Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 25.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Neues Engagement in Bornheim
Der neue FSV-Trainer Benno Möhlmann geht engagiert zur Sache. Die Suche nach neuem Personal indes ist schwierig.
Von Jörg Daniels
Frankfurt. ![]()
Alles im Blick beim FSV: Benno Möhlmann. Foto: Klein Benno Möhlmann kann beides: Seinen Ärger zeigen – und den Spielern des FSV Frankfurt vermitteln, wie sehr er sie schätzt. Dann macht der neue Bornheimer Fußballtrainer einen Schritt auf die Profis zu – wie beim Hallenfußballturnier in Frankfurt, wo er sie nach gelungenen Aktionen abklatschte.
Die waren vor allem in der Gruppenphase in der Mehrzahl. Am Ende belegte der Abstiegskandidat der zweiten Liga dann den vierten Platz. Uwe Stöver, der Geschäftsführer Sport, war nach dem schwierigen Jahr 2011 mit dem Einstieg in das neue Jahr trotzdem zufrieden, wuchs das Team in der Ballsporthalle unter neuer Anleitung doch zusammen.
Dabei kann Möhlmann, der engagiert zur Sache ging, den Seinen durchaus auch zürnen. Das bekam Marc Heitmeier zu spüren, als er einen Ball vertändelte und der Gegenstoß zum Gegentreffer führte. Der Defensivspieler musste sich darauf ein paar laute Worte anhören. Leichtfertiges Spiel duldet Möhlmann nicht.
Stöver hakt Makino ab
Uneffektivität schätzt er ebenfalls nicht. Auch deswegen verloren die Frankfurter am Sonntag ihr erstes Testspiel in diesem Jahr 0:3 gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern. Zwar hatte der FSV mehr Ballbesitz. "Wir haben es jedoch nicht geschafft, schnell genug umzuschalten", sagte Möhlmann. "Daher haben wir uns nicht genügend Torchancen erarbeitet." Aber nicht nur das: Die Möglichkeiten, die der FSV besaß, nutzte der Zweitligist gegen den Regionalligaverein nicht. Neuzugang Chadli Amri spielte wie Rückkehrer Mike Wunderlich eine Halbzeit. Auch die beiden Torhüter Patric Klandt und Michael Langer bekamen je 45 Minuten Einsatzzeit.
Die Suche nach neuem Personal gestaltet sich derweil schwierig. Die Verpflichtung von Tomoaki Makino hakte Stöver am Sonntag ab. Voraussichtlich leiht der 1. FC Köln den japanischen Verteidiger in dessen Heimat aus – wohl aus finanziellen Gründen.
"Unabhängig davon sind wir auch mit anderen Spielern in Kontakt gewesen", so Stöver. Nach Angreifer Michael Thurk bekommen die Frankfurter also auch ihren zweiten Wunschspieler nicht. Nervös macht das Stöver aber nicht. Von der Frankfurter Eintracht jedenfalls wird sich kein Spieler den Bornheimern anschließen. Das ergaben Gespräche zwischen Stöver und Bruno Hübner. "Ein Wechsel ist schwer zu realisieren", sagt der Eintracht-Sportdirektor. Auch Stöver schloss Transferaktivitäten zwischen beiden Klubs aus.
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Bei den Spielern, die der FSV abgeben will, tut sich offenbar etwas. So teilte der Berater von Babacar Gueye Stöver mit, dass er sich in aussichtsreichen Gesprächen über einen Wechsel des Offensivspielers befindet. Marc Gallego trainierte unterdessen beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden mit.
Und einen Assistenztrainer wollen die Bornheimer bis spätestens kommenden Freitag gefunden haben. Dann bricht der Drittletzte der zweiten Liga in das Trainingslager nach Mallorca auf. Am liebsten wäre Möhlmann die Mitreise von Sven Kmetsch, mit dem er bereits in Ingolstadt zusammengearbeitet hat.


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