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Wirtschafter

Von Ist das die perfekte Job-Welle, die da kommt? Oder eine kleine Katastrophe?
Viele Unternehmen sind auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Nicht immer gibt es ausreichend gute Bewerber. (Foto: fotolia.de) Viele Unternehmen sind auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Nicht immer gibt es ausreichend gute Bewerber. (Foto: fotolia.de)
Die Meldung schien unscheinbar und doch voller Tragweite: BVMW-Präsident Mario Ohoven verkündete letzte Woche, dass es dem deutschen Mittelstand noch nie so gut ging. Für 2014 rechnet er mit mindestens 250.000 neuen Jobs, die der Mittelstand schaffen würde. Das ist eine kleine, aber bedeutende Sensation; sie zeigt, wie gut es der Wirtschaft geht. Einziger Wermutstropfen: Die Unternehmen befürchten, dass sie die Stellen nicht besetzen können, weil sie nicht wissen, wo und wie sie suchen sollen.

Was nach der perfekten Job-Welle aussieht, könnte weiterhin spannend bleiben. Werden wir Mitte 2014 die Schlagzeile lesen, „Mittelstand verpasst Anschluss- Weniger Produktion wegen zu wenig Fachkräften“? Oder werden wir lesen, „Goldige Zeiten- Mittelstand holt Wirtschaft aus dem Tief. 250.000 Stellen besetzt“
Warten wir´s ab.

Zurück zur alles entscheidenden Frage: Wie kommen diese Unternehmen an die benötigten Arbeitskräfte? Ich finde, diese Frage sollte gleichzeitig ergänzt werden durch die Frage: Wie präsentieren sich diese Unternehmen dem Bewerber, wie machen sie auf sich aufmerksam? Erst, wenn sie es aus ihrem vermeintlichen Hintertreffen heraus geschafft haben, wird man sie als Arbeitsgeber auch ernst nehmen. Und wenn dann auch das „drum herum“ passt, kommen auch die Bewerber. Ein Kreislauf.

Ein Beispiel: Die Continental AG als klassischer Hidden Champion sitzt nicht weit von der Redaktion der Frankfurter Neuen Presse entfernt im beschaulichen Eschborn am Taunus. Für junge Menschen wenig attraktiv, die wollen die Großstadt, das bequeme Leben und die nicht unwesentliche Option an einer Auswahl von Bars nach Feierabend. In Eschborn Fehlanzeige.

Dabei lohnt ein Blick auf die Website. Da gibt es sogar eine eigene Employer Branding Abteilung. Altersvorsorge, Familienfreundlichkeit, Bezahlung nach Leistung, Entwicklungsmöglichkeiten etc. - alles da, was das Herz höher schlagen lässt. Und sicher auch ein Jobticket, um die wenigen Stationen mit der S-Bahn von Eschborn nach Frankfurt zu fahren.

Das alles gibt Sicherheit, aber hat es auch einen Effekt auf die Bewerberzahlen? Was wäre, wenn man Mietzuschüsse oder Vergünstigungen beim Eigenheimerwerb anbietet, um mehr junge Leute in die Region zu bekommen? Conti ist sicher ein Vorbild, nur wahrnehmen tut man sie in der Öffentlichkeit leider nicht. Das ist das größte Problem der Hidden Champions.
 
Herzlich, Ihr Alexander Hornikel

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