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Der FSV will noch drei Neue
Zweitligist sucht nach dem Fehlstart nach Qualität – Sascha Dum ist einer der Kandidaten
Pekka Lagerblom (l.) sammelte erst jetzt erste Spielerfahrung (Archivbild).
Von Jörg Daniels
Von Jörg Daniels
Nach dem 0:0 am Freitagabend im «Improvisationsspiel» (Reisig) gegen Paderborn will der FSV Frankfurt noch drei Offensivspieler für den Überlebenskampf in der Zweiten Liga verpflichten.
Frankfurt. Gut möglich, dass die «Zockerei», von der Uwe Stöver, der sportliche Leiter des FSV Frankfurt spricht, noch bis zum Montag der kommenden Woche andauert. «Der 31. August ist die magische Zahl», sagt Geschäftsführer Bernd Reisig. An diesem Tag endet die Transferperiode – und wenn im Bieterkampf mit anderen Klubs alles nach Wunsch verlaufen ist, hat der Fußball-Zweitliga-Verein bis dahin noch drei Spieler unter Vertrag genommen. Solche, die für den FSV nach Einschätzung der sportlichen Leitung wirkliche Verstärkungen im sportlichen Überlebenskampf darstellen. «Unsere absoluten Wunschspieler sind absolute Qualitätsspieler», so Stöver nach dem 0:0-Unentschieden zu Hause gegen Paderborn.
Wunschkandidat für die linke offensive Mittelfeldseite ist nach Informationen dieser Zeitung Sascha Dum. Trotz bestehenden Vertrags besitzt der 23-Jährige bei Bayer Leverkusen derzeit keine Perspektive. Allerdings ist auch der MSV Duisburg an einer Verpflichtung Dums interessiert. Ein Wechsel des Profis zu Hansa Rostock ist bereits Ende Juli geplatzt.
Zäher Wettbewerb
1996 zu Bayer 04 gestoßen, schloss sich der ehemalige U 21-Nationalspieler zur Rückrunde 2005/2006 auf Leihbasis Alemannia Aachen an. Nach dem Aufstieg in die erste Liga brachte es Dum auf dem Tivoli auf 22 Einsätze. Zu Beginn der Saison 2007/2008 kehrte der Mittelfeldspieler dann nach Leverkusen zurück. In der abgelaufenen Bundesliga-Runde stand er unter dem damaligen Bayer-Trainer Bruno Labbadia 20 Mal auf dem Platz.«Wir sind im zähen Wettbewerb mit anderen Vereinen und müssen einen langen Atem haben», sagt Stöver. Im Ringen um die dringend erforderlichen neuen Offensivspieler verfügen die Bornheimer im Kreis der Bewerber nicht über die beste Ausgangsposition. Nicht nur, weil die Mannschaft von Trainer Tomas Oral nach drei Spieltagen und zwei Niederlagen einen Abstiegsplatz einnimmt. Wirtschaftlich werden die Hessen gegen Klubs wie Duisburg nicht mithalten können.
Zusagen fehlen
Neben einem Stürmer steht noch ein junger Offensiv-Allrounder auf der Einkaufsliste des FSV. Für den Angriff und die linke Mittelfeldseite haben die Frankfurter jeweils vier bis fünf Kandidaten im Auge. Einige von ihnen kämen aus dem Ausland, so Stöver. Zumindest bei den Wunschspielern gibt es kaum noch Klärungsbedarf. «Das Interesse ist schon gut abgesprochen», sagt der sportliche Leiter. Doch entweder fehlt noch die Zusage des Spielers oder der FSV konnte bisher keine Übereinkunft mit dem abgebenden Verein erzielen.«Wenn wir uns gut eine Woche vor Ablauf der Transferperiode einigen würden, wäre der Spieler 300 000 Euro teurer», berichtet Reisig vom schwierigen Verhandlungsstand. So aber nimmt der Zeitdruck in der letzten Verhandlungswoche auf allen Seiten zu. Am meisten möchten die Bornheimer davon profitieren, indem sie gute Spieler ohne gute Aussichten bei ihren Klubs schließlich für vergleichsweise bescheidenes Geld an sich binden. «Der eine oder andere Spieler wird nervös», hofft Stöver.
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