Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 26.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Riederwald gewinnt und muss doch weiter zittern
Die Chancen der beiden Frankfurter Kegel-Zweitligisten auf den Klassenerhalt sind klein bis sehr klein.
Frankfurt. Der Falkeneck KV Riederwald wahrte mit dem 2517:2474-Heimerfolg über den TV Sailauf seine Chance, dem Abstieg zu entrinnen. Die Lage bleibt aber prekär. In den vier verbleibenden Begegnungen müssen die Frankfurterinnen zum Tabellenzweiten ESC Ulm sowie zum heimstarken direkten Konkurrenten EKC Lonsee. In den Riederwald kommen noch der Tabellendritte TSV Schott Mainz und Spitzenreiter Rot-Weiß Walldorf. Alles schwere Aufgaben – und da davon auszugehen ist, dass der im direkten Vergleich bessere Mitkonkurrent ESV Neckarholz Schwenningen zumindest sein Heimspiel gegen Lonsee gewinnt, muss Falkeneck mindestens einmal gewinnen, um die Spielklasse zu halten.
Das wird nicht einfach, denn die Frankfurter Mannschaft hat ohne Minka Esser (Pause nach einer Operation) und einer Rita Sporys in Bestform nicht die Qualität der früheren Jahre. Dafür zeigte sich diesmal Sandra Bonarius in guter Form. Ihre 480 Holz (322 in die Vollen/158 im Abräumen) war der Sieg letztlich zu verdanken. Sie war die einzige Spielerin, die leistungsmäßig an diesem Tag hervorstach. Die Gastgeber hatten sich gegen die schwachen Gäste einen knappen Vorteil im Abräumen erspielt (793:736). Was das Frankfurter Team beim Spiel in die Vollen zeigte, war allerdings mit Ausnahme von Bonarius nicht bundesligareif: Der Schnitt der restlichen fünf Akteurinnen ergab 280 Holz. Für Falkeneck spielten noch Doreen Beez (428), Annegret Lehnert (405), Tanja Müller (382), Ulrike Latka (416) und Bianca Schauer (405).
Es helfen nur noch Siege
Wohl schon abgefahren ist der Zug nach der blamablen 5518:5550- Schlappe gegen die TSG Kaiserslautern für die Herren des KSC Eintracht Bockenheim.Das Schlusslicht müsste schon alle vier ausstehenden Partien gewinnen, um noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.
Das erscheint nicht sehr realistisch angesichts der Leistungen, die die Frankfurter Woche für Woche zeigen. Den Abgang des früheren Weltmeisters Christian Schwarz haben die Bockenheimer nicht kompensieren können. Gegen Kaiserslautern war Routinier Hans-Jürgen Walther mit 955 Holz bester Akteur seines Teams. Neben ihm hielten nur noch Andreas Spilla (948) und Kai Matthes (941) mit dem Gegner einigermaßen mit. Zumindest kämpferisch war den Gastgebern nichts vorzuwerfen. Auf der Schlussbahn kamen sie zwar stetig näher heran, doch am Ende fehlten immer noch 32 Holz. Thomas Schreiber kam auf 919 Zähler, Stefan Moreth auf 900 und Michael Zahn, der nach gutem Beginn überhaupt nicht mehr ins Spiel fand, auf schwache 855 Holz. löf


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