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 Seit gestern sind die Osterferien zu Ende. Viele von Ihnen waren sicherlich auf Deutschlands Straßen Richtung Norden, Süden oder Osten unterwegs. Das bedeutete natürlich unweigerlich Stau. Aber warum staut es sich tatsächlich? Bei genauerer Betrachtung wegen der zahlreichen nicht enden wollenden unbemannten Baustellen, die teilweise eine Verengung der Fahrbahn auf eine Spur einfordern.

Da fragt man sich schon: Wieso muss alles gleichzeitig passieren, wenn doch sowieso nichts passiert? Die freundlichen Hinweisschilder „Wir bauen für Sie bis 2015!“ kann der geneigte Autofahrer ja nur als indirekte Ohrfeige werten. Nur für was? Was haben wir getan?

Bilderstrecke So marode sind unsere Straßen
Auch in Hessen herrscht auf vielen Straßen dringender Sanierungsbedarf. Bei den Landstraßen ist die Hälfte der Strecke beschädigt, bei den Bundesstraßen ist es etwa ein Drittel. Wir zeigen einige Beispiele aus dem Rhein-Main-Gebiet. Im Bild: Der Bornwiesenweg in Rendel (Karben).Auch die Lohgasse in Klein-Karben muss saniert werden.Auch die Heldenberger Straße in Groß-Karben ist eine Schlaglochpiste.


Und die finanziellen Mittel der Länder scheinen ja durchaus vorhanden zu sein, anders ist die Masse an Baustellen nicht zu erklären. Nicht zu erklären ist dementsprechend auch, wieso der massive Überschuss an Steuereinnahmen in die Infrastruktur, also in den Straßenbau fließen soll! Da scheint es doch gar keinen Mangel zu geben. Im Gegenteil haben bereits vor ein paar Jahren Beratungsunternehmen herausgefunden, wie man Baustellen effizienter und kostengünstiger betreiben könnte. Bei diesem Konjunktiv ist es nun ja leider auch geblieben.

Also bleibt dem Autofahrer und Steuerzahler nichts weiter als in die Hände zu spucken, den nächsten Stau anzupacken und sich bei der nächsten Gehaltserhöhung über die kalte Progression zu ärgern. Immerhin haben die Baustellen auch etwas Gutes: Sie lassen zu schnelles Fahren erst gar nicht zu, sodass die ebenso zahlreichen mobilen und installierten Blitzanlagen keine zusätzlichen Auswirkungen haben auf des Autofahrers Geldbörse. Und die GEZ-Gebühren rechnen sich dann vielleicht auch mal, denn das Radio läuft sicher länger. Irgendwo schließt sich der Kreis also wieder.
Ich wünsche Ihnen allzeit gute Fahrt!
 
Herzlich,
Ihr Alexander Hornikel
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