Klicken Sie aufs Bild, um über eine Karte zu Meldungen Ihrer Region zu gelangen.
Die ersten bitteren Wahrheiten 1 Kommentare
Eintracht-Coach Michael Skibbe. Foto: dpa
Von Peppi Schmitt
Frankfurt. Michael Skibbe wird am Sonntag zum ersten Mal die Qual der Wahl haben. Nachdem Ioannis Amanatidis und Ümit Korkmaz nach kurzen Trainingspausen wegen kleinerer Verletzungen gestern auf den Platz zurückgekehrt sind, muss der Trainer der Frankfurter Eintracht vor dem Spiel gegen den FC Chelsea am Sonntag (16.30 Uhr) die ersten bitteren Wahrheiten aussprechen. Von den 24 einsatzfähigen Spielern werden voraussichtlich nur achtzehn gegen den englischen Fußball-Meister im Aufgebot stehen. Die Zusammenstellung sei ein Fingerzeig auf die aktuelle Verfassung der Spieler, sagt Skibbe, «aber noch nicht auf den Saisonstart in drei Wochen.»
In jedem Fall will der Frankfurter Trainer Ioannis Amanatidis zumindest für eine Halbzeit die Chance geben, die Gesundheit und die Form gegen einen starken Gegner zu überprüfen. «Er kann zeigen, ob es schon reicht für hohe Ansprüche», sagt Michael Skibbe. Bisher habe Amanatidis einen guten Eindruck hinterlassen, auch die jüngsten Adduktorenprobleme scheinen überwunden. Allerdings muss der griechische Nationalspieler wie die Kollegen vor dem spielerischen Härtetest noch einen konditionellen bestehen. Für heute Vormittag hat Michael Skibbe eine verschärfte Laufeinheit angekündigt. Erst danach soll die Trainingsarbeit im Hinblick auf das Spiel am Sonntag gedrosselt werden.
Der Konkurrenzkampf bei der Eintracht geht jedenfalls in seine entscheidende Phase. Fast überall gibt es direkte Duelle um einzelne Positionen, ihrer Plätze ganz sicher sein können sich derzeit wohl nur Patrick Ochs, Pirmin Schwegler und wegen der Ausfälle von Chris und Vasoski auch die Innenverteidiger Maik Franz und Marco Russ. Neben der Besetzung der Offensivpositionen in Mittelfeld und Sturm wird besonders interessant sein, für wen sich der Eintracht-Trainer auf der linken Abwehrseite entscheidet. Benjamin Köhler scheint noch die Nase vorn zu haben vor Millionen-Einkauf Georgios Tzavellas. Der Grieche holt allerdings auf, «kommt immer besser zurecht», wie Michael Skibbe sagt.
Lesen Sie auch
Benny Köhler sieht dies gelassen, würde sowieso lieber im linken Mittelfeld spielen. «Aber wenn der Trainer meint, ich werde hinten gebraucht, stelle ich mich natürlich in den Dienst der Mannschaft», sagt Köhler, mittlerweile auch schon sechs Jahre bei der Eintracht. Die Spielweise in Abwehr und Mittelfeld sei «völlig verschieden» sagt Köhler. Die Zweikämpfe in der Defensive seien schwerer zu führen, «weil ein Fehler viel schneller zu einem Gegentor führen kann.»
Die Wege zum Tor seien weiter und deshalb die Entscheidung, sich ganz nach vorne einzuschalten «schwieriger». Egal wo auch immer er aufgeboten wird, Ecken und Freistöße will Benjamin Köhler weiter ausführen. Zwar müsse er zum Eckball als Verteidiger quer übers ganze Spielfeld laufen, «aber dann werde ich ja hinten abgesichert». In der letzten Saison hat das Christoph Spycher für ihn gemacht, für die neue Saison muss noch eine «Versicherung» für Köhler gefunden werden.
Mehr zu diesem Thema
- Mehr über die Eintracht im Special
- Der Gegner: Kommt Chelsea mit fast allen Stars?
- Die Mannschaft im Steckbrief
- Der Spielplan 2010/11


Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Immer gratis. Und bequem per E-Mail.
Kennen Sie unsere Webseiten fürs Handy? Alle Inhalte für iPhone und Co. Passend, gut lesbar und kostenlos.



Kommentare
Mathias Pauli schrieb am 30.07.2010 08:22 Uhr
Bennjamin Köhler
Der Köhler soll seine Füße von den Standards lassen. Der trifft von 100 mal 1 mal, das kann jeder Kreisklassenspieler auch. Sollte dies nächste Saison wieder so sein, habe ich wenigstens Zeit, das "stille Örtchen" aufzusuchen, da sowieso nichts passiert. Ich hoffe,
das dies Herr Skibbe auch mal kapiert.