Die Lions sollen diesmal kein Omen sein
Die Skyliners weisen Parallelen zu den Lions auf – morgen sollen sie enden
Von Von Harald Joisten
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Derrick Allen (r) möchte mit den Skyliners eine Runde weiter kommen. Foto: dpa Im zweiten Viertelfinal-Duell gegen Alba Berlin wollen die Skyliners an diesem Donnerstag den zweiten Sieg landen.
Frankfurt. Die Parallelen sind auffällig. Seit sechs Jahren schon durchlaufen die Frankfurt Lions (Eishockey) und die Deutsche Bank Skyliners (Basketball) ähnliche Höhen und Tiefen. 2004 wurden beide Mannschaften binnen weniger Wochen deutscher Meister. 2006 verpassten beide die Play-offs. 2008 schieden sie jeweils im DM-Halbfinale aus. Und 2009 scheiterten beide in der ersten Play-off-Runde.
Geht das Gesetz der Serie weiter, gewinnen die Skyliners in dieser Saison kein Spiel mehr. Vor wenigen Wochen schieden die Lions im Play-off-Viertelfinale der DEL gegen Ingolstadt mit 1:3 Siegen aus. Das erste Spiel hatten sie gewonnen, danach setzte es drei Niederlagen in Folge.
Auch die Deutsche Bank Skyliners stehen derzeit im Viertelfinale. Auch sie haben das erste Spiel gewonnen. 76:71 am vergangenen Sonntag bei Alba Berlin. So weit so gut. Weitere Gemeinsamkeiten soll es aus Sicht des Basketball-Bundesligisten nicht geben. Denn das zweite Duell mit dem Titelanwärter aus Berlin wollen die Skyliners an diesem Donnerstag um 18 Uhr in der heimischen Ballsporthalle freilich gewinnen. Gelänge dies, hätten sie am Sonntag (17 Uhr) im dritten Spiel in Berlin den ersten Matchball zum Einzug ins Halbfinale.
«Alba ist weiter Favorit»
Skyliners-Trainer Gordon Herbert weiß, dass der Weg bis dahin schwer wird. «Berlin ist immer noch der Favorit in dieser Serie. Sie sind auswärts sehr stark», meinte der Kanadier. In der Tat: In der Bundesliga-Hinrunde gewann Alba in Frankfurt (59:53). Auch auf dem Weg ins Europacup-Finale im April siegten die «Albatrosse» beim spanischen Topclub Badalona und im Halbfinale gegen Bilbao. Herbert will deshalb nichts von einem vermeintlichen Schlüsselspiel am Donnerstag wissen.
Es sei einfach «das nächste Spiel». Vier Profis konnten am Montag nicht trainieren. Wer davon morgen fehlen könnte, verriet Herbert nicht. «Ich möchte in den Play-offs nicht speziell sagen, welcher Spieler angeschlagen ist oder wo wir uns verbessern müssen.» Wenig reden, viel leisten – das ist sein Credo. Auch seine Spieler seien «sehr fokussiert und mit den Füßen am Boden».
Kritik von Hamann
Alba wird morgen mit aller Macht auf den Ausgleich in der Serie drängen. Die Berliner gingen nach der 71:76-Heimniederlage gegen Frankfurt mit sich hart ins Gericht. «Jeder muss in den Spiegel schauen und sich selbst hinterfragen», kritisierte Spielmacher Steffen Hamann indirekt mangelnde Leidenschaft. Center Adam Chubb forderte «mehr Aggressivität». Bereits vor einem Jahr hatte sich Alba im Play-off-Viertelfinale erst in fünf Spielen gegen den Außenseiter Paderborn durchgesetzt und war dann im Halbfinale an Bonn gescheitert.
Offenbar gibt es innerhalb der Alba-Mannschaft aber Unruhe. Wie der achtmalige Meister gestern mitteilte, hat er seinen Power Forward Jurica Golemac aus disziplinarischen Gründen mit sofortiger Wirkung suspendiert. Der 32-jährige Kroate wird nicht mit nach Frankfurt reisen. Dadurch dürfte Center Cemal Nalga in den Kader rücken. Der Türke war erst im Januar zu Alba gewechselt, nachdem er wegen eines Skandals bei Galatasaray Istanbul rausgeflogen war.
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