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Frankfurt im Fokus

Von Diesmal im Fokus-Blog: Radio muss heute anders funktionieren als früher.
Emily Kavanaugh und Johannes Sassenroth von hr YOU FM bekommen am 5. September 2013 in Hamburg den Deutschen Radiopreis 2013 für das beste Interview. (Foto: dpa) Emily Kavanaugh und Johannes Sassenroth von hr YOU FM bekommen am 5. September 2013 in Hamburg den Deutschen Radiopreis 2013 für das beste Interview. (Foto: dpa)
„Video killed the radio star.“ Was die Buggles 1979 in ihrem – einzig wirklich erfolgreichen – Song prognostiziert haben, ist nur zum Teil eingetreten. Das Musikfernsehen (ein Konzept das sich inzwischen auch totgelaufen hat), vor allem aber unzählige Streaming-Konzepte, haben das traditionelle Radio vielleicht nicht vollkommen obsolet gemacht, aber ihm doch den Rang abgelaufen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da saßen ganze Familie zuhause vor dem Radio und lauschten gebannt, was draußen in der Welt passiert oder genossen einfach nur den neusten Hit. Hits werden auch heute noch im Radio gespielt und ja, Nachrichten gibt es auch, aber ich kenne kaum noch jemanden, der sich mit Mann und Maus davor versammelt.
In Zeiten von Internet-Radio, und winzigen MP3-Playern, die gefühlte 1 Millionen Songs speichern können, ist es nötig sich abzugrenzen und manch eine Station schafft das auch ganz gut, andere tun sich damit eher schwer. Eine Radiokultur, wie wir sie früher hatten, wird es nicht mehr geben, da muss man sich keinen Illusionen hingeben. Aber es gibt Konzepte, in denen Radiostationen noch eine wichtige Rolle spielen können.

Die Frankfurter Radiosender sind damit erfreulicherweise recht erfolgreich. So hat sich zum Beispiel You FM mit dem besten Interview beim Radiopreis 2013 durchgesetzt. Emily Kavanaugh und Johannes Sassenroth sprachen mit dem 23-jährigen Christian, der schwer krank ist und sich nur noch mit einem Sprachcomputer verständigen kann. Was man sich eigentlich im Radio – das ja gerade von der Sprache lebt – kaum vorstellen kann, haben die beiden Radiomoderatoren ausgezeichnet gelöst. Ein toller Beweis, dass Radio auch anders kann, als immer nur die gleichen Lieder zu spielen.

Und auch FFH konnte sich beim Radiopreis 2013 von der Konkurrenz abheben. Als Veranstalter des 5. Wolkenratzer-Festivals in Frankfurt, haben sie einen Preis für die „Beste Programmaktion“ erhalten. „Radio ist Kino im Kopf“, hat einmal die deutsche Journalistin Carmen Thomas gesagt - und ja, ein guter Moderator, eine gute Sendung, kann einen gebannt vor den Lautsprechern sitzen lassen. Für das ganz große Kino reicht das aber nicht mehr und es bleibt auch weiterhin spannend, wenn es heißt: „Wie geht es mit dem Radio weiter?“

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