24.08.2009 FSV Frankfurt

Der FSV will noch drei Neue

Zweitligist sucht nach dem Fehlstart nach Qualität – Sascha Dum ist einer der Kandidaten

Von Jörg Daniels

Von Jörg Daniels

Nach dem 0:0 am Freitagabend im «Improvisationsspiel» (Reisig) gegen Paderborn will der FSV Frankfurt noch drei Offensivspieler für den Überlebenskampf in der Zweiten Liga verpflichten.

Frankfurt. Gut möglich, dass die «Zockerei», von der Uwe Stöver, der sportliche Leiter des FSV Frankfurt spricht, noch bis zum Montag der kommenden Woche andauert. «Der 31. August ist die magische Zahl», sagt Geschäftsführer Bernd Reisig. An diesem Tag endet die Transferperiode – und wenn im Bieterkampf mit anderen Klubs alles nach Wunsch verlaufen ist, hat der Fußball-Zweitliga-Verein bis dahin noch drei Spieler unter Vertrag genommen. Solche, die für den FSV nach Einschätzung der sportlichen Leitung wirkliche Verstärkungen im sportlichen Überlebenskampf darstellen. «Unsere absoluten Wunschspieler sind absolute Qualitätsspieler», so Stöver nach dem 0:0-Unentschieden zu Hause gegen Paderborn.

Wunschkandidat für die linke offensive Mittelfeldseite ist nach Informationen dieser Zeitung Sascha Dum. Trotz bestehenden Vertrags besitzt der 23-Jährige bei Bayer Leverkusen derzeit keine Perspektive. Allerdings ist auch der MSV Duisburg an einer Verpflichtung Dums interessiert. Ein Wechsel des Profis zu Hansa Rostock ist bereits Ende Juli geplatzt.

Zäher Wettbewerb

1996 zu Bayer 04 gestoßen, schloss sich der ehemalige U 21-Nationalspieler zur Rückrunde 2005/2006 auf Leihbasis Alemannia Aachen an. Nach dem Aufstieg in die erste Liga brachte es Dum auf dem Tivoli auf 22 Einsätze. Zu Beginn der Saison 2007/2008 kehrte der Mittelfeldspieler dann nach Leverkusen zurück. In der abgelaufenen Bundesliga-Runde stand er unter dem damaligen Bayer-Trainer Bruno Labbadia 20 Mal auf dem Platz.

«Wir sind im zähen Wettbewerb mit anderen Vereinen und müssen einen langen Atem haben», sagt Stöver. Im Ringen um die dringend erforderlichen neuen Offensivspieler verfügen die Bornheimer im Kreis der Bewerber nicht über die beste Ausgangsposition. Nicht nur, weil die Mannschaft von Trainer Tomas Oral nach drei Spieltagen und zwei Niederlagen einen Abstiegsplatz einnimmt. Wirtschaftlich werden die Hessen gegen Klubs wie Duisburg nicht mithalten können.

Zusagen fehlen

Neben einem Stürmer steht noch ein junger Offensiv-Allrounder auf der Einkaufsliste des FSV. Für den Angriff und die linke Mittelfeldseite haben die Frankfurter jeweils vier bis fünf Kandidaten im Auge. Einige von ihnen kämen aus dem Ausland, so Stöver. Zumindest bei den Wunschspielern gibt es kaum noch Klärungsbedarf. «Das Interesse ist schon gut abgesprochen», sagt der sportliche Leiter. Doch entweder fehlt noch die Zusage des Spielers oder der FSV konnte bisher keine Übereinkunft mit dem abgebenden Verein erzielen.

«Wenn wir uns gut eine Woche vor Ablauf der Transferperiode einigen würden, wäre der Spieler 300 000 Euro teurer», berichtet Reisig vom schwierigen Verhandlungsstand. So aber nimmt der Zeitdruck in der letzten Verhandlungswoche auf allen Seiten zu. Am meisten möchten die Bornheimer davon profitieren, indem sie gute Spieler ohne gute Aussichten bei ihren Klubs schließlich für vergleichsweise bescheidenes Geld an sich binden. «Der eine oder andere Spieler wird nervös», hofft Stöver.

Lagerblom spielt

Die Frankfurter hingegen versuchen Gelassenheit zu vermitteln. Schlimmer kann es ohnehin kaum kommen. Während einige Profis wie Soumaila Coulibaly und Alexander Voigt noch nach ihrem Spielrhythmus suchen und große Anpassungsprobleme in der Zweiten Liga offenbaren, beklagen die Bornheimer zudem großes Verletzungspech. Ein «Improvisationsspiel» nannte Reisig daher die Partie gegen Aufsteiger Paderborn. «Wir sind nur noch am Löcher stopfen», sagt auch Stöver. Um so wichtiger sind für den FSV neue, «konkurrenzfähige Spieler», wie Oral sagt.

Einer davon ist Pekka Lagerblom. Der Finne ist zwar schon seit Saisonbeginn in Frankfurt. Wegen einer in der Vorbereitung erlittenen Knieverletzung konnte er jedoch erst gestern erstmals Spielpraxis sammeln. Beim 5:0 der zweiten FSV-Mannschaft in der Hessenliga gegen Eschborn kam er 30 Minuten zum Einsatz. Wenn das Zweitliga-Team am kommenden Sonntag zum Auswärtsspiel in Aachen antritt, steht Lagerblom gegen seinen ehemaligen Verein womöglich im Aufgebot. Dann kann es auch für den prominenten Neuzugang nur ein Ziel geben. «Wir müssen langsam die Kurve kriegen», sagt Kapitän Sead Mehic.

  • Zurück
  • Versenden
  • Kommentar
  • Druckansicht
    • Delicious
    • Mr. Wong
    • Linkarena
    • Google
    • Yigg
    • Oneview
    • Facebook
    • Facebook

Kommentare

Zur Zeit liegen noch keine Kommentare zu dieser Meldung vor.

Kommentar verfassen

Kommentar verfassen
  1. Bestätigung

    Bestätigung

    Bitte geben Sie das Ergebnis folgender Rechenaufgabe in das Lösungsfeld ein.

    1 + 3


Anzeige

Zum Thema

Gratis: Eintracht-Newsletter

Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Gratis. Und bequem per Mail.

Sportfotos vom FSV Frankfurt

Impressionen vom letzten Heimspiel der Bornheimer.

FNP-Testabo bestellen

Lesen, was Sache ist: Das FNP-Probeabo! 14 Tage kostenlos.

Ergebnisse Fußball, 2. Bundesliga

Eintracht Braunschweig – FC Ingolstadt
3:1
FC Energie Cottbus – 1. FC Union Berlin
2:1
FC Erzgebirge Aue – VfL Bochum
2:1
FC Hansa Rostock – Spvgg. Greuther Fürth
2:2
FC St. Pauli – SC Paderborn
5:0
Fortuna Düsseldorf – MSV Duisburg
2:2
FSV Frankfurt – Dynamo Dresden
1:1
Karlsruher SC – Eintracht Frankfurt
1:0
TSV München 1860 – Alemannia Aachen
1:2
1 1 Spvgg. Greuther Fürth
70
2 2 Eintracht Frankfurt
68
3 3 Fortuna Düsseldorf
62
4 5 FC St. Pauli
62
5 4 SC Paderborn
61
6 6 TSV München 1860
57
7 7 1. FC Union Berlin
48
8 9 Eintracht Braunschweig
45
9 8 Dynamo Dresden
45
10 10 MSV Duisburg
39
11 12 VfL Bochum
37
12 11 FC Ingolstadt
37
13 13 FSV Frankfurt
35
14 14 FC Energie Cottbus
35
15 15 FC Erzgebirge Aue
35
16 16 Karlsruher SC
33
17 17 Alemannia Aachen
31
18 18 FC Hansa Rostock
27
Anzeige