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Wo Familien immer willkommen sind
Stadt hat in Kooperation mit dem Evangelischen Regionalverband ein neues Zentrum eröffnet
Viele Eltern und Kinder waren gestern bei der Eröffnung dabei. Foto: Weis
Von Andreas Flender
Das erste evangelische Kinder- und Familienzentrum Frankfurts wurde gestern in Goldstein eröffnet. Neben einer Kita und einer Krabbelstube finden dort auch Eltern eine Beratungs- und Bildungsstätte.
Goldstein. Die Eröffnung des evangelischen Kinder- und Familienzentrums an der Schwarzbachmühle verlief so, wie es dort auch künftig zugehen soll: Eltern und Kinder fanden sich gleichermaßen zahlreich in dem Gebäude ein, das der Frankfurter Star-Architekt Albert Speer konzipiert hat. Und ganz offensichtlich fühlten sich alle sehr wohl in dem schmucken Haus mit dem großen Garten. Beste Voraussetzungen, dass es tatsächlich zum «neuen Mittelpunkt im Stadtteil» wird, wie es sich Pfarrer Michael Frase, Leiter des Diakonischen Werkes, wünscht. «Ein Ort der Begegnung für Groß und Klein.»
Mit 3,2 Millionen Euro hat die Stadt den Neubau auf der ehemaligen grünen Wiese finanziert und trägt auch die Betreuungskosten. Zudem wird die Spiel- und Lernstube am Kiesberg, die in das Gebäude gezogen ist, für 125 000 Euro umgebaut und neu möbliert. Dort sollen Beratungsräume und ein Elterncafé entstehen, wie Bildungsdezernentin Jutta Ebeling (Grüne) bei der Eröffnung erläuterte.
Erste Krabbelstube
Das Zentrum ist gleich in mehrerer Hinsicht ein Novum, denn zum einen beherbergt es mit 22 Plätzen die erste Krabbelstube in Goldstein für den Nachwuchs ab vier Monaten. Gleichzeitig gibt es neben der Kindertagsstätte, in der 42 Mädchen und Jungen in zwei Gruppen betreut werden, viele Angebote für die Mütter und Väter. In Kooperation mit der Evangelischen Familienbildung wird eine Koordinierungsstelle für Elternarbeit eingerichtet und ebenfalls städtisch finanziert.
«Nur unter Einbeziehung der Familie ist eine Förderung des Kindes nachhaltig möglich», betonte Kurt-Helmuth Eimuth, Abteilungsleiter Kindertagesstätten des Diakonischen Werkes. Der Leiter der Evangelischen Familienbildung, Clemens Niekrawitz, erklärte derweil: «Über die Arbeit mit Eltern der Kita-Kinder hinaus werden wir deshalb ein Netzwerk für Familien im gesamten Stadtteil aufbauen. Mit Begegnungs-, Bildungs- und Beratungsangeboten unterstützen wir die Eltern bereits von der Geburtsvorbereitung an bis in das Schulalter der Kinder hinein ganzheitlich und durchgängig.» Für alle Fragen sei das Zentrum offen.
In dem Zusammenhang erinnerte Pfarrerin Esther Gebhardt, Vorsitzende des Vorstandes des Evangelischen Regionalverbandes, dessen Diakonisches Werk und die Familienbildung hier zusammen arbeiten, an das afrikanische Sprichwort: «Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf.» Genau das spiegele sich in dem Zentrum wider. «Wir wollen dafür sorgen, dass Kinder optimistisch in eine sicher nicht leichte Welt hinausgehen.» Allen wirtschaftlichen und ökologischen Problemen zum Trotz.
Nach der offiziellen Einweihung kann nun das neue Zentrum während des hessenweiten Tages der Architektur besichtigt werden. Das Architekturbüro AS & P – Albert Speer & Partner GmbH organisiert dazu heute, 26. Juni, um 14 und 16 Uhr, sowie morgen, 27. Juni, um 10 und 14 Uhr Führungen.
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