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Unternehmerseite

Von Geld verdirbt den Charakter eben doch. Siehe Mindestlohn. Das Gemecker der Unternehmen ist beschämend.
Kaum vorstellbar, aber seit letzter Woche wahr: Deutschland führt als eines der letzten Länder Europas den Mindestlohn ein. Dem zuvor stand eine zehnjährige Debatte über die Einführung. Das ist nicht nur beschämend für ein wirtschaftlich stabiles Land wie Deutschland, das ist ernüchternd. Na klar werden viele Unternehmer nun aufschreien, aber wenn eben diese nicht mal 8,50 Euro pro Arbeitsstunde bezahlen können, fragt sich, welche wirtschaftliche Daseinsberechtigung ein solches Unternehmen überhaupt hat.

Ein Unternehmer trägt grundsätzlich auch die Verantwortung für seine Mitarbeiter. Dies beinhaltet auch die Sorge um deren Wohlergehen. Bei allen branchenabhängigen Gehaltsunterschieden: Wer arbeitet, sollte auch ohne zusätzliche Sozialleitungen eine Familie ernähren können. Wenn ein Unternehmen und ein Unternehmer dies nicht gewährleisten können, gibt es zwei Möglichkeiten: weniger Leute einstellen, die aber entsprechend entlohnen – oder das Unternehmenskonzept überdenken. Notfalls die Pforten schließen.

Schlimm genug, dass wir in unserem wohlstandsgeprägten Land überhaupt einen Mindestlohn einführen müssen, aber Geld verdirbt bekanntlich den Charakter. Die Unternehmen, die nun betroffen sind, haben sich also ins eigene Knie geschossen.

Langfristig wird sich die Einführung des Mindestlohns sicher positiv auf die deutsche Wirtschaft auswirken: Auch wenn möglicherweise einige Unternehmen nun in die Insolvenz gehen müssen und evtl. auch einige Produkte teurer werden, diejenigen, die nun entsprechend entlohnt werden, werden nun bestenfalls motiviert sein für noch bessere Arbeitsleistung: Wer sich um seine Existenz keine Sorgen machen muss, hat den Kopf frei für die Arbeit.

In diesem Sinne…

Herzlich,

Ihr Alexander Hornikel
 
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