Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 25.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Fed-Cup-Team lässt sich vom 1:4 nicht unterkriegen
Als der Traum von der ersten Halbfinal-Teilnahme nach 17 Jahren geplatzt war, schwor sich das deutsche Fed-Cup-Team in den Minuten der bitteren 1:4-Niederlage gegen Titelverteidiger Tschechien schon auf die Mission Klassenerhalt ein.
Stuttgart. ![]()
Sorgte für den einzigen Punktgewinn: Angelique Kerber. Foto: Imago Noch auf dem Court in Stuttgart versammelte sich die ganze Tennis-Mannschaft um die unglückliche Sabine Lisicki und mischte in die tröstenden Worte auch eine Kampfansage. "Wir haben so ein starkes Team und sind jetzt schon heiß auf die nächste Partie. Wir werden zurückkommen und uns auch da als gute Mannschaft präsentieren", sagte die Weltranglisten-14. Lisicki nach der entscheidenden 7:6 (7:2), 4:6, 1:6-Niederlage gegen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova – und hatte im Hinterkopf insgeheim auch schon den Traum vom Titel 2013.
Die zweite Einzel-Niederlage der Hoffnungsträgerin besiegelte am Samstag den vorzeitigen Erstrunden-K.-o. der Gastgeberinnen, die das Fehlen ihrer Topspielerin Andrea Petkovic (Rückenblessur) zu beklagen hatten. 0:3 stand es vor den letzten beiden Matches. Und Angelique Kerber holte beim 6:4, 6:4 gegen Lucie Hradecka zumindest noch den Ehrenpunkt. Das abschließende Doppel verloren Julia Görges/Anna-Lena Grönefeld mit 3:6, 6:7 (4:7) gegen Iveta Benesova/Barbora Zahlavova-Strycova.
Nun muss die Mannschaft von Teamchefin Barbara Rittner am 21./22. April 2012 in einem Relegationsspiel um den Klassenerhalt in der Weltgruppe I spielen. Der Gegner, ein Sieger-Team aus der Weltgruppe II, wird am 14. Februar ausgelost.
Lisicki war schwer enttäuscht nach der Niederlage gegen Kvitova. "Ich habe versucht, aggressiv zu spielen, aber nach dem ersten Satz keine Länge mehr in meine Schläge bekommen", meinte sie und brach in Tränen aus. Auch Julia Görges hatte die Weltranglistenzweite Kvitova beim 6:3, 3:6, 8:10 am Rande einer Niederlage. "Ein Weltklassematch", lobte Rittner. Görges genoss trotz der Niederlage die Stimmung: "Ich hatte schon im Match Tränen in den Augen." sid


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