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Grimme im Netz

Von Auch Frankfurter ziehen um den begehrten Award ins Feld.
Einer der nominierten Blogs zeigt die Geschichte von Anne Frank im Stil japanischer Manja-Comics. Auf dem ursprünglichen Bild schreckt das Mädchen vor einem Hakenkreuz zurück, das die FNP heraus retuschiert hat. (Originalquelle: http://annefrank.arte.tv/de) Einer der nominierten Blogs zeigt die Geschichte von Anne Frank im Stil japanischer Manja-Comics. Auf dem ursprünglichen Bild schreckt das Mädchen vor einem Hakenkreuz zurück, das die FNP heraus retuschiert hat. (Originalquelle: http://annefrank.arte.tv/de)
Wer vom Grimme-Institut ausgezeichnet wird, und sei es nur mit einer Nominierung, kann sich „von schreiben“. Während DER Grimme-Preis, mit dem Fernsehsendungen ausgezeichnet werden und bei dessen Verleihung die Stars sich ein Stelldichein geben, bundesweit bekannt ist, sieht das bei dem kleinen Brüderlein, dem Grimme-Online-Award, ein wenig anders aus.

Die Szene um Blogger, Netz-Publizisten und Digital Natives wissen, von was die Rede ist, beglückwünschen einen für die Nominierung, natürlich via Facebook, Twitter oder Pingback. Von der Oma Kablutschke von nebenan erhält man dagegen maximal eine hochgezogene Augenbraue und die Aussage, dass man „mit dem neumodische Zeuch weg gehen soll“. So unterschiedlich können die Welten sein, die digitale und die echte.

Die Grimme-Online-Experten haben sich mehr als 1500 Kandidaten angeschaut und daraus 28 ausgewählt, die schlussendlich für den Award nominiert worden sind. Darunter befinden sich auch ein paar mehr oder weniger bekannte Frankfurter, manche tot, manche lebendig. Und eigentlich, sind wir ehrlich, kommt man, wenn man Frankfurt und Kultur in einem Atemzug nennt, um zwei Menschen nicht herum: Der olle Goethe und Anne Frank.

Um der Wahrheit genüge zu tun, sind die beiden Frankfurter Aushängeschilder schon in ein ganz besonderes Licht gerückt worden. Anne Frank kommt in einer interaktiven Comic-Doku im Manga-Stil daher, während sich die ARD überlegt hat, Goethes Faust mal wieder zu bemühen und das in einem Online-Auftritt der Wirtschaftskrise gegenüberzustellen. Da waren ein paar Thinktank-Taucher ganz in ihrem Element und haben etwas richtig Kreatives auf die Beine gestellt.

Außerdem ist noch das Kinderfunkkolleg „Was glaubst du denn?“ vom HR2 nominiert, wo so wichtige Fragen wie „Warum trägt Aishe Kopftuch“ und „Was ist Weihnukka“ kindgerecht beantwortet werden. Die Frankfurter Fraktion hebt sich aber löblich von einigen anderen Nominierten ab. Ich bin mir ja nicht sicher, ob Adolf Grimme wirklich damit einverstanden gewesen wäre, dass ein Twitter-Hashtag unter den Nominierten ist. Konkret geht es um #aufschrei, das vor einigen Wochen durch die sozialen Medien gegeistert ist und Sexisten an den Pranger stellen sollte. Wenn Sie nicht wissen, was genau ein Hashtag ist und warum das Grimmepreiswürdig sein soll, bleibe ich mal im gängigen Twitter-Jargon: 140 Zeichen reichen bei weitem nicht aus, um das zu rechtfertigen.

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