Bilderstrecke: Eintracht: Michael Skibbes Amtszeit in Bildern
Michael Skibbe ist nicht mehr Trainer der Frankfurter Eintracht. Nach neun sieglosen Spielen in Folge schafften die Adler mit einem 2:1 gegen St. Pauli zwar den Befreiungsschlag. Ihrem Trainer konnte die Mannschaft den Job jedoch nicht mehr retten. Die Verantwortlichen der SGE zogen die Reißleine und entließen Skibbe.In unserer Fotostrecke blicken wir zurück auf Michael Skibbes Amtszeit in Frankfurt. Alle Fotos: dpa
Es ist noch Platz im Keller
Der neue Trainer ist angetan vom Engagement der Spieler, in der Einschätzung der Mannschaft unterscheidet er sich nicht von seinen Vorgängern. «Der Charakter stimmt, die Einstellung ist hervorragend, hier hält sich keiner zurück», sagt der Neue, «dafür muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine verschworene Gesellschaft sein werden.»
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Alles hört auf sein Kommando! Roland Koch bringt die Eintracht-Spieler in Schwung. Foto: HübnerDaran arbeitet auch Daums langjährige Assistent Roland Koch mit Hochdruck. Vor und nach dem Aufwärmen werden weiter kernige Parolen geschmiedet und gebrüllt. Frage Kochs gestern Vormittag: «Was holen wir ’raus?» Antwort: «Prozentpunkte!» Nachfrage Koch: «Und wie ist das?» Antwort: «Geiles Feeling!»
«Die müssen uns spüren»
Obwohl Christoph Daum in den ersten Tagen nur mit einem Teil des Aufgebotes arbeiten konnte, fühlt er sich in seiner ursprünglichen optimistischen Sicht der Dinge bereits bestätigt. «Wenn wir den Kopf freikriegen, dann marschieren wir», ist er überzeugt.
Soll heißen: Die Eintracht hat vor keinem Gegner Angst. Eher soll es andersherum laufen. Das hat der Trainer beim Zweikampf-Training gestern bei einer Korrektur-Pause auch noch einmal lautstark klargemacht: «Wir bringen unser Spiel durch! Die müssen uns spüren, müssen Angst kriegen!»
Dazu passt auch Daums Antwort auf die Frage, ob ihm die starken Gegner in den nächsten Wochen wie Wolfsburg, Bremen, Bayern, Mainz und Dortmund Sorge bereiten. «Da versetze ich mich doch mal in die Lage der anderen», lächelt er, «die müssen gegen uns spielen.»
Die Fans klatschen Beifall, wenn sie solche Aussagen hören. Er habe sehr schnell in Frankfurt eine tiefe «Sehnsucht» festgestellt nach der Rückkehr zu den guten alten Zeiten. «Hier gibt es ein Riesenpotential, das wollen wir wecken», sagt Daum, «alle sehnen sich doch danach, dass die Eintracht irgendwann wieder international spielt.» Bei diesen Visionen aber dürfe man nie das «Naheliegende» außer acht lassen. «Und das sind die nächsten Spiele, der Klassenerhalt», sagt der Eintracht-Coach, der der Frankfurter Fan-Seele ein bisschen was von dem zurückgeben will, was er ihr einst im sportlichen Sinne genommen hat.
Unvergessen ist, als die Eintracht 1992 in Rostock am letzten Spieltag die Deutsche Meisterschaft gegen den VfB Stuttgart unter Christoph Daum verloren hat.
«So etwas kann man nicht mehr gutmachen», versichert der neue Trainer, «damals hatte die Eintracht die beste Mannschaft und hätte Meister werden müssen.» Er sei noch heute «stolz» darauf, «dass wir das mit dem VfB und damals eigentlich geringeren Mitteln geschafft haben.»
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