13.04.2011 Eintracht Frankfurt

Der Tzavellas-Schock

Für den Griechen ist die Saison beendet. Der Eintracht-Verteidiger hat sich einen Kreuzband-Anriss zugezogen. Derzeit besteht die Hoffnung, dass keine Operation nötig sein wird.

Von Peppi Schmitt

Frankfurt. Da war die Laune schon getrübt: Georgios Tzavellas (Zweiter von rechts) nach seiner Auswechslung im Bremen-Spiel mit Eisbeutel auf dem lädierten linken Knie.	Foto: RhodeDa war die Laune schon getrübt: Georgios Tzavellas (Zweiter von rechts) nach seiner Auswechslung im Bremen-Spiel mit Eisbeutel auf dem lädierten linken Knie.	Foto: RhodeDa war die Laune schon getrübt: Georgios Tzavellas (Zweiter von rechts) nach seiner Auswechslung im Bremen-Spiel mit Eisbeutel auf dem lädierten linken Knie. Foto: Rhode Viel schlimmer hätte es die Frankfurter Eintracht nicht erwischen können. Ausgerechnet Linksverteidiger Georgios Tzavellas wird in dieser Saison nicht mehr für die abstiegsgefährdeten Hessen spielen können. Die Verletzung, die sich der griechische Fußball-Nationalspieler beim Spiel am letzten Freitag gegen Werder Bremen im linken Knie zugezogen hat, wurde nach Untersuchungen in der BG-Unfallklinik am Dienstag offiziell als «Teilriss des hinteren Kreuzbandes» diagnostiziert.

«Das ist ein absolut herber Verlust für uns», sagt Trainer Christoph Daum. Der 23 Jahre alte Tzavellas wird bei gutem Heilungsverlauf mindestens acht Wochen ausfallen. Derzeit besteht die Hoffnung, dass keine Operation nötig sein wird. Bringt die konservative Behandlung allerdings keine wirklichen Fortschritte, müsste doch ein Eingriff erfolgen. Danach könnte der Spieler bis zu neun Monate ausfallen.

Begrenzte Möglichkeiten

Der Eintracht-Trainer muss also zumindest für den Rest dieser Spielzeit einen anderen linken Verteidiger finden. «Die Möglichkeiten sind begrenzt», sagt Daum. Benjamin Köhler ist sicher der erste Anwärter auf Tzavellas' Posten, hat der Mittelfeldspieler doch schon oft als linker Verteidiger ausgeholfen und wurde gegen Bremen auch für Tzavellas eingewechselt.

Auch der gelernte Innenverteidiger Aleksandar Vasoski würde sich die Rolle als Außenverteidiger zutrauen. Im Training standen gestern zudem aus der U-23-Regionalligamannschaft Anthony Jung und Mounir Chaftar, die ebenfalls schon Erfahrungen als linke Verteidiger gesammelt haben. «Sie sind bei uns dabei, damit wir im Fall der Fälle auf sie zurückgreifen können», sagt Daum.

Der «Fall der Fälle» ist nun eingetreten, denn im Grunde hat die Eintracht seit der Abgabe von Nikola Petkovic, der inzwischen in Saudi Arabien spielt, außer Tzavellas keinen «gelernten» linken Verteidiger mehr im Aufgebot. Mit Tzavellas wird auch der Spezialist für Standardsituationen fehlen. In einer nicht öffentlichen Übungseinheit hat sich der Trainer gestern Nachmittag auf die Suche nach einem neuen Freistoß- und Eckballschützen begeben.

Etwas besser sieht es auf der anderen Seite der Frankfurter Abwehrkette aus. Und dies im doppelten Sinne. Die Hoffnungen, dass Stammverteidiger Sebastian Jung spielen kann, sind gestiegen. Heute oder morgen soll Jung, der sich gegen Bremen eine Außenbandverletzung im Knie zugezogen hat, wieder mit dem Team trainieren können. Sollte Jung doch ausfallen, wäre Rückkehrer Ochs eine Alternative. Beim Training hat auch Ricardo Clark diese Rolle ausgefüllt.

Bei der sehr intensiven Trainingseinheit am Dienstagvormittag, die mit Steigerungsläufen am Hügel zu Ende ging, fehlten auch Torhüter Ralf Fährmann, Mittelfeldspieler Sonny Kittel und Stürmer Ioannis Amanatidis. Fährmann hat Probleme mit der Hüfte, wird aber heute wieder im Tor stehen. Kittel weilt bei der U-20-Nationalmannschaft, wird aber nach einem Gespräch von Christoph Daum mit DFB-Trainer Horst Hrubesch einen Tag früher, also am Mittwochabend, zurückkehren. Und Amanatidis muss wegen Schmerzen in der Wade kürzertreten.

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Kommentare

zampe schrieb am 13.04.2011 14:57 Uhr

Wieder ein herber Rückschlag

Auch wenn die Ausfälle einen Rückschlag bedeuten, so muß man aus solchen Situationen das Beste rausholen.

In diesem Fall ergibt sich eventuell wieder eine Chance für den Nachwuchs.
Vielleicht entdeckt Daum ja noch den ein oder anderen Rohdiamanten, der sich nun beweisen kann.

Jungs, macht das Beste der Situation!!

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