Eintracht-Torhüter Oka Nikolov kritisiert neuen Ball
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Ein noch etwas unbekanntes Flugobjekt: Oka Nikolov mit dem neuen Bundesliga-Ball «Torfabrik». Foto: Hübner Der neue Bundesliga-Einheitsball wird auch bei der Eintracht kontrovers diskutiert. «Künftig enden die Spiele 4:3», glaubt Torhüter Oka Nikolov. Das liegt an den veränderten Flugeigenschaften des Spielgeräts.
Frankfurt. Auch bei der Frankfurter Eintracht fliegt ab sofort der Ball anders. «Torfabrik» heißt das weiß-rote Spielgerät, mit dem alle Vereine der Fußball-Bundesliga von einem deutschen Sportartikel-Hersteller ausgestattet wurden. Die «Torfabrik» ist der baugleiche «Bruder» des umstrittenen WM-Balles «Jabulani» und sorgt auch bei der Eintracht an den ersten Trainingstagen für ein bisschen Aufregung. «Es wird für die Torhüter immer schwieriger», schüttelt der erfahrene Oka Nikolov den Kopf, «aber das ist ja so gewollt.»
In Zukunft, so der 36 Jahre alte Nikolov, würden die Spiele «dann halt 4:3 ausgehen.» Schöne Aussichten also für Zuschauer und für Stürmer. «Der Ball fliegt definitiv anders als die anderen», sagt auch Benjamin Köhler, «wenn du ihn gut triffst, haben die Torhüter Probleme.» Im umgekehrten Fall aber könnten auch die Schützen ziemlich blöd aussehen. «Denn wenn du ihn nicht richtig triffst, fliegt er gleich zehn Meter über die Kiste», befürchtet Köhler.
Was daran liegt, dass der neue Ball deutlich leichter ist als seine Vorgänger, vor allem leichter als der Jako-Ball, mit dem die Eintracht in den letzten Jahren gespielt hat. «Unglaublich leicht», sagt Abwehrspieler Marco Russ. «Ich finde ihn besser», sagt Köhler, «es wird schon ein paar kuriose Tore geben.» Nicht nur beim Schuss verhält sich der neue Spielball der Liga anders als seine Vorgänger. Auch bei weiten Pässen fliegt er anders, wie zuletzt bei der WM zu beobachten war.
Trotz der ungewohnten Flugeigenschaften werden sich auch die Frankfurter Torhüter an das neue Flugobjekt gewöhnen. «Es ist jedenfalls besser als jede Woche mit einem anderen Ball zu kicken», sagt Torwarttrainer Andreas Menger. Er sieht keinerlei Probleme für seine Torhüter, «weil die sich mit der Zeit daran gewöhnen.»
Beim ersten Aufgalopp der Eintracht heute in Friedberg (16.30 Uhr) gegen Olympia Fauerbach will Trainer Michael Skibbe fast zwei komplette Mannschaften spielen lassen. Alle zehn Feldspieler sollen zur Pause gewechselt werden. Als einziger soll Torhüter Andreas Rössl über 90 Minuten spielen. Neben Zlatan Bajramovic, dessen Fersenoperation auf Dienstag verlegt wurde, und Chris wird auch Sebastian Rode fehlen. Der Neuzugang aus Offenbach plagt sich mit einer entzündeten Patellasehne, soll aber zur neuen Woche wieder mittrainieren können. Nach langen Verletzungspausen werden Aleksandar Vasoski und Ioannis Amanatidis erstmals wieder dabei sein. pes

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Kommentare
Stefan Schmitt schrieb am 10.07.2010 19:57 Uhr
Lieber 4:3 als 1:0
Das ist doch für jeden Fan schön wenn 7 Tore fallen als nur einer. Jetzt hat aber Oka wenigstens eine gute Ausrede wenn er den Kasten vollkriegt.
Jörn Werser schrieb am 11.07.2010 21:12 Uhr
Furchtbar!
Es ist eine Katastrophe, wenn 7 Tore fallen in einem Spiel. Das ist kein guter Fußball, das ist richtig mieser Fußball, weil kein Team seine Aufgabe erfüllt und ständig Fehler passieren. Und dass die Eintracht-Fans sich mal wieder im Bashing ihrer Spieler üben, ist einmal mehr bezeichnend für "die besten Fans der Welt".
2wfelix schrieb am 13.07.2010 10:42 Uhr
4:3
Lieber Jörn.
Deutschland-Uruquay war unterhaltsamer mit seinem 3:2 als das Klopper Finale, bei dem man 117 MInuten auf ein Tor warten musste.
Was sollen denn die Teams für Aufgaben erfüllen? Sich etwa ala Italien mit 10 Mann hinten rein stellen und dann "taktisch" einen Konter fahren? Nee, dann lieber ein paar Tore mehr. Und Deinen "Bashing" Müll kannste bei "Mainz" oder "Offenbach" posten;-)
C W schrieb am 26.07.2010 04:57 Uhr
Katastrophe
Ich bin Torwart im Amateurbereich und habe mit dem baugleichen Jubilani schon gespielt. Dieser Plastikball ist eine reine Katastrophe. Die Flugbahn ist einfach unberechenbar. Bei jeder Flanke und bei jedem Schuss zittert man regelrecht und ist glücklich, wenn man den Ball "irgendwie" abwehren konnte. Die Kritik der Bundesliga-Torhüter kann ich zu hundert Prozent nachvollziehen. Dieser Ball gehört verboten!