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Wirtschafter

Von Die Frauenquote ist typisch deutsch. Motivation geht anders!
Welches Signal sendet die Frauenquote an Bewerberinnen? (Symbolbild: Archiv) Welches Signal sendet die Frauenquote an Bewerberinnen? (Symbolbild: Archiv)
Sie kommt, ja sie kommt, darauf hat man sich nun in den Koalitionsvereinbarungen geeinigt. Jubeln tun die einen, die anderen schimpfen diese Entscheidung einen faulen Kompromiss: Die Frauenquote. Irgendwo dazwischen liegt wohl die Meinung der Mehrheit, insbesondere der Frauen. Mich persönlich würde ja ein Bürgerentscheid zu dieser Frage reizen, aber das interessiert die Berliner ja nicht.

Nein, die Quote muss sein: Ein hoch auf die Emanzipation! Während Frau Schwartzer diese Entscheidung vermutlich begrüßen wird, frage ich mich aber, wie die durchschnittliche Frau in Deutschland mit akademischer Ausbildung, sehr gutem Lebenslauf und exzellenten Referenzen darüber denkt, insbesondere, wenn sie sich das nächste Mal auf eine Führungsposition bewirbt: „Erfülle ich jetzt eine Quote oder entscheidet man sich aus fachlichen Gründen für mich?“ Motivation geht anders.

Aus unternehmerischer Sicht ist diese Regelung also klar abzulehnen. Sie ist ein falsches Signal für den Arbeitsmarkt insgesamt und für jene qualifizierten Frauen insbesondere. Aber es ist eine typisch deutsche Entscheidung, ähnlich einer erzieherischen Maßnahme: Machst du es nicht freiwillig, zwinge ich dich dazu. Autoritäre Erziehung nennen Pädagogen das. Und versuchen Sie mal, die englische Übersetzung für Frauenquote herauszufinden- es gibt sie nicht. Ebenso wenig, wie es eine französische Übersetzung gibt.

Frauen sollten im 21. Jahrhundert selbstverständlich sein im Management, sie sind es ja auch, nur sind es zu wenige. Dies zu ändern, bedarf aber eines grundsätzlichen gesellschaftlichen Wandels, vor allem mit Blick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das ist ein wesentlicher Punkt, der heute leider immer noch nicht selbstverständlich genug ist. Typisch deutsch!
 
Herzlich, Ihr Alexander Hornikel

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