20.03.2010 Eintracht Frankfurt

Frankfurt besiegt Bayern in der Schlussphase

«Und dann die Hände zum Himmel»: Die Eintracht-Spieler bedanken sich nach Abpfiff der denkwürdigen Partie bei den Fans. Foto: dpa«Und dann die Hände zum Himmel»: Die Eintracht-Spieler bedanken sich nach Abpfiff der denkwürdigen Partie bei den Fans. Foto: dpa«Und dann die Hände zum Himmel»: Die Eintracht-Spieler bedanken sich nach Abpfiff der denkwürdigen Partie bei den Fans. Foto: dpa Frankfurt. Der FC Bayern München hat sich nach zuletzt 19 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage bis auf die Knochen blamiert und im Titelkampf einen herben Rückschlag erlitten. Bei Eintracht Frankfurt unterlag der Tabellenführer am Samstag trotz der frühen Führung durch Fußball-Nationalstürmer Miroslav Klose (6. Minute) und wurde dabei für sein lässiges Spiel bestraft. Die eingewechselten Juvhel Tsoumou (87.) und Martin Fenin (89.) drehten das Spiel vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank Arena auf den letzten Drücker - und das vier Tage vor dem Halbfinal-Schlager im DFB-Pokal auf Schalke. «Man kann sagen, das war verdient für Eintracht Frankfurt, aber wir haben das Spiel selbst weggegeben. Und das ist sehr schade», meinte Trainer Louis van Gaal.

Die Frankfurter wurden für ihren mutigen Auftritt gegen den Champions-League-Viertelfinalisten doch noch belohnt. «Wir haben uns endlich mal nicht ins Hemd gemacht in so einem Spiel», meinte Coach Michael Skibbe triumphierend. «Das haben wir uns heute einfach verdient, das haben wir uns erkämpft und erspielt.»

Für van Gaal war der Knackpunkt der Partie, als er in der 80. Minute seinen verletzten Abwehrchef Daniel van Buyten rausnehmen musste. Der Belgier schied mit einer Prellung des Jochbeins und der Augenhöhle aus. «Ich denke, das war ein Wechsel zu viel», meinte der Bayern-Trainer. Die Münchner mussten ohnehin ohne ihre verletzten Asse Franck Ribéry, Martin Demichelis, Mario Gomez und Ivica Olic auflaufen. Bei der Eintracht fehlten die gesperrten Maik Franz, Patrick Ochs und Selim Teber sowie die «Patienten» Ioannis Amanatidis, Nikos Liberopoulos und Zlatan Bajramovic. Dafür rannten sich die Jungprofis wie Marcel Heller und Sebastian Jung die Lunge aus dem Leib.

Es dauerte jedoch keine Minute, da hatte Torjäger Arjen Robben bereits die Abwehr der Hessen hinter sich gelassen: Sein Schuss landete aber genau in den Armen von Torwart Oka Nikolov. Am Führungstor der Gäste war der Niederländer indirekt beteiligt, weil er - im passiven Abseits stehend - Nikolov irritierte und Klose auf Zuspiel von Kapitän Mark van Bommel einschießen konnte - das zweite Saisontor des Nationalspielers.

Die Eintracht versteckte sich aber vor dem übermächtigen Gegner nicht, spielte munter mit und vergab Mitte der ersten Halbzeit gleich vier dicke Chancen: Zweimal zeigte sich der Ex-Schalker Halil Altintop in aussichtsreicher Position zu unentschlossen, einmal rettete Daniel van Buyten nach einem Kopfball auf der Torlinie. Und dann rettete Schlussmann Jörg Butt mit den Fingerspitzen bei einem Kopfball von Benjamin Köhler.

Der Rekordmeister machte kaum Anstalten, das Spiel an sich zu reißen und verwaltete nur die Führung: Zu lethargisch traten Bastian Schweinsteiger und Co. auf, ohne Ideen und Angriffsschwung. Auch nach der Pause durfte sich der FC Bayern bei Butt bedanken. Nach einem Heber von Youngster Sebastian Jung konnte er den Ball gerade noch über die Latte lenken (49.). Pirmin Schwegler und Caio per Freistoß vergaben dann weitere Chancen der Frankfurter, die die Münchner nach wie vor unter Druck setzten. Auf der Gegenseite war von Superstar Robben kaum etwas zu sehen, sein Angriffspartner Klose rieb sich wenigstens in Zweikämpfen auf. dpa


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Kommentare

2wfelix schrieb am 21.03.2010 11:02 Uhr

tipp

ich bin gespannt über einen kommentar vom 0:6 tipper und "eintrachtfan"!

Rainer Kiefer schrieb am 21.03.2010 17:22 Uhr

SGE besiegt Bayern

0:6 Tipper und Eintrachtfan wird jetzt sehr ruhig sein, denn wenn er das Spiel gesehen haben sollte und auch noch Ahnung von Fußball hat muss er zugeben, daß ein 6:0 i.O gewesen wäre aber nicht für die Bayern na ja man sollte unsere SGE nie unterschätzen wir waren einfach besser und es war nur geil
RK

Stefan Schmitt schrieb am 22.03.2010 07:27 Uhr

0:6 , da hab ich mich geirrt.

Ja da bin ich. Ich trau mich also doch mich mit einem Kommentar zu melden. Wann immer ich geschrieben habe das Eintracht untergeht hat Eintracht gewonnen, bis auf Stuttgart und Schalke. Das scheint die Mannschaft doch anzustacheln. Es war ein unerwarteter aber hochverdienter Sieg der auch 6:1 für Eintracht hätte ausgehen können. Wenn ein Ribery und Gomez dabei gewesen wären hätte es wohl anders aussehen können aber wir haben mit einer Rumpfmannschaft gespielt und verdient gewonnen. Ich hoffe das Skibbe nun Heller, Jung und Caio in der Mannschaft am Freitag in Bochum lässt und Ochs und Franz auf die Bank setzt und Teber auf die Tribüne, da gehört er hin. Skibbe hätte eigentlich gar keinen Grund zu wechseln aber er wird es sicher tun und zumindest Franz und Ochs reinnehmen, das hätten die starken Heller und Jung nicht verdient, denn wenn Eintracht in Bochum verliert oder Remis spielt dann schreien alle "Warum haben Sie die Mannschaft verändert"? Ich hoffe Skibbe hat den Mut das gleiche Team in Bochum spielen zu lassen denn dort wird es viel schwerer als gegen Bayern weil man dort einen Sieg erwartet. In Hannover hat Skibbe mit einer defensiven Aufstellung alles falsch gemacht, gegen die Bayern mit einer offensiven Aufstellung alles richtig. Ändern Sie das Team nicht, Herr Skibbe! Wir wollen keinen Teber sehen.

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Eintracht Braunschweig – FC Ingolstadt
3:1
FC Energie Cottbus – 1. FC Union Berlin
2:1
FC Erzgebirge Aue – VfL Bochum
2:1
FC Hansa Rostock – Spvgg. Greuther Fürth
2:2
FC St. Pauli – SC Paderborn
5:0
Fortuna Düsseldorf – MSV Duisburg
2:2
FSV Frankfurt – Dynamo Dresden
1:1
Karlsruher SC – Eintracht Frankfurt
1:0
TSV München 1860 – Alemannia Aachen
1:2
1 1 Spvgg. Greuther Fürth
70
2 2 Eintracht Frankfurt
68
3 3 Fortuna Düsseldorf
62
4 5 FC St. Pauli
62
5 4 SC Paderborn
61
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45
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