Liebesentzug der Löwen-Fans nach blamabler Leistung

Sehr, sehr leise sind derzeit die Löwen Frankfurt. Kein Wunder nach dem jüngsten Misserfolg in der Eishockey-Oberliga. Für eine entsprechende Geräuschkulisse in Form von Unmutsäußerungen sorgten indes ihre Fans.

Frankfurt. Mussten gegen Hamm eine bittere Niederlage hinnehmen: Die Frankfurter Löwen. Schon während des Spiels gegen die Hammer Eisbären zogen einige ostentativ mit ihren Trommeln in Richtung Gäste-Block, um den Gegner anzufeuern. Nach dem 3:7 (2:1, 1:5, 0:1) gegen die Westfalen – für Frankfurt trafen Ryan Fairbarn, Kevin Thau, Roland Mayr – hatten sie endgültig "die Schnauze voll".

Anstelle des sonst üblichen Rituals, die eigene Mannschaft noch einmal aufs Eis zu bitten, riefen sie die Eisbären zur Ehrenrunde raus. Und feierten die erstmals in der Oberliga-Meisterrunde siegreichen Hammer überschwänglich. Das war mehr als nur Ironie oder Galgenhumor, das war fast schon ein Liebesentzug als Reaktion auf die indiskutable Leistung.

Nur noch 2800 Zuschauer

Gegen den sonstigen "Prügelknaben" Hamm kamen nur noch 2800 Zuschauer. Am Freitag gegen die Königsborner Bulldogs dürfte die Kulisse – nachdem auch die letzte minimale Chance auf das Erreichen der Endrunde verspielt wurde – höchstwahrscheinlich noch mickriger ausfallen.

Die Geldreserven, die durch den bisher hervorragenden Zuschauerzuspruch gebildet wurden, werden so bald verbraucht sein. Zumal in der Runde um die Ränge fünf bis acht die Löwen-Verantwortlichen mit wenig Fan-Zuspruch, aber mit mehr Siegprämien zu rechnen haben.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Hammer Blitztore geben Rätsel auf

Gewiss, Simon Barg, Raphael Wagner, Marco Müller, Max Seyller (alle verletzt), der grippekranke Marvin Bauscher und Daniel Kunce, der an der Beerdigung der Frau seines Freundes, des Ex-Frankfurters Alexander Selivanov, fehlten. Doch was sich die Löwen im zweiten Drittel erlaubten, grenzte fast schon an Arbeitsverweigerung.

Allein mit fehlendem Können sind die fünf Treffer der eigentlich harmlosen Hammer binnen 15 Minuten nicht zu erklären. Die Frankfurter glichen nicht einer Löwen-Meute, sondern einem Hühnerhaufen.

Da war niemand, der die Mitspieler antreiben wollte. Löwen-Trainer Clayton Beddoes nahm nach dem vierten Gegentreffer eine Auszeit und wechselte Christian Wendler für Boris Ackers ein, doch auch diese Maßnahme blieb ohne Wirkung.

Auf die erhoffte Aufholjagd im Schlussdrittel warteten die Frankfurter Fans vergeblich. Das einzig Aufregende war der Faustkampf von Sven Breiter. Er handelte sich eine Spieldauerdisziplinarstrafe ein und somit eine Zwangspause fürs nächste Match.löf

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2:1
FC Hansa Rostock – Spvgg. Greuther Fürth
2:2
FC St. Pauli – SC Paderborn
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Fortuna Düsseldorf – MSV Duisburg
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FSV Frankfurt – Dynamo Dresden
1:1
Karlsruher SC – Eintracht Frankfurt
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