Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 25.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Wie ein Schoppen-Team
FTG geht bei der HSG Anspach/Usingen unter – Seckbach/Eintracht in souveräner Manier
Die Handballer der SG Nied bleiben indes in der Bezirks-Oberliga Frankfurt das Maß aller Dinge und verteidigten mit einem 39:24 über Oberursel II ihre Spitzenposition.
Frankfurt. ![]()
Kommt ein Handballer geflogen: Der Oberurseler Keeper Leon Kitz (links) erwartet den Wurf von Janis Dörr (SG Nied). Foto: Klein Keine Chance hatte die FTG und verlor 17:31 beim Zweiten Anspach/Usingen. Bittere Niederlagen im Kampf um die Qualifikationsplätze mussten auch Nieder-Eschbach (31:38 gegen Ober-Eschbach) und Schwanheim (23:37 in Bad Vilbel) hinnehmen. Besser lief es dagegen bei Seckbach/Eintracht (34:21 gegen Dortelweil).
HSG Anspach/Usingen – FTG Frankfurt 31:17 (13:7). – Zahlreiche Ausfälle wollte FTG-Trainer Tobias Drews als Entschuldigung nicht gelten lassen und bezeichnete die Leistung seines Teams als "desaströs". Von Beginn an fand die FTG keine Mittel gegen den Titelanwärter, der es verstand, die Frankfurter Abwehr mit einfachen Mitteln auseinanderzunehmen. Nach dem 11:21 (42.) misslang der FTG sogar die Schadensbegrenzung. "Es bleibt lediglich festzustellen, dass, wenn man wie eine Schoppenmannschaft trainiert, man auch nicht wie ein Bezirks-Oberligist auftreten kann", kritisierte Drews unmissverständlich. Für die FTG trafen: Querndt (6), Lesch (3), Weber, Osthues, P. Walker (je 2), Müller und Kleer.
SG Nied – TSG Oberursel II 39:24 (18:11). – Im Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer und der drittplatzierten TSG war es von Beginn an der Ligaprimus, der den Ton angab. Über 6:1 (7.) kamen die Nieder bereits zur Pause auf einen deutlichen Vorsprung. Und weil sich das Team von Trainer Dirk Bockemühl auch nach dem Wechsel keine Blöße gab und, selbst als die zweite Garde auf dem Feld stand, gleichbleibend stark spielte, kratzte der Gastgeber gegen die bis dahin drittstärkste Defensive der Liga an der 40-Tore-Marke. "Es hat einfach alles zusammengepasst", lobte der sonst oftmals kritische Bockemühl. Für Nied trafen: Schulz (11/2), Schuldt (8), Schneider (6/1), Dörr, Portscher (je 4), Meder (3), Akkas (2) und Trubljanin.
TuS Nieder-Eschbach – TSG Ober-Eschbach 31:38 (20:22). – Die erste Hälfte gehörte bei satten 42 Treffern den Angriffsreihen. Dabei waren es zunächst die Gastgeber, die sich mit bis zu drei Toren absetzen konnten. Nach einer Auszeit (20.) stand die TSG-Abwehr sicherer, und die Gäste machten aus einem 11:14 ein 18:15. Nach dem Wechsel suchte der TuS sein Heil in einer offensiven Deckungsvariante, am Ende konnten die Gastgeber die zweite Niederlage in Folge jedoch nicht mehr abwenden. "Trotz Fehler im Angriff kann man die Angriffsleistung sicher als ausreichend bezeichnen. Im Abwehrverhalten müssen jedoch schnellstens Lösungen gefunden werden", erklärte TuS-Tormann und Pressewart Thomas Köhler. Für Nieder-Eschbach trafen: Juli (14/2), Ackermann (5), Renner (4), Lukas (3), Hedayat (2), Becker (2/1) und Göbel.
TV Bad Vilbel – TG Schwanheim 37:23. – Erst allmählich kam die TG ins Spiel und lief von Beginn einem Rückstand hinterher. Zwar konnten die Gäste bis zur Pause auf vier Treffer verkürzen, nach dem Wechsel zeigte sich aber, dass gegen die TV-Offensive kein Kraut gewachsen war. Gute Ansätze im Angriff der Schwanheimer verpufften, weil die Defensive der Gäste einen mauen Tag erwischte. "Zudem waren die Schiedsrichter bei schnellen und zum Teil hektischen Spielsituationen etwas überfordert, so dass in der zweiten Halbzeit das Spiel zerfahrener wurde und Schwanheim zeitweise nur mit drei Feldspielern auf der Platte stand", berichtete TG-Spieler Dominik Wegener. Für Schwanheim trafen: Czeka (6), Maier (5), C. Kempe, Deeg (je 3), T. May (2), Jackson, T. Kempe, Weller und Wegener.
HSG Seckbach/Eintracht – SV Fun-Ball Dortelweil 34:21 (19:10). – In der wegen einer defekten Heizanlage eiskalten Seckbacher Sporthalle nahm sich die HSG ein paar Minuten, um warm zu werden. Dann konnten sich die Gastgeber mit einer offensiven Deckung erstmals absetzen (5:2) und waren auch mit Tempogegenstößen erfolgreich. Im zweiten Durchgang leistete sich die HSG den Luxus, zahlreiche Großchancen liegenzulassen, konnte aber den SV zu jedem Zeitpunkt auf mindestens zehn Treffer Abstand halten. Am Ende stand für das Team von Trainer Klemens Naß ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg. Für Seckbach/Eintracht trafen: Goppelsröder (12/3), Bischoff (5), Ackermann (4), Stange (3), Scheitza (3/1), Becker, Lüpold, Muhr (je 2) und Wirmer. ewa


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