Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 26.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Zaghafte Löwen
Trainer Beddoes übt harsche Kritik nach der dritten Pleite gegen Bad Nauheim
Den Löwen Frankfurt droht ein vorzeitiges Saisonende. So wie sich die Eishockey-Oberliga West für sie entwickelt, könnte am 19. Februar in Duisburg das letzte Spiel anstehen.
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Daniel Sevo (rechts) im Duell mit Tobias Schwab, der das 3:1 für die Wetterauer markierte. Foto: Hübner. Denn die Chancen, sich für die Endrunde der besten vier Teams zu qualifizieren, sind nach dem dritten Doppelspieltag spürbar gesunken.
"Wir wussten von vornherein, dass Dortmund, Bad Nauheim und Kassel den stärkeren Kader haben und es im Kampf um den vierten Rang wahrscheinlich auf ein Zweikampf zwischen Duisburg und uns hinauslaufen würde. Um den zu bestehen, darf man gegen die vermeintlich schwächeren Clubs keine Punkte abgeben. Ich bin richtig sauer", kritisierte Löwen-Trainer Clayton Beddoes nach der 2:4-Niederlage seines Teams gegen die Roten Teufel Bad Nauheim.
"Sauer vor allem wegen der nicht einkalkulierten 2:3-Niederlage bei den Königsborner Bulldogs, die uns die ohnehin schon schwere Aufgabe um einiges noch schwerer machte", fügte er ergänzend hinzu. Was dem Löwen-Coach am meisten missfiel, war die mangelnde Kampfbereitschaft einiger Akteure.
"Sie spielen auch um ihre Verträge für die kommende Saison. Am Freitag empfahl sich für einen lediglich Alexander Althenn. Solche Niederlage sind beinahe tödlich. Alle wussten, dass so etwas nicht passieren darf. Und dann ist es passiert. Sehr ärgerlich und schlimm!"
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War nach dem Derby gegen Bad Nauheim richtig angefressen: Trainer Clayton Beddoes. Foto: Hübner
Denn gegen die vier starken Teams der Meisterrunde sind für die Löwen derzeit höchstens Überraschungen drin. Von den sechs Duellen gegen die beiden hessischen Rivalen gewannen sie nur eins: Und das nur auf dem Papier, weil den Kassel Huskies der Sieg in Frankfurt wegen der fehlenden Antidoping-Erklärung bei zwei Nachwuchsspielern aberkannt wurde.
Die spielerischen Defizite gegenüber Bad Nauheim waren am Sonntagabend deutlich: "Unser derzeitiger Top-Sturm spielt auf dem gleichen Niveau wie die dritte Reihe der Roten Teufel", klagte Clayton Beddoes. Warum sein Team nach gutem Beginn bereits zum dritten Mal im Mitteldrittel binnen weniger Minuten alles verspielte, konnte er sich auch nicht erklären. Taktisch stimmt die Marschroute. Doch was hilft es, wenn sich zu viele Puckverluste einschleichen und vorm Tor auch die besten Chancen ausgelassen werden.
"Schluss mit lustig. Auch im Training ist nun kein Platz für Spaß auf dem Eis. Heute hat die Mannschaft frei, danach müssen alle knallhart arbeiten. Vielleicht muss etwas Radikales her. Ich muss den Spielern einimpfen, dass sie auch gegen Spitzenteams bestehen können." Eine Aufgabe, um die Clayton Beddoes nicht zu beneiden ist.löf


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