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FSV Frankfurt: Kommt heute der neue Stürmer?
Hoffnungsträger: Youssef Mokhtari soll den FSV Frankfurt zum Klassenerhalt führen.Foto: Klein
Von Von Michael Helms
Frankfurt. 18 bis 20 Grad, keine Wolke am blauen Himmel, ein herrlicher Rasenplatz mit Blick aufs Mittelmeer: Solche von den Wetterforschern für die kommenden acht Tage prognostizierten Bedingungen kann man durchaus als optimal bezeichnen, bei denen sich ein vom Abstieg bedrohter Fußball-Zweitligist auf die Rückrunde vorbereiten möchte. 24 Profis des FSV Frankfurt samt Trainer- und Betreuerstab sowie Manager Bernd Reisig werden deshalb heute Abend gegen 19 Uhr eine Maschine der Fluglinie SunExpress besteigen. Das Ziel der Frankfurter Reisegruppe heißt Antalya. Zwölf Kilometer von dem türkischen Badeort entfernt beziehen die Bornheimer im «Titanic De Luxe Beach and Resort Hotel» für zehn Tage ihr Trainingslager.
Auf der Anlage der noblen Herberge, mit fünf Sternen dekoriert und einem bekannten Kreuzfahrtschiff architektonisch nachempfunden, will FSV-Teamchef Tomas Oral die Grundlage dafür schaffen, dass der Aufsteiger in dieser Saison keinen Schiffbruch erleidet und den Abstieg in die Dritte Liga doch noch verhindern kann. Die Aufgabe ist schwer, die Situation hat sich aber durch den 1:0-Erfolg über den FC St. Pauli am letzten Spieltag vor Beginn der Winterpause verbessert. Der Rückstand des Schlusslichts auf den zur Relegation berechtigenden 16. Platz, den im Moment Koblenz belegt, beträgt jetzt nur noch einen Punkt, zum rettenden 15. Rang (Hansa Rostock) fehlen dem Neuling derzeit vier Zähler.
Umso hilfreicher wäre da der ersehnte Vertragsabschluss mit einem weiteren Stürmer, mit dem der FSV seine Defizite in der Offensive beheben könnte. Vieles deutet daraufhin, dass der neue Hoffnungsträger bereits heute verpflichtet und in die Türkei reisen wird. Man stehe kurz vor einer Einigung, so Reisig gestern, nur einige Details müssten noch geklärt werden. Dabei handelt es sich offenbar um einen Angreifer, der zuletzt im Ausland spielte und von Oral schon seit einem halben Jahr beobachtet wird.
Kein Thema mehr ist die Verpflichtung von Nikita Andreev aus Estland, der ein Probetraining am Bornheimer Hang absolvierte. «Er ist ein junger Spieler mit viel Talent, der perspektivisch für uns interessant sein könnte, uns aber kurzfristig nicht weiterbringt», begründete Reisig die Absage an den 20 Jahre alten Stürmer, der zuletzt bei Levadia Tallin in der Ersten Liga Estlands spielte.
Im Rahmen ihres Trainingslagers werden die Bornheimer auch drei Mal den Ernstfall proben und Testspiele gegen den Ligakonkurrenten MSV Duisburg (11. Januar) sowie gegen die Drittligisten SC Paderborn (13. Januar) und den Wuppertaler SV (15. Januar) bestreiten. Nach der Rückkehr aus der Türkei spielt der FSV Frankfurt am 21. Januar beim Erstligisten VfL Bochum sowie am 25. Januar im Frankfurter Volksbank Stadion gegen den SV Sandhausen, ehe der FSV am Sonntag, 1. Februar, zum Rückrundenauftakt den Mitaufsteiger aus Ahlen empfängt.
Keine Rolle mehr im Zweitligakader der Frankfurter werden dann Thomas Sobotzik und Matthias Hagner spielen. Die früheren Bundesligaprofis, die sich in der Vorrunde nicht durchsetzen konnten und zumeist nur auf der Tribüne saßen, sollen nur noch in der zweiten Mannschaft spielen und machten wie Marc Gallego, Jochen Höfler, Aziz Bouhaddouz und Alexis Theodosiadis, denen angeblich Angebote aus der Dritten Liga sowie der Regionalliga vorliegen, die Reise in die Türkei nicht mit. Gallego, Höfler, Bouhaddouz, der zur Zeit bei der zweiten Mannschaft von Energie Cottbus mittrainiert und Theodosiadis, der vom tschechischen Club Teplice begutachtet wird, sind vom FSV Frankfurt vorerst freigestellt worden.
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