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Frankfurt im Fokus

Von Die CDU versucht, ihren rigorosen Sparkurs in ein kulturelles Gewand zu hüllen.
Das Museum für angewandte Kunst in Frankfurt. Wie viel darf Kultur eigentlich kosten? (Foto: dpa) Das Museum für angewandte Kunst in Frankfurt. Wie viel darf Kultur eigentlich kosten? (Foto: dpa)
Frankfurter Politiker schmücken sich ja gerne damit, dass in der Mainmetropole die Kultur groß geschrieben wird. Mir hallen noch die Worte unserer Ex-Oberbürgermeisterin Petra Roth in den Ohren, die vergangenes Jahr in einem Interview Frankfurt internationales, zumindest aber europäisches Kaliber bescheinigt hat. Auf einer Stufe mit Paris, London und Florenz wären wir! Da hatte sie vermutlich noch keine Ahnung von dem parteieigenen Monster namens „Kulturpolitisches Positionspapier für Frankfurt“.

Aus den Reihen der CDU stellten der Fraktionsvorsitzende Michael zu Löwenstein, der kulturpolitische Sprecher Thomas Dürbeck und der Stadtrat Felix Semmelroth letzte Woche das Papier im Römer vor, das – wenn man es aus der Sicht eines Kulturschaffenden betrachtet – nicht die Tinte wert ist, die darauf verwendet wurde es zu verfassen. Lässt man alle Floskeln und Beteuerungen des guten Willens außen vor, geht es einzig und allein um das liebe Geld.

Vorhandene Strukturen müssen besser genutzt werden, Konsolidierung, Optimierung, Kostensenkung und last but not least, die Ankündigung, dass mittelfristig keine neuen Bauvorhaben umgesetzt werden können. Das gesamte Kulturpolitische Positionspapier der CDU erweckt den Eindruck, als hätte sich ein übereifriger Controller mal so richtig austoben können. Mit Kultur hat das wenig zu tun, viel mehr mit einem verzweifelten Versuch, einen rigorosen Sparkurs in ein kulturelles Gewand zu hüllen.

Aber auch aus dem Büro von OB Feldmann kommt da wenig Erfreuliches. Einig scheint man sich jedoch bei der Frage zu sein, wie so viel Kultur in Zukunft finanziert werden soll, denn es ist ja klar, dass es sich dabei um ein Gemeingut handelt und es daher auch von der Gemeinschaft bezahlt werden muss, also mehr als dies ohnehin schon über die Steuern gemacht wird. Genannt wird das dann „Bürgerliches Engagement“. Willkommen in Absurdistan!
 
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