Bilderstrecke: Turbulente Schlussphase in Düsseldorf
Die Frankfurter Eintracht spielt in Düsseldorf 1:1-Unentschieden. Wir zeigen Ihnen Bilder von der turbulenten Begegnung und dem dramatischen Schlussakt. Fotos: Roskaritz (19)/ Hübner (13).Empörung über den "Rotzlöffel"
Für Eintracht-Trainer Armin Veh ist der Düsseldorfer Sascha Rösler eine Schande für den Fußball
Das 1:1 zwischen Düsseldorf und Frankfurt führt weiter zu hitzigen Diskussionen. Der Elfmeter zum 1:1 und Sascha Röslers unsportliches Verhalten stehen dabei im Mittelpunkt.
Von Klaus Veit
Düsseldorf. ![]()
Rudelbildung nach dem Elfmeter. Direkt davor war Armin Veh (Mitte, etwas verdeckt) von Sascha Rösler beschimpft und beleidigt worden. Foto: Hübner Vom angeblichen "Gift-Gipfel" war am Montagabend beim Spitzenspiel der Zweiten Fußball-Bundesliga lange Zeit kaum etwas zu spüren. Bis dann am Ende doch noch alle Dämme brachen. Statt eines Siegers, der Eintracht Frankfurt geheißen hätte, gab es eine ganze Menge Ärger, der auch am Dienstag bei vielen Beteiligten noch nicht verraucht war.
Anlass war der Elfmeter, den Schiedsrichter Felix Brych auf Anraten seines Linienrichters Jan Hendrik Salver gegen die Gäste verhängt hatte. Bamba Anderson soll Timo Furuholm regelwidrig im Zweikampf am Trikot gezupft haben. Als dann Jens Langeneke in der Nachspielzeit das 1:1 erzielte und so die Frankfurter Führung durch Benjamin Köhler egalisierte, drehte der vor der Partie von Eintracht-Trainer Armin Veh als Provokateur und Schauspieler bezeichnete Sascha Rösler völlig durch. Er rannte zur Frankfurter Bank, beschimpfte Veh übelst. Brych zeigte dem Spieler daraufhin die Gelb-Rote Karte, Veh musste die Bank verlassen.
Üble Beleidigungen
Der 51-Jährige wusste am Dienstag noch nicht warum. Er fühlte sich dagegen von Rösler betrogen, wollte die genauen Worte der Beschimpfungen nicht wiedergeben. Fernsehbilder legen den Verdacht nahe, dass der Spieler auch das Wort "Hurensohn" benutzt hatte. "Ich muss doch einem solchen Rotzlöffel nicht auch noch genau zuhören", sagte Veh lediglich.
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Bamba Anderson "bedankt" sich bei Schiri Brych.Der 34-Jährige sei auf alle Fälle mit seiner Gelb-Roten Karte, die ein Spiel Sperre nach sich zieht, viel zu milde weggekommen: "Wenn einer zum Schiedsrichter ,Du Pfeife‘ sagt, bekommt er mindestens vier Wochen." Und das sei auch gut so. Immerhin kündigte Wolf Werner, Düsseldorfs Manager, eine Geldstrafe für Rösler an: "Da muss er richtig bluten." Langeneke wollte seinem Teamkameraden dagegen "keinen Vorwurf" machen: "Ich glaube, der eine oder andere in Deutschland fand die Aktion von Sascha Rösler nicht schlecht."
In Vehs Augen ist Rösler allerdings eine Schande für den Fußball: "Jeder Spieler fällt mal hin, aber wie er versucht, permanent Einfluss auf den Schiedsrichter zu nehmen, da wird jeder anständige Sportler mit Füßen getreten." Bei ihm würde es ein solches Verhalten nicht geben: "Aber ich hätte bei der Eintracht auch keinen Spieler dazu."
Ob Veh damit andeuten wollte, dass sein Düsseldorfer Kollege Norbert Meier ein solches Verhalten duldet oder gar mit seinem eigenen Gehampel vor der Bank zumindest indirekt fördert, blieb bei dieser Aussage offen. Immerhin war Veh nach dem Spiel der Pressekonferenz fern geblieben, wo er hätte mit Meier an einem Tisch sitzen müssen. Das war übrigens auf Anraten von Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen geschehen, der einen noch größeren Eklat hatte verhindern wollen.
Zum Elfmeter hatte Veh dagegen wenig zu sagen: "Das war keiner, fertig. Wer in der 90. Minute eine solche Entscheidung trifft, der tut mir leid." Linksverteidiger Heiko Butscher, der in der Nähe des Linienrichters stand, wunderte sich: "Ich kann nicht sagen, ob es einer war oder nicht, weil viele Leute dazwischen standen."
Sportdirektor Bruno Hübner hatte die Entscheidung eine "Katastrophe" genannt. Das sei, so Hübner, "die ganze Scheiße", die Veh vor dem Spiel thematisiert hatte. Düsseldorf bekam gegen Frankfurt bereits den elften Elfmeter in dieser Saison zugesprochen, eine extrem hohe Zahl. Für die Eintracht-Verantwortlichen steckt die unsaubere Spielweise vieler Fortunen, allen voran Rösler, dahinter.
Starke Leistung
Als Beispiel wurde eine Szene vom vorherigen Spieltag bemüht, als Rösler dem Ingolstädter Stefan Leitl in den Rücken gerannt sei, theatralisch zu Boden fiel und dann noch "Rot" für seinen Gegenspieler forderte. Auch gegen Frankfurt war Rösler zumindest einmal unangenehm aufgefallen. Nachdem er wegen eines Fouls an Gordon Schildenfeld Gelb gesehen hatte, beschimpfte er den am Boden liegenden Eintracht-Profi, Brych, der nach dem Abpfiff keine Fragen beantworten wollte, stand daneben, unternahm aber nichts.
Nur so am Rande waren die Frankfurter auch etwas stolz auf ihre sportliche Leistung. "Hinten standen wir richtig gut, nach vorne haben wir noch etwas Luft", befand Veh und will sich nun aufs Derby am Samstag gegen den FSV Frankfurt konzentrieren. Da soll ein Dreier her, um bloß keinen Boden im Aufstiegskampf zu verlieren. Denn Düsseldorf (44 Punkte), Greuther Fürth, Frankfurt (je 43), St. Pauli und Paderborn (je 42) liefern sich an der Tabellenspitze ein ganz enges Rennen.

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Kommentare
Werner Preusch schrieb am 15.02.2012 10:27 Uhr
"Rotzlöffel"
Armin Veh hat vollkommen Recht. Ich finde es gut, dass der Fall "Rösler" endlich angesprochen wurde.
Danke.
Meine Hoffnung ist, dass die Schiedsrichter jetzt genauer hinschauen.
Ich habe gestern dem DFB wegen Brych gemailt, da er das 2.Spiel innerhalb einer Woche (Pokal Berlin)fälschlich beeinflusst.
Rüdiger Matzner schrieb am 15.02.2012 11:07 Uhr
Ruhig Blut
Die Aufregung ist berechtigt, es war ungeschickt vom Schiedsrichtergespann den Elfer zu geben, jetzt sollte aber sich wieder auf das Alltagsgeschäft konzentriert werden, auf Dauer bringt das keine Pluspunkte für die Eintracht!!
Ruhig Blut für Veh & Co schlage ich vor.
Es wird immer solche Entscheidungen geben und das nächste mal bekommt die Eintracht einen Elfer wo der Gegner auch lamentieren wird, das ist doch das schöne am Fussball das die Emotionen hoch kochen.
Hans-Peter Hänel schrieb am 15.02.2012 12:07 Uhr
Ergebnisbeeinflusser
Ich kann nicht verstehen,daß ein sogenannter "Unparteiischer" und ein Mensch an der Seitenlinie sich derart von provozierenden Düsseldorfer Spielern und Verantwortlichen(?) beeinflussen lassen.
Diese Herren müssten doch aus den vegangenen Vokommnissen gelernt haben. Scheinbar leider nicht.
Heinz Schenk schrieb am 15.02.2012 13:37 Uhr
Ich verstehe es nicht...
Wenn ich sehe wie gut – und das meine ich wirklich ernst – unsere deutschen Schiri's pfeifen können, wenn Sie International eingesetzt werden und man diesen dann das Wochenende drauf dann auf einem Bundesligarasen pfeifen sieht, liegen da plötzlich Welten zwischen dessen Beurteilungen. "Das ist die Internationale Härte", "in England würde man darüber lachen" – so wird argumentiert um die Leistung zu relativieren.
Der Profifußball hat mittlerweile ein Niveau erreicht, wo Tatsachen- bzw. Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern über das Wohl und Leid ganzer Regionen entscheidet (um es mal zu dramatisieren). Bei dieser Wichtigkeit, müsste man daher schnellstens an folgenden Punkten innerhalb der Ligen und mit allen Verantwortlichen zusammen, folgendes beschießen:
1.) Einführung von vollzeitbeschäftigten Profi Schiedsrichtern
2.) Dauerhafte Einführung von zwei weiteren Schiedsrichtern an den Torauslinien (wie in der CL)
3.) Beibehaltung eines Schiedsrichter Standards der national wie auch international Stand hält
Die Einführung eines 5. Offiziellen, der in luftiger Stadionhöhe bei solch extrem unschlüssigen Situationen wie am Montag Abend die Möglichkeit hat, seinem "Bodenpersonal" nach Sichtung von TV Bilder Hilfestellung leistet, bleibt wohl aus verschiedenen Gründen ein Wunschgedanke.
Der Chip im Ball der Eindeutig ein Tor signalisiert, soll m. W. ja zur kommenden WM eingeführt werden.
Bei all den Möglichkeiten bleibt natürlich noch der Faktor Mensch und der ist wie wir alle nun mal fehlbar. Bleibt zu Hoffen das sich die fußballerische Weisheit, das sich im Laufe einer Saison alles ausgleicht, erfüllt.
Zur Person Rösler gibt es eigentlich nicht zu sagen. Das was Veh verbal vorgelegt hat, wurde von Ihm mit einem verbalen Tritt in den Unterlaib beantwortet. Das dies alle Gemüter zu Recht auf der Bank erregt hat ist absolut Verständlich.
Spieler wie Rösler polarisieren und werden dies auch weiter tun. Ich erinnere mich da nur mal kurz an ein Interview von einem Herrn Gomez zur Personalie Maik Franz oder daran, als dieser noch bei einem badischen Club, munter gegen die Schienbeine unserer Stürmer trat. Da waren die Reaktionen bei uns keine andere. Ich stell mal die Hypothese auf, das wenn dieser "Rotzlöffel" bei uns spielen würde, er heute in unseren Augen ein Held wäre, wenn auch ein stark fragwürdiger.
Jetzt heißt es aber nach vorne schauen und sich auf das Derby gegen den abstiegsbedrohten FSV vorzubereiten. Für die sind nämlich alle Spiele, "Endspiele" und es wird mir Sicherheit eine ganz andere Partie werden, als die im vergangenen Spätsommer. (FSV:SGE 0:4)
Heinrich Schneider schrieb am 15.02.2012 13:52 Uhr
Bamba hat ironisch gegen schiri geklatscht
Hoert jetzt auf es reicht !!! Wir muessen uns auf den FSV
Konzentrieren !!!!!
Wir hatten mit Mike Franz auch einen .........
Also weiter SGE
Herr VEH trinken Sie mal einen TEE !!!!!!
Werner Asal schrieb am 15.02.2012 14:37 Uhr
So werden Skandale geschürt!
Durch solche klaren Fehlentscheidungen der Schieds und Linienrichter (nun das 2.mal innert 2 Wochen)braucht man sich nicht zu wundern, wenn es zu Tumulten und Skandalen kommt.Sie geben doch immer wieder Zündstoff mit solchen grassen Fehlentscheidungen. S. Rösler gehört in die Schauspielschule um sich zu verfeinern!
viko Bruchhagen schrieb am 15.02.2012 14:37 Uhr
Vogelzuchtverein
Wenn D.dorfer es besser nicht können und es auch nicht einsehen, dass diese Vorgehensweise nicht in Ordnung ist, dann ist es halt so. Für mich sind die ab jetzt nur ein Vogelzuchtverein. Haben nur Schwalben in der Manschaft. Angefangen von Schwalben-Trainer, alle Mittelfeld- und Sturm-Schlwalben. Die exportieren die Schwalben inzwischen sogar aus Finnland!!Einfach vom DFB ausschliessen und zu Vogelzüchtern wechseln, das paßt!
Jo Kr schrieb am 15.02.2012 17:02 Uhr
Da brauchen sie sich mal nicht zu wundern das die Fans ausrasten..
Solche Schiri Leistungen sind eine einzige Provokation, das braucht sich keiner zu wundern das die Fans ausrasten. Welche Macht und Arroganz dahinter steckt sich so als " unfehlbar" aufzuspielen tut dem Sport ( ? ) nicht gut und schafft natürlich damit auch ein Potential der Gewalt. Der DFB sollte gut daran tun solche Pfeifen nicht mehr aufzustellen und für Abhilfe sorgen sonst wird der Ärger mit den Fans immer aufs Neue geschürt... Siehe allein diese Diskussionen darüber... Da sieht man klar wie das polarisiert...
oliver ranft schrieb am 15.02.2012 20:07 Uhr
schiri
Armin Veh hat völlig recht,Rössler ist ein schauspieler wie er im Buche steht der gehört nicht auf den Fußballplatz sondern in ein sanatorium.Was die Schitsrichter angeht hat das spiel am Montag gezeigt das sie sich beeinflussen lassen den der mann an der seitenlinie konnte das aus dieser entfernung nicht sehen ,aber da ja die Düsseldorfer alle ihre arme hocheben mußte ja so entschieden werden und Herr Brych hatte angst ihn nicht zu geben.Die Eintracht sollte mal schris vom DFB ablehen wie oft ist Die Eintracht benachteidigt worden.
Kalli Kalix schrieb am 16.02.2012 17:37 Uhr
Augen auf
Unbestritten und verantwortungslos hat Herr Veh die Pandorabüchse geöffnet; er ist Täter und alle anderen sind Beteiligte, auch inkl. Rösler. Veh wusste, dass dies ein Problemspiel wird aufgrund der erwarteten 50.000 Zuschauer, den Ultras auf beiden Seiten und die Anspannung bei den Teams. Wer in solch einer Situation Benzin in's Feuer schüttet, ist in erster Linie ein Fall für den Arzt; in zweiter Linie ein Fall für den DFB. Frankfurt sieht sich als den FC Bayern der 2. Liga; sorry Herr Bruchhagen - Einige in ihrem Verein sind größenwahnsinnig. Ihr Etat für die Saison 2011/2012 soll
17,5 MIO € betragen; davon sind 10 MIO Schulden. Der Etat in Düsseldorf beträgt 7,5 MIO; der Schuldenstand ist null €. Wie stark muss der Druck auf Sie, auf Ihr Management, Trainer und Team sein; anders sind Ihre wie andere Entgleisungen unerklärbar. Doch diese Situation ist von Ihnen zu verantworten, weder von Herrn Werner, Meier geschweige Rösler. Lösen Sie bitte ihre Probleme in Frankfurt; nicht auf anderen Plätzen. Herr Veh sollte sich bei F95 entschuldigen; gleiches gilt für Herrn Rösler gegenüber Herrn Veh. Wer den polzeilichen Einsatz für die Sicherheit dieses Spiels sah; die Anfangsminuten, ausgelöst durch ein Feuerwerk verursacht durch die Frankfurter Ultras; muss sich zwangsläufig fragen, warum die Polizisten als Mensch den Kopf gerade halten müssen und der Steuerzahler für diesen Scheiss zahlen muss; und an dieser Situation von Montag tragen Sie die Hauptverantwortung.