauen spielen vor dem Hintergrund der aktuellen Eurokrise, der faktischen Pleite Griechenlands und dem Fall des mächtigen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn ihr Spiel.

Der Autor hat Fakten aus den Finanzmärkten mit Sex and Crime und einem Rosamunde Pilcher-Effekt zu einer spannenden Story in einer Welt der Gier verwoben.

In "Der Schwur von Piräus" passieren fünf Morde. Will stellt die neue, von einer Viererbande ausgearbeitete Weltwährung "Ixe" vor. Bei dem Quartett handelt es sich um ehemalige Studenten des Schweizer Bankers Dr. Carl Bensin, den und dessen Frau, die Chefredakteurin Carla Bell, die Leser bereits aus "Bad Banker" kennen. Bei der Viererbande handelt es sich um den Griechen Dr. Konstantin Diospolos ("Dispo"), die Ostberlinerin Dr. Ellen Klausen alias "Miss Money", den Amerikaner Dave Wagner, der wegen seiner Größe "Goliath" genannt wird, und die Dänin Annafried Olson, denen Kommilitonen den Namen "Friedhof" verpassten.

Komplexe Sachverhalte und Zu-sammenhänge der Euro-Krise erklärt Will, der 1992 über die "Deutsche Währungsunion" promovierte, für Laien verständlich.

Dritter Band geplant

Spannend und informativ schildert Will in "Der Schwur von Piräus" den Währungskrieg zwischen Europa, Amerika und China sowie die Abgründe, in denen die Akteure der globalen Finanzwelt zu versinken drohen. Für den dritten Band seiner Krimi-Trilogie, der 2013 erscheinen soll und sich nach Banken und Währung mit dem globalen Verteilungskampf um Rohstoffe beschäftigt, sucht der Autor aus der Schweiz noch einen deutschen Verlag.

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