Jetzt darf Kittel spielen

Im Spitzenspiel am nächsten Montag könnte der 19-Jährige auflaufen

Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt hat am Montag die Spielberechtigung für das Talent erhalten.

Frankfurt. Am Sonntag gegen Braunschweig war Sonny Kittel noch zum Zuschauen verdammt. Foto: Rhode Am Sonntag war es Sonny Kittel zum Weinen zumute. Nach mehr als einem drei viertel Jahr hatte sich der jüngste Spieler der Frankfurter Eintracht vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig auf sein Comeback gefreut. Doch ein Organisationsfehler von Lizenzspielerleiter Rainer Falkenhain (wir berichteten) hatte dies verhindert. "Dumm gelaufen", sagte Kittel am Montag und konnte schon wieder lachen.

Der Computer hatte Kittels Einsatz gottlob verhindert und die Eintracht vor einem verhängnisvollen Fehler gerettet. Denn hätte Kittel gespielt, wären die Punkten rückwirkend aberkannt worden. Es war schlicht und einfach vergessen worden, den Namen des 19 Jahre alten Mittelfeldspielers, der in dieser Saison wegen seines Kreuzbandrisses noch nicht gespielt hat, auf die offizielle Spielerliste der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zu setzen. Als die Eintracht den Fehler bemerkte, war es zu spät, an einem Sonntag geht auch bei der DFL nichts.

Die Spielersitzung war längst abgeschlossen gewesen am späten Sonntagmorgen und Kittels Name hatte auf dem Flipchart sogar in der Anfangsaufstellung gestanden. Im linken Mittelfeld sollte er spielen, das hatte Trainer Armin Veh seinem "Nesthäkchen" schon am Freitag unter vier Augen angekündigt.

Am Samstag beim geheimen Abschlusstraining war Kittel dann für Standards eingeteilt worden, am Sonntag saß er bereits mit dem Trikot in der Kabine.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Nicht böse auf Falkenhain

Doch dann blockierte der Computer Kittels Name im offiziellen Spielbericht und schnell war er wieder raus aus dem Team. "So etwas ist mir noch nie vorgekommen", sagte der Trainer und stellte statt Kittel Benjamin Köhler auf. "Ich war natürlich enttäuscht", sagte Kittel. Aber böse sei er Falkenhain deshalb nicht gewesen.

Vermutlich wird Kittel auch keinen finanziellen Nachteil haben, die Siegprämie jedenfalls soll er trotzdem bekommen. Zumal der Trainer nicht wie erlaubt achtzehn, sondern nur siebzehn Spieler im Aufgebot hatte, also keinen anderen Profi für Kittel nachnominiert hatte.


Der "verhinderte Kittel", der am Montag mit den anderen Reservisten im eisigen Stadtwald das Auslaufprogramm absolvierte, fiebert jetzt dem nächsten Spiel entgegen. Am kommenden Montag beim Spitzenspiel in Düsseldorf darf er dabei sein, das Versäumnis mit der Spielberechtigung wurde bereits gestern repariert. Ob Veh ihn in einem so wichtigen Spiel allerdings auch stellen wird, ist ungewiss.

"Ich gebe Gas und hoffe, dass ich beim Training das gelbe Leibchen bekomme", sagte Kittel, der sich im vergangenen April einen Kreuzbandriss zugezogen und sich nun wieder an die Stammelf herangekämpft hat.pes

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FC Augsburg – Hamburger SV
1:0
Hannover 96 – 1. FC Kaiserslautern
2:1
Hertha BSC Berlin – TSG 1899 Hoffenheim
3:1
VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg
3:2
Werder Bremen – FC Schalke 04
2:3
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