01.10.2010 Eintracht Frankfurt

Eintracht protestiert gegen Franz-Strafe

Maik Franz, hier im Duell mit dem Nürnberger Julian Schieber (l.), fühlt sich ungerecht behandelt. Foto: dpaMaik Franz, hier im Duell mit dem Nürnberger Julian Schieber (l.), fühlt sich ungerecht behandelt. Foto: dpaMaik Franz, hier im Duell mit dem Nürnberger Julian Schieber (l.), fühlt sich ungerecht behandelt. Foto: dpa Die Geldstrafe beträgt zwar «nur» 3000 Euro. Doch es geht um mehr. Die Eintracht wurde zum dritten Mal benachteiligt. Daher will Frankfurt das Urteil des DFB-Sportgerichts nicht akzeptieren.

Frankfurt. Als Maik Franz am Mittwochabend per Telefon davon erfuhr, dass das DFB-Sportgericht ihm eine Geldstrafe aufgebrummt hat, dachte er zunächst an einen Scherz. Am Tag danach war dem Abwehrspieler der Frankfurter Eintracht nicht mehr zum Lachen zumute. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte Franz im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines «unsportlichen Verhaltens», so eine Pressemitteilung, mit einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro belegt. Franz habe sich nach dem Bundesligaspiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Eintracht Frankfurt am 22. September in Leverkusen in einem TV-Interview angeblich unsportlich gegenüber dem Schiedsrichter geäußert.

Die Eintracht hat sich am Tag danach dazu entschlossen, das Urteil nicht zu akzeptieren. «Wir haben uns nicht einverstanden erklärt, weil uns die Begründung nicht schlüssig erscheint», sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen nach Beratungen mit der Rechtsabteilung des Clubs.

Das Urteil des DFB-Sportgerichts hat bei allen Frankfurtern ungläubiges Staunen ausgelöst. «Maik hat doch überhaupt nichts Schlimmes gesagt», schüttelte Trainer Michael Skibbe den Kopf. «Ich werde wohl gezwungen, das Urteil anzunehmen», schrieb Franz auf seiner eigenen Homepage, noch bevor sich der Verein hinter ihn gestellt hatte, «ich empfinde es allerdings als ungerecht.» Weitere Aussagen wollte er nicht machen. Was durchaus vernünftig erscheint, muss er doch sonst mit weiteren Problemen mit den Schiedsrichtern rechnen.

Das DFB-Sportgericht hat mit der Bestrafung des Eintracht-Spielers das Opfer der Begegnung in Leverkusen zum Täter gemacht. Denn Tranquillo Barnetta, der gegen Franz eine Tätlichkeit begangen hatte, wird nicht angeklagt. Angeblich hatte Schiedsrichter Peter Sippel den üblen Tritt Barnettas gesehen, ihn aber nicht als Foul bewertet. Die TV-Bilder zeigen die Tätlichkeit, die eine Rote Karte und einen Elfmeter hätte nach sich ziehen müssen. Und sie zeigen, dass der Unparteiische freie Sicht auf das Geschehen hatte. «Hätte ich das gemacht, wäre ich wieder der Treter gewesen, der bad boy und würde vier Wochen gesperrt», hatte Franz nach dem Spiel gesagt, «Barnetta hat mir mit voller Absicht das Knie in den Oberschenkel gerammt.» Franz hatte dann noch hinzugefügt, dass er sich vom Schiedsrichter «betrogen» fühlt. Genau dieses Wort hat nun zur Geldstrafe geführt.

Es war bereits die dritte Fehlentscheidung, die die Frankfurter an den ersten Spieltagen empfindlich getroffen hat. Sowohl beim 1:2 in Hannover, als Schiedsrichter Denis Aytekin ein Handspiel auf der Linie übersehen hatte, als auch beim 0:1 gegen Freiburg, als Schiedsrichter Günter Perl ein Abseitstor in letzter Minute anerkannt hatte, und eben in Leverkusen war die Eintracht von den Unparteiischen benachteiligt worden. Keiner der drei Schiedsrichter wurde nach den Fehlentscheidungen gerügt. pes

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2:1
FC Erzgebirge Aue – VfL Bochum
2:1
FC Hansa Rostock – Spvgg. Greuther Fürth
2:2
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5:0
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2:2
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1:1
Karlsruher SC – Eintracht Frankfurt
1:0
TSV München 1860 – Alemannia Aachen
1:2
1 1 Spvgg. Greuther Fürth
70
2 2 Eintracht Frankfurt
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