"Wir werden reagieren"

Für die anstehende Hauptrunde hält Löwen-Manager Michael Bresagk Ausschau nach Verstärkungen

Bei den Frankfurter Eishockey-Löwen ist man mit dem bisher Erreichten zufrieden.

Von Michael Löffler

Frankfurt. Auf Michael Bresagk wartet in den kommenden Tagen einiges an Arbeit: Das Löwen-Rudel soll noch bissiger werden. Foto: Storch Für die Löwen Frankfurt ist die Vorrunde der Oberliga West beendet. Ihre letzte von insgesamt 22 Begegnungen verloren die Löwen beim Spitzenreiter EHC Dortmund mit 2:5 (1:3, 0:1, 1:1). Bei den Westfalen-Elchen gab es nichts zu holen. Schon in den ersten zehn Minuten hatte der Slowake Branislav Pohanka drei Mal getroffen. Zur ersten Pause konnte Jan Barta im Powerplay verkürzen. Während das zweite Tor für die Löwen Marvin Bauscher zum zwischenzeitlichen 2:4 erzielte, überwanden den Frankfurter Keeper Christian Wendler noch Vitali Stähle und Michael Schmerda.

Damit beendeten die Löwen die Vorrunde mit 40 Punkten und 112:67 Toren auf Rang fünf. "Im Prinzip bin ich mit der Vorrunde zufrieden. Die Zuschauerresonanz war sehr gut, die Stimmung hervorragend. Die Mannschaft hat sich kontinuierlich gesteigert. Nur gegen Ende gab es einige Rückschläge. Die vielen Verletzungen konnten wir nicht kompensieren", erklärt Löwen-Gesellschafter und CoTrainer Michael Bresagk.

Der frühere DEL-Verteidiger bemängelt lediglich die Chancenauswertung: "Die Spieler müssen kaltschnäuziger werden und öfters den Schuss suchen, anstatt vorm Tor nur zu passen." Für "die Musik" im Angriff sorgten in erster Linie der kanadische Mittelstürmer Simon Barg (12 Tore/36 Assists) und Jan Barta, mit 19 Toren bester Frankfurter Schütze. Viel Power versammelten die Löwen an der blauen Linie: Ryan Fairbarn (7 Tore/16 Assists), Thomas Schenkel (8/14) und Daniel Sevo (7/14) zählen zu den besten Skorern unter den Verteidigern der Oberliga West.

Die besagten Verletzungen betrafen vor allem die Defensive. Der erfahrene Torwart Boris Ackers, als Leistungsträger zurück nach Frankfurt geholt, verletzte sich noch vor dem ersten Punktspiel am Knie und absolvierte keine Partie. Entgegen der zunächst aufgestellten Prognosen besserte sich sein Zustand aber derart, dass er um eine Operation herumkam. Seit einigen Tagen trainiert der 29-Jährige wieder, so dass er in der Hauptrunde zwischen die Pfosten zurückkehren kann. Seit einigen Wochen fehlte zudem die halbe Verteidigung. Raphael Wagner erlitt eine Gehirnerschütterung, Christopher Kasten erwischte es am Knie und zuletzt zog sich der 21-jährige Marco Müller eine Schultereckgelenksprengung zu. Auch Stürmer Sven Breiter musste wegen einer Knieverletzung mehrere Wochen pausieren.

Neustart bei null

Nun geht es für die acht für die Hauptrunde qualifizierten Teams wieder von vorne los. Die bisher erkämpften Punkte werden zum Jahreswechsel gestrichen. Ab dem 6. Januar wird um vier Endrundenplätze gespielt. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass unser Kader bei Ausfällen zu klein ist", sagt Bresagk und kündigt an: "Wir werden reagieren – sowohl in der Offensive wie in der Defensive. " Schnellschüsse sollen laut dem Manager jedoch nicht gemacht werden: "Es wäre schön, wenn sich die Neuzugänge im Vorfeld der Hauptrunde mit der Mannschaft einspielen könnten. Aber der Markt ist momentan leer. Wir haben aber bis zum 15. Januar Zeit." Und so sollen bis zum Transferschluss "Spieler, die uns weiterhelfen, ab dem dritten, vierten Spiel" geholt werden, nicht aber Akteure, "die von Anfang an da sind, aber nur Ergänzungsspieler wären".

Trainer Clayton Beddoes versammelt seine Löwen heute wieder auf dem Eis. Silvester und Neujahr sind frei, ansonsten wird trainiert. Damit sich die Mannschaft am 6. Januar, wohl wieder mit Breiter, Kasten und Wagner, im Heimspiel gegen Ratingen topfit präsentiert.

Kassel rüstet auf

Während die Löwen noch nach Neuzugängen suchen, haben die hessischen Rivalen bereits an Substanz dazugewonnen. Die Kassel Huskies holten aus Herford den DEL-erfahrenen Daniel Reiss, der selbst in der schwachen Ice Dragons-Mannschaft der offensivstärkste Verteidiger der Liga war, sowie aus Dortmund Stürmer Christoph Koziol, drittbester Torschütze beim Spitzenreiter. Und die Roten Teufel Bad Nauheim haben nach der Rückkehr des lange Zeit verletzten Verteidigers Dylan Stanley und der Einbürgerung ihres Kapitäns Lanny Gare nebst Topskorer Kevin Lavallee, dem Deutsch-Finnen Janne Kujala sowie Tobias Schwab nun eine "Torfabrik" auf dem Eis.

  • Zurück
  • Versenden
  • Kommentar
  • Druckansicht
    • Delicious
    • Mr. Wong
    • Linkarena
    • Google
    • Yigg
    • Oneview
    • Facebook
    • Facebook

Anzeige

Nachrichten-Archiv

April
1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30
Mai
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031

Ergebnisse Fußball, 2. Bundesliga

Eintracht Braunschweig – FC Ingolstadt
3:1
FC Energie Cottbus – 1. FC Union Berlin
2:1
FC Erzgebirge Aue – VfL Bochum
2:1
FC Hansa Rostock – Spvgg. Greuther Fürth
2:2
FC St. Pauli – SC Paderborn
5:0
Fortuna Düsseldorf – MSV Duisburg
2:2
FSV Frankfurt – Dynamo Dresden
1:1
Karlsruher SC – Eintracht Frankfurt
1:0
TSV München 1860 – Alemannia Aachen
1:2
1 1 Spvgg. Greuther Fürth
70
2 2 Eintracht Frankfurt
68
3 3 Fortuna Düsseldorf
62
4 5 FC St. Pauli
62
5 4 SC Paderborn
61
6 6 TSV München 1860
57
7 7 1. FC Union Berlin
48
8 9 Eintracht Braunschweig
45
9 8 Dynamo Dresden
45
10 10 MSV Duisburg
39
11 12 VfL Bochum
37
12 11 FC Ingolstadt
37
13 13 FSV Frankfurt
35
14 14 FC Energie Cottbus
35
15 15 FC Erzgebirge Aue
35
16 16 Karlsruher SC
33
17 17 Alemannia Aachen
31
18 18 FC Hansa Rostock
27

Ihre Tageszeitung als PDF

Frankfurter Neue Presse

Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 25.05.2012 als PDF zum Downloaden.

Zum Thema

Meine Eintracht

In unserer Arena erzählen Prominente aus der Region von ihren persönlichen Erlebnissen mit der SGE. Die Serie "Meine Eintracht" gibt's natürlich auch online.

Gratis: Eintracht-Newsletter

Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Gratis. Und bequem per Mail.

FNP-Testabo bestellen

Lesen, was Sache ist: Das FNP-Probeabo! 14 Tage kostenlos.

Eintracht Frankfurt: Soll Chris zurückkommen?

Eintracht Frankfurt sucht einen, eher sogar zwei neue Innenverteidiger. Dabei hat sich der Brasilianer Chris selbst ins Gespräch gebracht, der zwischen 2003 und 2011 schon einmal für Frankfurt aufgelaufen ist. Was denken die FNP-Leser, sollte Chris zurückkehren?

Anzeige

Rhein-Main-Wiki

Extras

Die FNP mobil lesen

Tausende lesen die FNP schon auf dem iPhone. Die neue Version der App ist noch umfangreicher und schneller. Es gibt sie im App-Store.

Wir bei Twitter

Folge uns unter twitter.com/fnp_zeitung. Ständig aktuelle Tweets zu Nachrichten aus der Wetterau und dem Main-Kinzig-Kreis.