Veh krempelt das Team um

Gegen Braunschweig sitzt Idrissou wohl schon als Joker auf der Bank

Der Trainer der Frankfurter Eintracht nimmt voraussichtlich gleich fünf Veränderungen in der Startelf vor.

Frankfurt. Mohamadou Idrissou hat das erste Training nach seiner Knöcheloperation gut überstanden (Archivbild). Armin Veh scheint eine Sorge weniger zu haben. Mohamadou Idrissou hat das erste Training nach seiner Knöcheloperation vom Mittwoch gut überstanden und konnte auch am Donnerstag das volle Programm mit dem Fußball-Zweitligisten absolvieren. Und so kann der Trainer der Frankfurter Eintracht schon früher mit seinem Stürmerstar rechnen als eigentlich erwartet.

Beim Auftakt am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig, zu dem bereits 35 000 Karten im Vorverkauf abgesetzt wurden, wird Idrissou aller Voraussicht nach bereits auf der Auswechselbank sitzen und den "Joker" geben. "Er hat natürlich lange Zeit nicht komplett trainiert", sagt Veh, "aber so wie er sich beim Training reinhaut, werde ich ihn vielleicht dazunehmen."

Neuer Optimismus

Für alle bei der Eintracht wäre Idrissous Rückkehr eine große Beruhigung. Man könne dann "noch optimistischer" in die Spiele gehen, sagt Sportdirektor Bruno Hübner, "wir haben doch eine richtig gute Mannschaft."

Gemeinsam mit dem Trainer versucht der Sportdirektor, dem vermeintlich aufgekommenen Pessimismus im Umfeld nach dem geplatzten Helmes-Transfer entgegenzuwirken. "Die Untergangsstimmung muss weg", hat Veh in einem Interview drastisch formuliert, "wir liegen drei Punkte hinter dem Spitzenreiter und haben alles selbst in der Hand".

Gegenüber dem letzten Spiel 2011 beim FC St.Pauli, als mit einer 0:2-Niederlage die Tabellenspitze verpasst wurde, wird die Mannschaft aber ein anderes Gesicht haben. Genau die Hälfte der Feldspieler wird wohl ausgewechselt. Und das ist einigermaßen überraschend, hatte die Eintracht doch keine so schlechte erste Halbserie gespielt. Nun gibt es wahrscheinlich gleich fünf Änderungen, zwei in der Abwehr, zwei im Mittelfeld und eine im Angriff. Darunter sind einige unerwartete Personalentscheidungen des Trainers.

Vieles deutet daraufhin, dass das Abwehrzentrum mit Gordon Schildenfeld und Neuzugang Martin Amedick besetzt wird. Bamba Anderson hat sich von einer Knieoperation noch nicht ganz erholt und ist zudem beim Trainingsspielchen am Donnerstag umgeknickt. Der Brasilianer konnte zwar dick bandagiert weitermachen, ist aber trotzdem noch nicht wieder erste Wahl. Den Stammplatz verloren hat offenbar auch Constant Djakpa. Jedenfalls hat der Trainer in dieser Woche in beiden Übungseinheiten Neuzugang Heiko Butscher auf der linken Verteidigerposition bevorzugt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Lehmann ersetzt Schwegler

Im Mittelfeld wird der verletzte Kapitän Pirmin Schwegler von Matthias Lehmann ersetzt. Schwegler sei nach seinem Zehenbruch in der Reha "auf einem guten Weg", sagt Sportchef Hübner, der hofft, dass der Schweizer seinen Vertrag bei der Eintracht verlängern wird. "Ich bin guter Dinge, dass wir das hinkriegen", sagt Hübner.

Sichere Plätze haben in der Mittelreihe nach der Vorbereitung auch Karim Matmour, Sebastian Rode und als Verbindungsglied zum Sturm auch Alexander Meier. Sah es lange Zeit so aus, als würden auf der linken Seite Benjamin Köhler und Ümit Korkmaz um einen Platz kämpfen, hat nun auch Sonny Kittel eine gute Chance zu spielen. Das größte Eintracht-Talent hat sich nach einem Kreuzbandriss wieder herangekämpft.

Hoffer einzige Spitze

Solange Idrissou noch nicht hundertprozentig fit ist, spielt im Angriff Jimmy Hoffer für den verkauften Theofanis Gekas. pes

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