Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 25.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Die Skyliners stecken in einer gefährlichen Grauzone
Es ist eine gefährliche Grauzone, in der sich die Fraport Skyliners derzeit stecken. Mit Platz zwölf befinden sie sich im Niemandsland der Basketball-Bundesliga. Nicht auf einem Play-off-Platz, nicht in akuter Abstiegsgefahr.
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Wohin führt der Weg? Skyliners-Trainer Muli Katzurin. Foto: Storch Und doch kann sich die Situation schnell ändern, nach oben wie unten. Der achte Rang und damit das letzte Play-off-Ticket sind nur zwei Siege entfernt; aber auch der erste Abstiegsrang ist nur drei Niederlagen weit weg. Und dieser Vorsprung könnte am Samstag (19.30 Uhr) gefährlich schmelzen, sollten die Hessen beim Tabellenvorletzten EnBW Ludwigsburg verlieren.
"Wir kämpfen derzeit darum, in der Liga zu bleiben. Daher müssen wir nach unten schauen, nicht nach oben", sagte Skyliners-Trainer Muli Katzurin vor dem Duell bei dem "Kellerkind" aus Baden-Württemberg.
Katzurin, für seine realistische Art bekannt, sieht "eine neue Situation" auf seine Spieler zukommen. Zwei Wochen haben sie pausiert, kein Pflichtspiel bestritten. Einige US-Profis nutzten die Zeit für einen Kurzurlaub in der Heimat. "Das hat einigen gut getan. Sie sind wieder frisch und haben diese Woche sehr gut trainiert", meinte Katzurin.
Doch Training ist bekanntlich nicht gleich Spiel. Deshalb rätselt der Israeli: "Mal sehen, wie sich das Team präsentiert." Er erwartet vor allem eine bessere Arbeitseinstellung und Verteidigung seiner Spieler als zuletzt bei der Heimniederlage gegen Gießen. "Die Rückrunde wird noch härter als die Hinrunde. Jedes Team hat sich positioniert und kämpft um konkrete Ziele", so Katzurin und fügte martialisch an: "Jedes Spiel wird fast wie Krieg, mehr Kampf als Basketball."
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Das Hinspiel liegt erst rund einen Monat zurück, damals setzten sich die heimschwachen Frankfurter mühsam mit 76:72 durch. Nicht dabei war allerdings Nationalspieler Tim Ohlbrecht, der inzwischen wieder gesund ist. Zudem kam der neue Spielmacher Devin Gibson damals nur zu einem Kurz-Debüt von sieben Minuten. Inzwischen hat sich der Amerikaner zu einem Führungsspieler entwickelt und scheint derzeit unverzichtbar.
Mitte Februar läuft der sechswöchige Kurzzeitvertrag von Gibson aus. Ob die Skyliners seinen Kontrakt bis zum Saisonende verlängern, ist noch unsicher. "Es ist zu früh, eine Entscheidung zu treffen.
Wir haben noch zwei Spiele Zeit, ihn zu beobachten", betonte Katzurin. Offenbar ist es keine finanzielle Frage, ob Gibson gehalten wird oder nicht. Katzurin: "Wir tun das, was für die Mannschaft am besten ist." Und das spricht für Gibson. Zumal die Rückkehr des Langzeitverletzten Spielmachers Justin Gray weiter in den Sternen steht. joi


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