Wiedersehen mit dem Lieblingsgegner
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Im Pokal-Kampf gegen Paderborns Alushi: Samil Cinaz (li.). Foto: Klein Nach der knappen Pokal-Niederlage wartet auf den FSV wieder der Liga-Alltag. Dort soll der Aufwärtstrend weitergehen.
Frankfurt. Nun also wieder Paderborn. Jener Gegner, der dem FSV Frankfurt das Pokalspiel gegen Schalke 04 (0:1) am vergangenen Dienstag erst ermöglicht hat. Am 13. August war die Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Boysen mit dem 2:0 über die Paderborner in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Es war ein gelungener Start in die Saison, und auch zweieinhalb Monate später sollen die Westfalen dem Frankfurter Aufwärtstrend nicht im Weg stehen.
Bis auf Rang sechs ist der FSV nach neun Spieltagen geklettert, zu Platz drei in der zweiten Liga und Erzgebirge Aue sind es nur fünf Punkte Abstand. An diesem Freitag von 18 Uhr an wird sich am Bornheimer Hang zeigen, ob die heimischen Fußballprofis nach dem Pokal-Highlight alltagstauglich sind. Viel schiefgehen dürfte nicht – zumindest wenn die bisherigen Aufeinandertreffen mit Paderborn der Maßstab sind. Zwei FSV-Siege und ein Unentschieden bilden die Bilanz. Und so spricht Geschäftsführer Bernd Reisig wieder von einem «statistischen Lieblingsgegner».
Doch dass die Frankfurter ohne Schwierigkeiten den Hebel umlegen können, müssen sie erst beweisen. Er hoffe nicht, dass der Mannschaft die Rückkehr in den Liga-Alltag Probleme bereitet, sagt Kapitän Björn Schlicke. «Es ist vergleichbar damit, wenn die Bundesligisten in der Champions League spielen und dann kommt am Wochenende Hannover 96.»
Der Erfolg soll bleiben, nur die Art, wie er zustande kommt, darf sich ändern. «Ich hoffe, dass wir den kuriosen Automatismus widerlegen, schlechte Spiele zu gewinnen und gute zu verlieren», sagt Reisig.
Im Duell mit den Königsblauen bot der Außenseiter trotz der Niederlage eine ansprechende Leistung. Das Defensivverhalten war gut, und auch das Kombinationsspiel blieb gegen den Champions-League-Vertreter nicht auf der Strecke. Nur der Torabschluss gehörte nicht zu den Stärken des Zweitligisten, in dessen Reihen die Knieoperation bei Tufan Tosunoglu (Kreuzbandriss) erfolgreich verlaufen ist.
Arbeit am Torabschluss
So war das Verhalten des eingewechselten Offensivspielers Aziz Bouhaddouz symptomatisch, als er in der Nachspielzeit die Chance zum 1:1 besaß. Bouhaddouz erschrak – und beförderte den Ball aus bester Position neben das Tor.
Daher arbeitet Boysen mit seinen Profis am Torabschluss. Nicht ausgeschlossen, dass er heute abermals die Offensive neu ordnet. Zumal er Rechtsverteidiger Christian Müller, der eine Gelbsperre absitzt, ersetzen muss. Stattdessen könnten Marc Gallego oder Mittelfeldspieler Sven Müller antreten. Angreifer Momar N’Diaye wäre dann eine Option für die rechte Außenbahn. Und Sascha Mölders oder Cidimar könnten als Sturmspitze auflaufen.
«Wir dürfen nicht weniger Engagement an den Tag legen als gegen Schalke», fordert der FSV-Trainer. Zweifel plagen Boysen nicht. Schließlich ist er der festen Ansicht, dass das verlorene gegangene Pokalspiel seine Mannschaft beflügeln werde. Und in der Vergangenheit war Paderborn ja noch nie ein Stolperstein für den FSV. jda
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