FSV Frankfurt: Pflicht-Revanche gegen Düsseldorf
Frankfurt. Seinen Einstieg als Trainer beim FSV Frankfurt hat Hans-Jürgen Boysen in schlechtester Erinnerung. Deswegen ist die Revanche gegen den imponierenden Zweitliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf für ihn nach dem bitteren 1:4 im Hinspiel am Samstag (13.00 Uhr) Pflicht. «Wir lagen 1:0 in Führung und haben uns über die Elfmeterentscheidung und die klare Niederlage mächtig geärgert. Düsseldorf ist ein sehr guter Gegner mit Martin Harnik als Top-Stürmer», betonte Boysen am Donnerstag vor dem Match gegen den Tabellen-Vierten mit Aufstiegs-Ambitionen. Die abstiegsbedrohten Hessen kämpfen zudem auf dem Relegationsplatz 16 um den Anschluss «nach oben».
«Wir treffen erneut auf ein Spitzenteam, das eine großartige Saison spielt», warnte FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig vor der Partie im Frankfurter Volksbank Stadion. «Wir haben uns in den letzten Wochen gegen Spitzenteams gut verkaufen können. Punkte aus diesem Spiel wären ein wichtiger Schritt für uns, für die Moral und für den Abstiegskampf.» Vor allem das unerwartete Remis zuletzt beim Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern hat die «breite Brust» bei den Spielern des FSV gewaltig schwellen lassen.
«Wir freuen uns auf eine gute Kulisse, das stimuliert unsere Mannschaft», hofft Boysen und rechnet mit rund 6000 Fans. «Wir wollen den Trend der letzten Wochen aufrechterhalten und wie gegen andere Spitzenmannschaften hochkonzentriert und -motiviert ins Spiel gehen.»
Seit drei Heimspielen ist der FSV am Bornheimer Hang ungeschlagen. Dazu lichtet sich die Verletztenliste: Alexander Klitzpera und Sead Mehic haben ihre Probleme überstanden. Die Rückkehr von Vlad Monteanu entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Jürgen Gjasula. Wegen einer Entzündung der Muskulatur konnte der stürmende Angestellte drei Tage nicht trainieren. Dafür fällt Pekka Lagerblom definitiv aus. Stefan Hickl konnte wegen eines gezogenen Zahnes nicht trainieren.
Boysen erwartet bei den Düsseldorfern, die mit einem Sieg bei Alemannia Aachen als Empfehlung kommen, Gefahr vor allem von den Stürmern Ranisav Jovanovic und Martin Harnik. Der Österreicher hat es schon auf ein Dutzend Saisontreffer gebracht. «In der Defensive sind sie stabil, aber auch verwundbar», sagt Boysen und wittert deswegen eine Chance gegen die auswärts schwächeren Gäste vom Rhein. Wie der FSV konnten die Fortunen erst dreimal in der Fremde gewinnen.
Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Gratis. Und bequem per Mail.
Kommentare