Die Eintracht bleibt die Macht am Main
Frankfurt/Offenbach. Nach einem Stotterstart hat sich Eintracht Frankfurt im brisanten Hessen-Derby bei Drittligist Kickers Offenbach keine Blöße gegeben und mit einem letztlich souveränen 3:0 (0:0)-Sieg die 2. Runde im DFB-Pokal erreicht. Pirmin Schwegler (71.), der Brasilianer Caio (75.) und Alexander Meier (86.) bewahrten den Bundesligisten am Sonntagabend beim Erzrivalen vor der befürchteten Pokal-Blamage und bescherten Neu-Trainer Michael Skibbe ein gelungenes Pflichtspieldebüt.
«Jeder weiß, wie wichtig ein Derby-Sieg ist. Insofern bin ich sehr zufrieden. Die Kickers haben uns aber alles abverlangt. Wir mussten lange daran arbeiten, letztlich verdient zu gewinnen», sagte Skibbe. Vor 24 000 Zuschauern auf dem ausverkauften Bieberer Berg tat sich sein Team eine Stunde lang sehr schwer und kam erst in der Schlussphase, als bei den Kickers die Kräfte schwanden, zum verdienten Erfolg. «Die haben in der ersten Halbzeit 150 Prozent gegeben und sind dann nach der Pause ein bisschen auseinandergefallen», stellte Eintracht-Stürmer Ioannis Amanatidis fest.
Für die Eintracht war es nach 2003 und 2007 der dritte Pokalsieg in Offenbach nacheinander. «Es war ein schweres Spiel, dass problematisch hätte werden können. Wir haben im richtigen Augenblick das 1:0 geschossen», meinte Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen. Kickers-Trainer Hans-Jürgen Boysen räumte ein: «Die Eintracht ist wie ein Bundesligist aufgetreten, da ist es für uns als Drittligist natürlich schwer. Für uns blieb der Wunsch, weiterzukommen, der Vater des Gedanken.»
Bei den Gästen saß Neuzugang Maik Franz nur auf der Bank, für ihn spielte Aleksandar Vasoski in der Innenverteidigung. Der Mazedonier hatte in der Anfangsphase viel Mühe mit Offenbachs einzigem Angreifer Mirnes Mesic, der seinem Bewacher in der 11. und 22. Minute entwischte und erst in Eintracht-Torwart Oka Nikolov seinen Meister fand.
Der Favorit bot zunächst nur lauen Sommer-Fußball. Kaum Bewegung und wenig Ideen prägten das Frankfurter Spiel, dem im Mittelfeld die ordnende Hand fehlte. In den ersten 45 Minuten näherte sich der Bundesligist nur zweimal dem Kickers-Tor, doch Caio (25.) und Meier (38.) schlossen halbherzig ab. Auf der Gegenseite musste Nikolov gegen seinen früheren Vereinskollegen Mounir Chaftar (27.) retten. Offenbach überzeugte durch Einsatz und Leidenschaft, die die Eintracht in der ersten Halbzeit völlig vermissen ließ.
Nach dem Wechsel gab Selim Teber (47.) mit einem Distanzschuss knapp neben das Tor das Zeichen zur Offensive. Drei Minuten später scheiterte Amanatidis, der im Vorfeld mit der Niederlegung aller Mannschaftsämter für Unruhe gesorgt hatte, aus Nahdistanz am glänzend reagierenden OFC-Schlussmann Robert Wulnikowski.
Die Gäste erhöhten nun den Druck, doch Offenbach hielt dagegen. Mesic und Marius Laux verpassten nach knapp einer Stunde innerhalb von 60 Sekunden die Führung für die kämpferisch überzeugenden Hausherren. Die wurden 20 Minuten vor Schluss für eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr bestraft, als Schwegler nach schöner Vorarbeit des ansonsten schwachen Caio völlig frei zum Schuss kam und Wulnikowski per Direktabnahme überwand.
«Es ist immer schön, ein Tor zu erzielen. Als Defensivspieler kommt man nicht so oft dazu, nach vorne zu gehen. Zum Glück hat es heute geklappt», sagte der von Bayer Leverkusen gekommene Schwegler. Wenig später staubte Caio zur Vorentscheidung ab. Kurz vor Schluss erhöhte Meier noch auf 3:0. «Wir haben defensiv gut gestanden und schöne Tore erzielt», resümierte Skibbe zufrieden.
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Kommentare
schrieb am 02.08.2009 20:56 Uhr
schwacher caio?
"Die wurden 20 Minuten vor Schluss für eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr bestraft, als Schwegler nach schöner Vorarbeit des ansonsten schwachen Caio völlig frei zum Schuss kam und Wulnikowski per Direktabnahme überwand. "
- hat da jmd ein anderes spiel gesehen?
caio war noch ein der besten frankfurter in einem etwas durchwachsenen spiel.
schrieb am 02.08.2009 23:19 Uhr
...
Den Artikel "Caio führt Eintracht Frankfurt zum Derbysieg", zu nennen und dann in als eher schwach zu beschreiben ist schon ein wenig irreführend
Anmerkung der Redaktion
Das stimmt. Und deshalb haben wir's geändert! Merci!
schrieb am 02.08.2009 23:39 Uhr
...
gut das du 's nochmal erwähnst
schrieb am 02.08.2009 23:52 Uhr
Was wollt ihr noch?
caio war schwach? was soll`s - er hat eine bude gemacht und das ´-0 wunderschön vorbereitet!! ihr caio kritiker gewöhnt euch an das bild - der unter funkel bundesliga untaugliche caio (er schafft ja doch 85 minuten zu spielen herr funkel!!) wird mindestent 14 scorerpunkte in der saison machen!!
2wfelix schrieb am 03.08.2009 09:09 Uhr
Geändert?
Wann tritt denn die Änderung in Kraft?
Also bei mir stehts um 9.10Uhr noch drin?!
Anmerkung der Redaktion
Au wei - der Artikel stand noch mal im Special. Hab ich jetzt geändert, sorry. Der Tenor war sicher falsch, wenn Caio auch kräftig am Sieg beteiligt war.