FSV feiert ersten Auswärtssieg: «Ausrufezeichen»
Oberhausen . Mit einem Paukenschlag hat der Frankfurt seinen Auswärtsfluch in der 2. Fußball-Bundesliga abgelegt. Durch das 3:1 (2:0) bei Rot-Weiß Oberhausen gelang dem Tabellen-Vorletzten am Samstag nach einer schier endlosen Durststrecke von elf Niederlagen nacheinander in der Fremde der erste «Dreier». Vor 7183 Zuschauern im Stadion Niederrhein waren der Brasilianer Cidimar mit einem Doppelschlag (7. und 57. Minute) sowie Pa Salikou Kujabi (38.) für die Hessen erfolgreich. «Die Mannschaft hat heute ein Ausrufezeichen gesetzt und gezeigt, dass sie sich gegen unsere Situation wehren will», sagte Trainer Hans-Jürgen Boysen.
Für den FSV hat sich die Nach-Verpflichtung des zuletzt vereinslosen Angreifers Cidimar Anfang September schon in kürzester Zeit ausgezahlt. Der 25-Jährige stand bis zum 30. Juni über zweieinhalb Jahre beim Ligakonkurrenten SpVgg Greuther Fürth im Kader und hatte dort in 46 Ligaspielen 12 Mal getroffen. Dank seiner beiden Treffer schöpft der FSV mit nunmehr 9 Punkten auf Rang 17 wieder Hoffnung im Abstiegskampf. Für Rot-Weiß Oberhausen traf lediglich Daniel Gordon (50.).
«Cidimar hat seinen Job perfekt gelöst. Er war schnell, beweglich und immer genau da, wo er sein sollte», lobte Boysen seinen Doppeltorschützen. «Ich habe schon bei meinem Amtsantritt versprochen, dass wir zeitnah auch einen Auswärtssieg landen wollen. Zuvor in Berlin waren wir trotz des 0:1 schon ganz nah dran und haben mit dem 0:0 gegen Bielefeld zuletzt zu Hause den Aufwärtstrend fortgesetzt.» Damit machte der FSV auch den peinlichen 0:4-Test unter der Woche beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden wett.
In dem hektischen Match gelang Frankfurt ein Start nach Maß. Eine Freistoßflanke von Jürgen Gjasula nutzte Cidimar per Kopf zum schnellen 1:0. Gegen die stabile Defensive des FSV fanden die Oberhausener nicht zu ihrem Rhythmus. Mit einer feinen Einzelleistung erarbeitete sich Mike Terranova (34.) vor der Pause die beste Torchance für RWO, zielte aber vorbei.
Stattdessen traf Kujabi nach einem Konter zum 2:0. Im zweiten Abschnitt erhöhte Oberhausen das Tempo, kam aber nur zum Anschlusstreffer, ehe Cidimar nahezu unbedrängt den Endstand markierte. «Wichtig waren die schnellen Führungstreffer für uns und das wiedergewonnene Selbstvertrauen», betonte Boysen. Der der 52 Jahre alte Coach war erst am 7. Oktober in einem Blitztransfer vom Drittligisten Kickers Offenbach zum Erzrivalen FSV gewechselt. dpa
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