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Abschied nach neun Jahren
Abschied: Mannschaftsarzt Christoph Seeger verlässt zum Jahresende die Frankfurter Eintracht. (Archivbild)
Von Peppi Schmitt
Die medizinische Betreuung ist künftig eine hauptamtliche Angelegenheit. Dr. Christoph Seeger verlässt die Eintracht deswegen.
Frankfurt. Neun Jahre hat Dr. Christoph Seeger für die Frankfurter Eintracht gearbeitet. Zum Jahresende verlässt der Mannschaftsarzt nun den Klub, weil der Vorstand beschlossen hat, die medizinische Betreuung in Zukunft hauptamtlich durchführen zu lassen.
«Mir wurde die Position des hauptamtlichen Mannschaftsarztes angeboten, doch wegen der großen Praxis war mir dies nicht möglich», sagt Dr. Seeger, der in einem persönlichen Gespräch mit dem Frankfurter Vorstandschef Heribert Bruchhagen am letzten Freitag überein gekommen war, die Zusammenarbeit zu beenden. Seeger macht allerdings auch keinen Hehl daraus, dass er den Weg der Eintracht nicht für zukunftsweisend hält. «Ich halte es nicht für notwendig, dass ein Arzt rund um die Uhr bei der Mannschaft sein soll», sagt er.
Er selbst habe auch in der jüngeren Vergangenheit «konkrete Vorschläge» zur weiteren Optimierung der medizinischen Versorgung der Lizenzspieler gemacht, denen die Eintracht aber nicht gefolgt sei. «Ich habe gemerkt, dass ich Dinge nicht so verändern konnte, wie ich es gerne gewollt hätte», sagt der Sportmediziner aus Dreieich, «und da die Eintracht einen neuen Weg gehen will, haben wir uns darauf geeinigt, uns eben in der Winterpause zu trennen.»
Die Frankfurter Eintracht wird ihren neuen Mannschaftsarzt, der eng mit der BG-Unfallklinik zusammenarbeiten soll, in den nächsten Tagen vorstellen.
Dr. Seeger legt Wert darauf, dass er nicht im Zorn oder im Streit scheidet. «Es waren neun schöne Jahre», sagt er im Rückblick. Besonderen Dank sei er den beiden Trainern Friedhelm Funkel und Michael Skibbe schuldig, «die mir viel Vertrauen entgegengebracht haben». Mit beiden sei es eine hervorragende Zusammenarbeit gewesen. «Bedanken möchte ich mich auch bei meinen hervorragenden Mitarbeitern, Thomas Kühn, Stefan Braunsdorf, Björn Reindl und Annette Dobmeier», sagt Dr. Seeger, der sich nun eine Auszeit vom Spitzensport nehmen will.
«Ich falle ganz sicher in keine tiefe Depression», versichert er. Eine Rückkehr in den Leistungssport sei freilich nicht ausgeschlossen. Er habe sich in den letzten Jahren national und international ein Netzwerk von Kontakten zu Spezialisten aufgebaut, «das steht mir natürlich weiter zur Verfügung». Auch deshalb könne es sein, dass er seine Erfahrungen im Spitzensport in Zukunft an anderer Stelle weitergebe.

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Kommentare
schrieb am 21.12.2009 07:52 Uhr
Da werden sich...
Pröll und Ochs aber freuen ;-)
2wfelix schrieb am 21.12.2009 10:42 Uhr
Net schlecht;-)
Beim lesen dachte ich ohne Deinen Kommentar zu lesen das Gleiche:-)
schrieb am 21.12.2009 21:52 Uhr
2 vorredner
wie ist das gemeint von euch beiden?
schrieb am 25.12.2009 23:07 Uhr
Fehlentwicklung - Professionalisierung ohne Sinn -
Unwahrscheinlich, daß ein wirklich versierter Sportmediziner als ausschließlicher Mannschaftsarzt zur Verfügung stehen wird. Schließlich lebt Medizin von Erfahrung und die ist nunmal nur im praktischen Arbeiten in Kliniken und Praxen zu erwerben, nicht anderswo. Und wenn dann anfangs vorhanden, kommt Sie schnell abhanden.