Kreislauf der Leiden
Eintrachts Sorgenkinder kommen einfach nicht so recht auf die Beine
Von Peppi Schmitt
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Wieder einmal nicht am Ball: Chris (von links), Ioannis Amanatidis und Aleksandar Vasoski. Foto: Bild-Pressehaus Chris ist krank, Amanatidis zwickt das Knie, Vasoski auch. Wenigstens scheint Rodes Knorpelschaden nicht ganz so schlimm zu sein.
Frankfurt. Die Frankfurter Eintracht und ihre verletzten Spieler – eine unendliche Geschichte. Seit Jahren sind es dieselben Fußballprofis, die Sorgen bereiten, die sich immer neue Verletzungen zuziehen, die operiert werden müssen, die aus dem einen oder anderen Grund mehr oder weniger lange ausfallen. Aktuell muss Trainer Michael Skibbe wieder einmal auf mindestens fünf Spieler verzichten, die – Gesundheit vorausgesetzt – zumindest zum Aufgebot für das Bundesliga-Auswärtsspiel am Samstag bei Borussia Mönchengladbach gehören würden.
Da ist Stürmer Ioannis Amanatidis, der sich nun mit Problemen im linken Knie plagt. Da ist Abwehrspieler Chris, der am Samstag nach einer Leistenoperation sein Comeback und Saisondebüt feiern sollte, aber gestern wegen einer Magen-Darm-Grippe nicht trainieren konnte. Da ist Aleksandar Vasoski, der wieder Schmerzen im wegen eines Knorpelschadens operierten Knie verspürt. Da ist Sebastian Rode, der gerade wegen eines Knorpelschadens operiert worden ist. Und da ist Zlatan Bajramovic, der seit Monaten wegen einer Achillessehnenoperation außer Gefecht ist und beim Training am Montag nur mal vorbeigeschaut hatte, um nicht ganz in Vergessenheit zu geraten.
Es sind also wieder einmal die Mediziner, die großen Einfluss auf die Aufstellung haben. Amanatidis wird in Gladbach kaum spielen können, erhält er doch seit Montag Spritzen ins entzündete Knie und wird diese Woche nicht mehr auf dem Trainingsplatz stehen.
Vasoskis Knie ist dick
Sebastian Rode, vor einem Jahr noch als Profi der Offenbacher Kickers wegen eines Kreuzbandrisses operiert, wird «mindestens bis zum Winter ausfallen», wie Skibbe berichtete. Dabei ist der Knorpelschaden, der am Montag in Heidelberg operativ behandelt wurde, nicht ganz so schlimm wie bei anderen Eintracht-Kollegen zuletzt. Der Schaden sei nicht in einer «Belastungszone», berichtete der Trainer.
Aleksandar Vasoski, im vergangenen Winter ebenfalls wegen eines Knorpelschadens operiert, schien wie Amanatidis den Anschluss bereits geschafft zu haben, doch nach den hohen Belastungen der letzten Wochen hat das Knie erneut geschmerzt. Nach dem Freundschaftsspiel in Würges war das operierte Gelenk auch wieder angeschwollen. Eine Kernspintomografie soll nun Aufschluss geben, ob und wie lange Vasoski pausieren muss. Für die Begegnung in Mönchengladbach steht er jedenfalls nicht zur Verfügung.
Umso wichtiger wäre es, wenn Chris endlich einsatzbereit wäre. Die Hoffnung ist allerdings auch in diesem Fall nur gering, denn wirklich fit werden kann der neue Eintracht-Kapitän bis zum Wochenende nicht. Seit dem 1. Mai hat er nicht mehr in der Bundesliga gespielt, zuletzt wurde er wie Vasoski in Würges eingesetzt. Und selbst gegen den Oberligisten hat man dem Abwehrchef die lange Pause wegen einer Leistenoperation angemerkt.
«Mir fehlt einfach noch die Kraft», weiß Chris selbst. Da ist es ausgesprochen ärgerlich, dass er beim Training wegen Magenproblemen nicht mitmachen konnte. Internist Dr. Herwig Gabriel hat ihm Infusionen gegeben, um ihn schnell wieder aufzupäppeln.
Chris soll mitfahren
Mitfahren nach Mönchengladbach soll Chris «in jedem Fall», sagt der Trainer. Ob er ihn auch aufstellt, werde auch davon abhängen, ob mit Maik Franz und Marco Russ die beiden übrig gebliebenen Innenverteidiger hundertprozentig einsatzfähig sind. Und in welcher Verfassung die Nationalspieler Sebastian Jung, Pirmin Schwegler, Georgios Tzavellas, Theofanis Gekas, Halil Altintop und Martin Fenin von den Länderspielen am Dienstagabend zurückkehren.

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