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Die Allgemeine Hochschulreife hat mit persönlicher Reife oft nicht viel zu tun. Foto: Archiv Die Allgemeine Hochschulreife hat mit persönlicher Reife oft nicht viel zu tun. Foto: Archiv
Das heutige Datum würde es nahe legen, aber ich verkneife mir meine April-Scherze heute. Trotzdem  wünsche Ihnen allen viel Spaß dabei, den ein oder anderen in den April zu schicken. Die Wochen vor Ostern sind insbesondere für die Schüler der zwölften Klassen eine anstrengende Zeit, denn mit den schriftlichen Prüfungen gehen sie einen großen Schritt in Richtung „Allgemeine Hochschulreife“, also dem Abitur.
 
Diese Hochschulreife soll nicht nur dazu befähigen, an einer Universität oder Fachhochschule zu studieren. Vielmehr soll sie auch Zeugnis sein für die Befähigung des Schülers, sich zu einer selbstständigen, allgemeingebildeten und mit den wesentlichen Umgangsformen ausgestatteten Person entwickelt zu haben.
 
Dass dies offenbar nicht der Standard ist, berichten Professoren regelmäßig gerne. Insbesondere eine katastrophale Rechtschreibung sowie ein mangelhaftes Allgemeinwissen fallen dabei auf.  Was das nun mit Business-Etikette zu tun hat, fragen Sie sich jetzt möglicherweise? Ich bin der Meinung, dass eine solide Rechtschreibung zum guten Ton gehört, um von anderen ernst genommen zu werden. Fehler in einer E-Mail oder in einem Brief fallen schnell auf und wirken schlicht unseriös. Besonders häufig sehe ich das, wenn ich Post von meinem Autohaus bekomme. Und wer sich schon mal auf die Suche nach einer Immobilie begeben hat und die einschlägigen Internet-Portale durchstöbert, wird feststellen, dass auch Makler häufig der deutschen Sprache nicht mächtig sind.
 
Würden Sie so jemanden als seriös empfinden und ihm eine nicht unerhebliche Summe zahlen wollen? Ich nicht, denn dieser Makler gibt sich darüber hinaus ja noch nicht einmal die Mühe, sein Exposé gegenlesen zu lassen. Das zeugt von Respektlosigkeit dem Verkäufer und dem Käufer gegenüber.
 
Wer die einfachsten grammtischen Regeln nicht beherrscht oder jemand mit voller Überzeugung Goethe mit „ö“ schreibt – das habe ich selbst erlebt – sollte dringend nacharbeiten, wenn er im Berufsleben ernst genommen werden möchte. Für mein Verständnis gehört dies ebenso zu einer guten Business-Etikette wie zu wissen, wie man sich bei einem Geschäftsessen verhält oder sich dem Anlass entsprechend kleidet. Aber wenn man an Supermarkt-Kassen standardmäßig gefragt wird: „Haben Sie Payback-Karte?“,  fällt einem der Verfall der deutschen Sprache wohl bald nicht mehr auf.
 
Herzlich,
Ihr Alexander Hornikel
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