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OFC zum Topspiel nach Sandhausen
Der Offenbacher Mittelfeldspieler Denis Berger stoppt den Ball. Foto: Klein
Bereits der zweite Spieltag der Dritten Liga bringt gleich den ersten großen Hit. Am Samstag um 14 Uhr treffen die Aufstiegsaspiranten SV Sandhausen und Kickers Offenbach aufeinander.
Offenbach. Dieses Spiel überstrahlt alle anderen Partien an diesem Wochenende. Hinsichtlich einer Standortbestimmung winkt OFC-Trainer Wolfgang Wolf jedoch ab: «Nach sechs oder sieben Spieltagen kann man beurteilen, wo man steht. Nicht jetzt.» Ungeachtet dessen spricht der erfahrene Coach vom Duell zweier Spitzenmannschaften auf Augenhöhe, auf das er sich sehr freue.
Die Parallelen sind unverkennbar: Beide Clubs erlebten in der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit einen Absturz, beide haben daraufhin die Hälfte des Kaders ausgetauscht. Die Kickers holten 13 Neue, bei Sandhausen ist der am Mittwoch verpflichtete Roland Benschneider der 14. Neuzugang. Der vom FC Augsburg gekommene 29-jährige Linksverteidiger brachte es in seiner Karriere auf zwölf Erst- (1. FC Köln) und 128-Zweitligabegegnungen, kam allerdings zwischen August 2008 und Ende 2009 wegen einer Kreuzbandverletzung im Knie nicht zum Einsatz. «Noch ein Zwei-Meter-Riese, wir werden nach Sandhausen wohl eine Leiter mitnehmen müssen», scherzte Wolf gestern.
Der OFC-Trainer wirkte locker und entspannt. Und das, obwohl er auf Joel Damahou (Innenbanddehnung im Knie) und eventuell auch auf Nicolas Feldhahn (Muskelverhärtung) verzichten muss. «Joel ist doch da um zu grätschen. Und nicht, um sich abgrätschen zu lassen», kommentierte er lächelnd die Verletzung seines defensiven Mittelfeldspielers im Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken.
Dass sie ihm gar nicht in den Kram passt, versteht sich von selbst. «Ändern will ich die Aufstellung so wenig wie möglich. Und auch unser Spielsystem wollen wir beibehalten.» Möglich ist dennoch, dass von den Routiniers Sead Mehic, Elton da Costa oder Markus Husterer der eine oder andere in der Anfangsformation auftaucht. «Ob es für 90 Minuten reichen würde, weiß ich noch nicht. Auf alle Fälle sind sie schon weiter als vor einer Woche.»
Wolf warnt seine Spieler vor der Kopfballstärke des Gegners. «Die sind mit ihren Standards brandgefährlich, da müssen wir besonders aufpassen», lautet sein Fazit aus der Beobachtung des Sandhausener 4:1-Triumphes in Burghausen. Der Sturm der Kurpfälzer sorgte auch ohne den verletzten Torjäger Regis Dorn (Bänderriss in der Schulter) ständig für Gefahr, gleich zwei Mal traf der vom SC Paderborn geholte Frank Löning. Auch David Ulm, der gemeinsam mit Stefan Zinnow vom Bieberer Berg ins Hardtwaldstadion wechselte, konnte sich unter die Torschützen einreihen.
Ähnlich wie Wolf will auch Sandhausen-Coach Frank Leicht den guten Start nicht überbewerten. ,,Wo wir wirklich stehen, werden wir erst in drei, vier Wochen wissen. Es ist aber auf keinen Fall verkehrt, Spiele gegen die starken Teams schnell hinter sich zu haben. Denn Offenbach hat wie wir eine neue Mannschaft, die sich erst noch richtig finden muss.» löf löf


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