Die Spieler in der Saison-Einzelkritik
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Die Saison-Einzelkritik der Spieler von Eintracht Frankfurt. FNP-Redakteur Markus Katzenbach hat seine Wahl getroffen:
Überragend
Kein Eintrag.
Stark
Patrick Ochs (30 Einsätze/0 Tore): Der Rechtsverteidiger marschierte vorneweg, gerade in der kniffligen Hinrunden-Phase. Elf Gelbe, eine Rote Karte zeugen indes auch davon, dass er es manchmal mit dem Einsatz übertrieb.
Nikos Liberopoulos (29/9): Im Sommer kurzfristig verpflichtet, gleich bester Torschütze. Wo stünde die Eintracht ohne seine neun Treffer?
Ioannis Amanatidis (7/2): Nur siebenmal auf dem Platz, sonst schmerzlich vermisst. Schoss das wichtigste Tor der Saison – das 2:1 gegen den KSC, mit schon knorpelgeschädigtem Knie.
Oka Nikolov (18/0): Rein, raus, rein, raus. Der ewige Oka spielte eine gute Hinrunde, eroberte sich einen Stammplatz – ehe ihn zwei Verletzungen aus
dem Tor zwangen. Zukunft offen.
Mittelmäßig
Markus Pröll (18/0): Raus, rein, raus, rein. Im Torhüter-Wechselspiel erst wegen einer Knöchel-OP dann wegen Formschwächen zweite Wahl. Glänzte aber zum Saisonende – da wird sich Neuzugang Fährmann strecken müssen.
Michael Fink (32/5): Wurde seinem Führungsanspruch abgesehen von einigen Schwankungen gerecht. Wird nicht nur wegen seiner fünf Tore fehlen.
Martin Fenin (31/5): Erst im Formtief,später im Pech: Er traf öfter Pfosten oder Latte statt ins Tor. Legte dafür elf Treffer auf. Steter Unruheherd.
Markus Steinhöfer (32/3): Freund des ruhenden Balles. Vor allem deshalb zehn bis zwölf Torvorlagen, je nach Lesart. Im Spiel aber fehlt oft die Linie.
Christoph Spycher (18/0): Wortführer, Stabilisator. Sein langer Ausfall machte die linke Abwehrseite zum Problem. Nach der Verletzungspause stärker als vorher, als freilich auch wenig gelang.
Alexander Meier (19/3): Litt lange unter einer Knieverletzung. Die Konstanz fehlt noch, das ist kein Wunder. In der neuen Saison aber wird mehr erwartet als seine stets hohe Laufleistung.
Chris (19/0): Führungsspieler – und doch keine verlässliche Größe. Nicht nur, weil er wiederholt wegen Verletzungen und Sperren fehlte. Starke Spiele wechselten mit fahrigen Auftritten.
Sebastian Jung (6/0): Flott und selbstbewusst: Jung macht Hoffnung, jugendliche Schwächen sind verzeihlich.
Marco Russ (33/4): Stand so oft auf dem Platz wie kein anderer, aber auch oft neben sich. Viele Stellungsfehler, dafür stark in der Luft – vorne wie hinten.
Benjamin Köhler (20/3): Fehlte am Anfang und am Ende verletzt, half zwischenzeitlich notgedrungen tapfer hinten links aus – meist mehr schlecht als recht. Im Mittelfeld besser aufgehoben.
Schwach
Caio (17/2): Ganz wichtiger Kunstschuss in Karlsruhe. Die Stärken am Ball gleichen aber noch lange nicht bekannte Schwächen aus. Muss auch unter einem neuen Trainer mehr anbieten.
Ümit Korkmaz (17/1): Brach sich gleich den Mittelfuß und vier Monate später nochmal. Der Dribbler fand so kaum in die Spur, wollte mit dem Kopf durch die Wand – das ging selten gut.
Junichi Inamoto (19/0): Wie gehabt: Guter Zweikämpfer im Mittelfeld, aber kaum Akzente nach vorne – und nie mehr als zwei gute Spiele am Stück.
Habib Bellaid (22/0): Begann als Sicherheitsrisiko. Fing sich dann etwas, drosch auch mal einen Ball auf die Tribüne. Trotzdem: Er muss sich steigern.
Faton Toski (13/1): Blieb außer seinem 2:2 in Wolfsburg viel zu oft blass – und in der Rückrunde nicht nur wegen Leistenproblemen ganz außen vor.
Mehdi Mahdavikia (12/0): Meist auf dem Abstellgleis, erst zum Ende öfter im Einsatz – bemüht, aber wirkunglos.
Aaron Galindo (10/0): Schwache Hinrunde, im Winter zurück nach Mexiko.
Totalausfall
Nikola Petkovic (6/0): Kam im Winter, als ein Linksverteidiger gesucht wurde – und spielte rasch keine Rolle mehr.
Leonard Kweuke (6/0): Laut Ex-Trainer Lorant besser als Gomez und Grafite, tatsächlich kaum bundesligareif.
Zu wenig gespielt
Aleksandar Vasoski (1/0): Erst eine Lungen-, dann eine Knie-OP: Der Pechvogel konnte nur 15 Minuten spielen.
Zlatan Bajramovic (6/0): Dauerpatient. Nun erfolgte die vierte Zehen-OP – in der Hoffnung, mit voller Kraft in die Vorbereitung starten zu können.
Jan Zimmermann (1/0): Nebenrolle im Torwart-Wechselspiel: Durfte nur in Berlin kurz ran, als sich Pröll verletzte.
Juvhel Tsoumou (5/0): Sturmtalent im Wartestand. Zuletzt streikte das Knie.
Kreso Ljubicic (5/0): Sammelte kaum Argumente für einen neuen Vertrag.
Alexander Krük (1/0): Trotz der Not hinten links nur einmal kurz eingewechselt. Das spricht für sich.

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