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Frankfurt im Fokus

Von Unser Blogger Andreas Schnell hat Abschied genommen vom Törmsche.
Der Henninger Turm fällt etappenweise. Jetzt trauern ihm viele nach, die am Anfang gegen ihn waren. (Foto: dpa) Der Henninger Turm fällt etappenweise. Jetzt trauern ihm viele nach, die am Anfang gegen ihn waren. (Foto: dpa)
Der Henninger Turm hat schon immer die Gemüter erhitzt. Als er seinerzeit – vor fast fünfzig Jahren – gebaut wurde, haben wir Frankfurter uns furchtbar aufgeregt, wie man so was Hässliches ins schöne Sachsenhausen bauen kann, ein Schandfleck und was weiß ich alles. Mit den Jahren hat man sich aber daran gewöhnt und geschafft, das Getreidesilo nicht nur anzunehmen, sondern irgendwie auch in Frankfurter Kulturgut aufzunehmen. Es gab sogar mal, manch einer erinnert sich bestimmt noch, ein Radrennen darum herum und am Ende war die Dribdebacher Silhouette gar nicht mehr vorstellbar ohne den Henninger Turm.

Und jetzt? Jetzt sind wir alle traurig, dass er abgerissen wird. Ja, auch die, die sich damals darüber aufgeregt haben, dass er überhaupt gebaut wird. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als kleiner Bub mit meinen Eltern oben im Restaurant gegessen habe und total fasziniert davon war, das wir uns – wenn auch kaum spürbar – gedreht haben. Stück für Stück wird der Henninger Turm jetzt abgerissen und wird durch ein schickes Apartmenthochhaus ersetzt, das zumindest dem Aussehen seines Vorgängers angepasst wird. Wer weiß, vielleicht fällt es manch einem Touristen gar nicht auf, dass sich irgendwas verändert hat.

Um dem alten Glanz des Henninger Turms noch einmal Tribut zu zollen, gibt es seit dem 17. Oktober eine Ausstellung im Souvenir Frankfurt in der Zeilgalerie, die 14 Tage lang vollkommen kostenlos zu bestaunen ist. Es sind nur eine Handvoll Dinge ausgestellt, größtenteils geht es um das bereits genannten Radrennen „Rund um den Henninger Turm“ aber alles ist liebevoll zusammengestellt und man kommt nicht umhin, dem einen oder anderen nostalgischen Gedanken nachzuhängen.

Abgesehen davon, dass man jederzeit dort einmarschieren kann, um dem Dribdebacher Törmsche noch mal auf seine ganz persönliche Weise Tschüss zu sagen, sollte man sich aber auch den 24.10. vormerken. Dort findet nämlich im besagten Souvenir Frankfurt eine Abendveranstaltung mit Dr. Joachim Lieser und Herrn Bernd Moos-Achenbach statt. Und wer sich jetzt (zurecht) fragt: „Wer ist das denn?“ – dem sei gesagt, es handelt sich bei den beiden Herren um den Sohn des Architekten des Henninger Turms und den Veranstalter des Traditionsradrennens am 1. Mai, das wiederum von seinem Vater und Onkel, gemeinsam mit Henninger Bräu ins Leben gerufen worden ist. Man kann also ein paar Geschichten erwarten, die man sonst in keinem Reiseführer lesen kann.

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